Entries tagged as armut
Das Wort zum Sonntag: Armut und Krankheit, das dynamische Duo
Armut macht immer mehr Deutsche krank. Wer arbeitslos ist, braucht mehr Medikamente, erkrankt schneller psychisch oder stirbt früher. Wissenschaftler und Sozialverbände schlagen Alarm und üben harsche Kritik am Gesundheitssystem in der Bundesrepublik.schreibt die Financial Times.
Wer in Deutschland arm ist, hat ein doppelt so hohes Risiko, krank zu werden, wie Menschen mit höherem Einkommen – und eine um bis zu zehn Jahre geringere Lebenserwartungnotiert der Tagesspiegel, und weist auch gleich darauf hin, dass nicht nur jeder 5. Einwohner Berlins, sondern auch jedes 5. Kind in Deutschland in Armut lebt. Da stößt dann das kürzliche Urteil des Bundessozialgerichtes, das die Hartz IV-Sätze als verfassungsgemäß verabschiedete, doppelt sauer auf, denn
Gerade Kinder und Jugendliche würden am schlimmsten unter Armut leiden, da z.B. für Schulbedarf überhaupt kein Betrag im Eckregelsatz vorhanden sein. Zudem bekämen diese nur 60 bzw. 80 Prozent der Leistungen. -- Quelle: Erwerbslosenforum.de
Continue reading "Das Wort zum Sonntag: Armut und Krankheit, das dynamische Duo"
Posted by Ishtar on Sunday, December 3. 2006 at 06:46 in Gesundheitspolitik
no comments yet, be the first! Trackbacks (0)
no comments yet, be the first! Trackbacks (0)
Defined tags for this entry: Armut, Behinderte, Gesundheitsversorgung, Jugendliche, Kinder, Kosten, Krankenkassen, Politik, Senioren
Über 2000 Tote durch Cholera in Angola
Über die Vogelgrippe und H5N1 redet jeder, wohl auch, weil sie auch uns mal erwischen könnten, und selbst tendenziell exotische Erkrankungen wie das West Nile Virus, die jährlich einige Todesopfer in den USA mit sich bringen, werden bei jedem Todesfall in den zivilisierten Nationen sofort wieder medienmäßig hervorgekramt.
Epidemien wie die jüngste Cholera-Epidemie in Angola dagegen sind oft nur am Rande erwähnenswert, sei es weil Cholera für uns fern scheint, sei es weil ohnehin nur wieder ein paar Afrikaner daran sterben.
Epidemien wie die jüngste Cholera-Epidemie in Angola dagegen sind oft nur am Rande erwähnenswert, sei es weil Cholera für uns fern scheint, sei es weil ohnehin nur wieder ein paar Afrikaner daran sterben.
191 Tote bei Durchfallepidemie in Botswana
Während bei uns langsam die kollektive Hysterie wegen der Vogelgrippe ausbricht, obwohl noch kein Mensch in Deutschland daran erkrankt ist, haben andere Länder mit unmittelbareren Epidemien zu kämpfen.
Aus der taz:
Aus der taz:
In Botswana hat der Ausbruch einer Durchfall-Erkrankung 191 Menschen das Leben gekostet. "Bisher haben wir 191 Tote und 10.339 Infizierte zu beklagen", erklärte Colo Boitshoko vom Gesundheitsministerium gestern in der Hauptstadt Gaborone. Bei den Opfern handele es sich vor allem um Kleinkinder und Babys. Seit Januar habe sich die Krankheit explosionsartig ausgebreitet. Die Ursache für die schnelle Ausbreitung des Durchfalls - der normalerweise durch verunreinigtes Trinkwasser übertragen wird - sei völlig unklar. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sei gebeten worden, Gewebeproben zu untersuchen
Posted by Ishtar on Tuesday, March 7. 2006 at 08:05 in Aus aller Welt
no comments yet, be the first! Trackbacks (0)
no comments yet, be the first! Trackbacks (0)
Doppelte Moral
In den USA ist der Krieg gegen die Abtreibung fast ein alltägliches Thema. Dabei könnten viele Abtreibungen von vorn herein vermieden werden, wenn man die Zahl der unerwünschten Schwangerschaften senken würde.
"The most powerful and least divisive way to decrease abortion is to reduce unintended pregnancy." -- Sarah Brown, Direktor der National Campaign to Prevent Teen Pregnancy.
Continue reading "Doppelte Moral"
Posted by Ishtar on Wednesday, March 1. 2006 at 12:11 in Aus aller Welt, Gesundheitspolitik
no comments yet, be the first! Trackbacks (0)
no comments yet, be the first! Trackbacks (0)
Defined tags for this entry: Abtreibung, armut, frauen, gynäkologie, politik, USA, Verhütung, vorsorge
Hörgeräte für Afrika
Gern werden in Deutschland Brillen, Rollstühle und ähnliches Gerät für afrikanische Länder gesammelt. Schwierig wird es bei Hightech, die nicht nur vor Ort wartbar sein muß, sondern auch spezifischen Anforderungen genügen sollte.
Der einzige Hersteller für Hörgeräte in Afrika, Godisa in Botswana, hat sich auf preisgünstige Hörgeräte für Entwicklungsländer spezialisiert und ein besonders robustes kleines Solar-Hörgerät extra für die Länder südlich der Sahara produziert:
Quelle: BoingBoing - danke für den Hinweis an nasebaer.
Der einzige Hersteller für Hörgeräte in Afrika, Godisa in Botswana, hat sich auf preisgünstige Hörgeräte für Entwicklungsländer spezialisiert und ein besonders robustes kleines Solar-Hörgerät extra für die Länder südlich der Sahara produziert:
Quelle: BoingBoing - danke für den Hinweis an nasebaer.
Posted by Ishtar on Wednesday, January 25. 2006 at 08:24 in Vermischtes
no comments yet, be the first! Trackbacks (0)
no comments yet, be the first! Trackbacks (0)
Plötzlicher Kindstod besonders häufig bei armen Familien
Im Jahr 1991 hat Großbritannien einen groß angelegte Kampagne unter dem Titel "Back To Sleep" gestartet - wörtlich: zurück zum Schlaf. Es ging darum, daß Eltern ihre Kinder zum Schlafen auf den Rücken (back) legen sollten. Seither ist die Zahl plötzlicher Kindstode (SIDS, sudden infant death syndrome) deutlich zurückgegangen.
Das größte Risiko, an plötzlichem Kindstod zu sterben, besteht für Säuglinge, deren Mütter während der Schwangerschaft geraucht haben oder die Passivraucher sind; auserdem für Frühgeburten und untergewichtige Kinder.
Sehr viel wichtiger ist allerdings, daß plötzlicher Kindstod hauptsächlich in armen Familien auftritt, und die Zahl der Fälle, in denen Kidnern mit ihren Eltern auf einer Couch oder ähbnlichem schliefen und dabei unerwartet verstorben sind, gestiegen ist.
Wieder einmal zeigt sich, daß Armut ungesund ist und daß ein Staat, dem an Kindern gelegen ist, für diese auch etwas tun muß - und sei es, indem Eltern die finanziellen Möglichkeiten für angemessenen Wohnraum gegeben werden und für Aufklärung und Bildung Geld investiert wird.
Das größte Risiko, an plötzlichem Kindstod zu sterben, besteht für Säuglinge, deren Mütter während der Schwangerschaft geraucht haben oder die Passivraucher sind; auserdem für Frühgeburten und untergewichtige Kinder.
Sehr viel wichtiger ist allerdings, daß plötzlicher Kindstod hauptsächlich in armen Familien auftritt, und die Zahl der Fälle, in denen Kidnern mit ihren Eltern auf einer Couch oder ähbnlichem schliefen und dabei unerwartet verstorben sind, gestiegen ist.
Sleeping with an infant on a couch is one of the most worrisome and dangerous new concerns; and most SIDS deaths appear to occur in low-income families. -- (Monterey County Herald)
Wieder einmal zeigt sich, daß Armut ungesund ist und daß ein Staat, dem an Kindern gelegen ist, für diese auch etwas tun muß - und sei es, indem Eltern die finanziellen Möglichkeiten für angemessenen Wohnraum gegeben werden und für Aufklärung und Bildung Geld investiert wird.
Posted by Ishtar on Tuesday, January 24. 2006 at 09:44 in Aus aller Welt
no comments yet, be the first! Trackbacks (0)
no comments yet, be the first! Trackbacks (0)
24 Millionen Amerikaner ohne Krankenversicherung
Nach Zahlen aus dem Jahr 2003 sind rund 24 Millionen US-Amerikaner (das entspricht etwa 1/10 der offiziellen Gesamtbevölkerungszahl) seit mindestens 2 Jahren ohne Krankenversicherung. Am stärksten betroffen sind Menschen zwischen 17 und 35, sowie Menschen aus sozial schwachen Gruppen, insbesondere hispanischer Abstammung. Die Latinos machen rund 1/3 der dauerhaft Nichtversicherten aus, bei einem Gesamtanteil an den Versicherten von 10 %. Im Gegenzug stellen zwar Amerikaner mit weißer Hautfarbe fast die Hälfte derjenigen, de dauerhaft ohne Krankenversicherung sind, sie haben an den Versicherten aber einen Anteil von rund 73 %.
Quelle und mehr Details:
The Long-Term Uninsured in America, 2002 to 2003: Estimates for the U.S. Population under Age 65, Statistical Brief #104 (PDF)
Quelle und mehr Details:
The Long-Term Uninsured in America, 2002 to 2003: Estimates for the U.S. Population under Age 65, Statistical Brief #104 (PDF)
Posted by Ishtar on Tuesday, December 27. 2005 at 07:55 in Aus aller Welt
no comments yet, be the first! Trackbacks (0)
no comments yet, be the first! Trackbacks (0)
Weniger Fehltage, mehr psychische Erkrankungen
Von Handelsblatt bis Financial Times meldet die Presse, hier stellvertretend n-tv:
Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen...
Mehr Depressionen und Süchte - Krankenstand auf RekordtiefVor allem aus Angst um den Arbeitsplatz, aber auch weil sie die Kosten der medizinischen Versorgung scheuen, dürften viele Menschen heute nicht mehr zum Arzt gehen, wenn sie krank sind. Das freut den Arbeitgeber, denn wer spricht schon gern über die Kehrseite der Medaille:
Halbierte sich der Krankenstand über alle Krankheiten hinweg seit Beginn der 90er Jahre fast, stieg der Anteil der Arbeitsunfähigkeit wegen psychischer Störungen seither um 28 Prozent an.
Neben privaten Erlebnissen könnten vor allem belastende Situationen am Arbeitsplatz, Arbeitslosigkeit und Armut Auslöser psychischer Störungen wie Depressionen oder Sucht sein, so die BKK. Insgesamt habe die Gesetzliche Krankenversicherung im vergangenen Jahr 6,7 Milliarden Euro für Therapien und Krankengeld wegen psychischer Störungen ausgegeben. -- (Quelle: n-tv)
Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen...
Posted by Ishtar on Friday, December 2. 2005 at 08:20 in Vermischtes
no comments yet, be the first! Trackbacks (0)
no comments yet, be the first! Trackbacks (0)
Jede Minute stirbt ein Kind an AIDS
Heute in verschiedenen Medien, darunter hier das Schweizer Fernsehen (SF-DRS):
Auch wir vom Medblog unterstützen die Kampagne der UNICEF:
Unite for Children.
Und wo wir gerade so schön bei Zahlen sind:
Jede Minute stirbt ein Kind unter 15 Jahren an Aids und ein weiteres steckt sich mit dem HI-Virus an. UNICEF und UNAIDS starteten deshalb die neue fünfjährige Anti-Aids-Kampagne "United for Children, United against Aids".
Die bisherige weltweite Kampagne gegen HIV/Aids vernachlässige ausgerechnet die jüngsten und hilflosesten Mitglieder der Gesellschaft, warnten das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF und das UNO-Aidsbekämpfungsprogramm (UNAIDS).
Von den drei Millionen Aidstoten im Jahr 2004 war jeder sechste ein Kind. Aber nur fünf Prozent aller infizierten Kinder werden mit den lebenserhaltenden Mitteln behandelt.
Auch wir vom Medblog unterstützen die Kampagne der UNICEF:
Unite for Children.

Und wo wir gerade so schön bei Zahlen sind:
- Alle 10 Sekunden stirbt ein Mensch an den Folgen der Nikotinsucht (laut WHO)
- Alle 10 Sekunden stirbt ein Mensch an einem Mangel an sauberem Trinkwasser (Klaus Töpfer, 2004),
alle 8 Sekunden ein Kind an verunreinigtem Wasser. - Alle 4 Sekunden stirbt ein Mensch an Hunger.
- Jedes Jahr sterben in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara 4,7 Millionen Kinder.
188.000 ohne Krankenversicherung
Gestern wurde eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung veröffentlicht, die sich mit den Nichtversicherten in Deutschland befaßt. Demnach hatten im Jahr 2003 188.000 Menschen in Deutschland keinen Versicherungsschutz - 1995 waren es noch 105.000 Personen. Das Ärzteblatt schreibt:
In der Tat dürfte die aktuelle Zahl noch sehr viel höher liegen, da die sogenannte Arbeitsmarktreform Hartz IV systematisch dafür gesorgt hat, dass bestimmte Gruppen zum 1.4. diesen Jahres plötzlich ohne Krankenversicherung dastanden (wir haben berichtet).
Besonders deutlich ist nach Angaben der Stiftung die Zahl der Erwerbstätigen ohne Krankenversicherung. Ihr Anteil an der Gruppe der Nichtversicherten liege mittlerweile bei über 40 Prozent. Darunter seien zahlreiche Selbstständige mit kleinem Einkommen. Schaut man auf die Ich-AGs und Hartz-IV-Empfänger, wäre es interessant die tatsächlichen Zahlen aus dem Jahr 2005 zu sehen.
In der Folge können es sich immer weniger Menschen erlauben krank zu sein und dabei vielleicht ihre ohnehin schon minderbezahlten Jobs zu verlieren, und anschließend Arztrechnungen von einem Einkommen finanzieren zu müssen, das bereits heute nicht mehr ausreicht. In den USA gibt es Menschen mit zwei Jobs und ohne Versicherung und manchmal sogar ohne festen Wohnsitz. Das nennt sich dann, glaube ich, mehr Flexibilität zeigen...
(u.a. beim Ärzteblatt nachzulesen)
Die tatsächliche Zahl dürfte nach Einschätzung der Wissenschaftler eher noch höher liegen, da beispielsweise Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung in der Statistik nur selten erfasst sind.
In der Tat dürfte die aktuelle Zahl noch sehr viel höher liegen, da die sogenannte Arbeitsmarktreform Hartz IV systematisch dafür gesorgt hat, dass bestimmte Gruppen zum 1.4. diesen Jahres plötzlich ohne Krankenversicherung dastanden (wir haben berichtet).
Besonders deutlich ist nach Angaben der Stiftung die Zahl der Erwerbstätigen ohne Krankenversicherung. Ihr Anteil an der Gruppe der Nichtversicherten liege mittlerweile bei über 40 Prozent. Darunter seien zahlreiche Selbstständige mit kleinem Einkommen. Schaut man auf die Ich-AGs und Hartz-IV-Empfänger, wäre es interessant die tatsächlichen Zahlen aus dem Jahr 2005 zu sehen.
In der Folge können es sich immer weniger Menschen erlauben krank zu sein und dabei vielleicht ihre ohnehin schon minderbezahlten Jobs zu verlieren, und anschließend Arztrechnungen von einem Einkommen finanzieren zu müssen, das bereits heute nicht mehr ausreicht. In den USA gibt es Menschen mit zwei Jobs und ohne Versicherung und manchmal sogar ohne festen Wohnsitz. Das nennt sich dann, glaube ich, mehr Flexibilität zeigen...
(u.a. beim Ärzteblatt nachzulesen)
Posted by Ishtar on Wednesday, October 26. 2005 at 08:01 in Gesundheitspolitik
1 Comment Trackbacks (0)
1 Comment Trackbacks (0)
View as PDF: This month | Full blog

