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Zecken 2006 besonders gefährlich
"Österreich ist eines der europäischen Hochrisiko-Gebiete für Zeckenbisse. Bedingt durch das feuchte Frühlingswetter speziell im Mai und die milden Temperaturen im Juli sind die Zecken in diesem Jahr so aktiv wie schon lange nicht mehr".
sagt die österreichische Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat und mahnt, sich impfen zu lassen, und nach Spaziergängen eine Selbstuntersuchung des Körpers vorzunehmen.
Mit FSME und Borreliose ist nicht zu spassen, und auch in Deutschland gibt es reichlich Hochrisikogebiete für Zecken.

Infos zu Zecken und FSME-Hochrisikogebieten bei Zecken.de
Wer nun meint, das sei alles gar nicht so schlimm, und ihn könne es nicht treffen, möchte vielleicht nachlesen, wie es dem Landrat des Odenwaldkreises erging, der als öffentlicher Vertreter einer der FSME-Hochrisikoregionen Deutschlands eine Impfung offenbar für unnötig befunden hat: Landrat wegen Lähmungserscheinungen in Klinik - odenwaldgeschichten.de
Zum Weiterlesen:
Das verkannte Risiko - Zeckenbiss-Borreliose.de
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Vorsicht Muscheln!
"Hauptsache, nicht roh!", lautete ein gängiger Rat vor dem Verzehr von Meeresfrüchten aus dem Mittelmeer-Raum. Eine italienische Studie hat dies widerlegt und gleichzeit herausgefunden, wie man Muscheln trotzdem essen kann. - Quelle: Süddeutsche Zeitung
Die Kurzfassung: Auch Kochen tötet den Hepatitis-A-Erreger nicht, jedenfalls nicht bei herkömmlichen Zubereitungsarten. Sowohl gekochte als auch gegrillte Muscheln erreichen etwa eine Kerntemperatur von 70 Grad C, um den Virus zu erlegen, sind jedoch für "längere Zeit" 85°C vonnöten. Unbedenklich sind dagegen Spaghetti Vongole bzw. alle Arten von Zubereitungen, bei denen die Muscheln lange in Sauce mitgekocht wurden.
Die Forscher empfehlen Meeresfrüchteliebhabern mit Ziel Mittelmeer, sich vorsorglich gegen Hepatitis-A impfen zu lassen.
(...) neue Studien zeigten, dass Muscheln und Meeresfrüchte aus dem Mittelmeerraum und Nordafrika nach wie vor zu mindestens 20 Prozent mit Hepatitis -A-Viren verseucht sind. „Und dabei wurden nur Proben aus den sauberen Gewässern der Klasse A und B untersucht. Vor allem die so genannten Venusmuscheln waren belastet. Aber auch in den bekannten Miesmuscheln reichert sich das Virus an, und sogar mit Gelbsuchterregern infizierte Austern wurden gefunden.“
Voller Artikel in der Süddeutschen:
Hepatitis A - Kochen schützt nicht vor Gelbsucht
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Chikungunya
Das Chikungunya-Virus auf der französischen Insel Réunion ist nicht zu stoppen. Fast 160.000 Menschen sind mittlerweile erkrankt, 77 sollen gestorben sein. Selbst die französische Hauptstadt hat das Virus bereits erreicht: Es gibt mindestens 30 Infizierte.
Netdoktor.de schreibt zu Chikungunya:
Chikungunya-Fieber verursacht im Wesentlichen die gleichen Symptome wie das Dengue-Fieber. Nach einer Inkubationszeit von zwei bis acht Tagen kommt es plötzlich zu hohem Fieber, Schüttelfrost und Gliederschmerzen sowie Gelenkschmerzen. Danach kommt es zu einer Phase der Besserung mit Fieberabfall und Besserung der Allgemeinsymptome. In einigen Fällen kommt es zu einem erneuten Fieberanstieg mit sehr starken Schmerzen der kleinen Gelenke und Hautausschlag. In schweren Verläufen halten die Gelenkbeschwerden monatelang an.
Der Name leitet sich von der einheimischen Bezeichnung für starkes Krümmen ab. Die verkrampfte Beugehaltung entsteht als Folge der starken Gelenkschmerzen.
Eine Bekämpfung der Viren ist bislang unmöglich, es können nur die symptome wie hohs Fieber gelindert werden.
Continue reading "Chikungunya"
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Vogelgrippe in Indonesien
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach den jüngsten Todesfällen durch die Vogelgrippe in Indonesien vor einer Epidemie in dem südostasiatischen Land gewarnt. Es bestehe die Gefahr, dass die Krankheit sich von Mensch zu Mensch übertragen könne, sagte WHO-Sprecher Dick Thompson am Donnerstag (22.9.2005) der Nachrichtenagentur epd in Genf. Eine Infektionskette von Mensch zu Mensch sei kaum kontrollierbar. (via Deutsche Welle(
Indonesien hat notwendige Massenschlachtungen in Geflügelfarmen bisher im Gegensatz zu anderen asiatischen Ländern verschleppt. Nachdem am Freitag mindestens 28 Menschen mit Symptomen in Behandlung waren, hat nach Angaben der Basler Zeitung nun Indonesien das Ausland um verstärkte finanzielle und technische Hilfe für den Kampf gegen Vogelgrippe gebeten.
Die Infektionswege sind unklar, die Zahl der Infizierten steigt weiter an.
Das Verbraucherschutzministerium in Berlin rät Asien-Reisenden, keine Geflügelmärkte zu besuchen und sich vor direktem Tierkontakt zu schützen. Als betroffene Länder gelten Indonesien, Kambodscha, Kasachstan, Laos, Malaysia, Pakistan, Rußland, Nordkorea, Thailand, Vietnam und China einschließlich Hongkong.
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Radiotipp: DLF - Sprechstunde: Reise- und Tropenmedizin
Morgen, am Dienstag, dem 23. August, bringt der Deutschlandfunk im Rahmen seiner Sendung
"Journal am Vormittag" die
Sprechstunde: Tropen- und Reisemedizin
10:10 Uhr bis 11:30 Uhr, Deutschlandfunk
Studiogast: Prof. Gerd-Dieter Burchard, Leiter der Klinik am Berndhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, Hamburg
Moderation: Martin Winkelheide
Hörertel.: 00800 - 44 64 44 64
Hörerfax: 00800 - 44 64 44 65
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Infrarotmessungen am Flughafen helfen Viren zu erkennen
Die Passagiere, die bei den Infrarottests mit Verdacht auf Dengué-Fieber auffällig waren, mussten eine Blutprobe abgeben und bekamen ein Moskitonetz ausgehändigt, um evtl. Erreger nicht an heimische Moskitos weiterzureichen. Nach 24 Stunden mussten sie wieder bei den Behörden vorstellig werden, bis dahin waren die Blutproben ausgewertet.
Während die frühere Methode, Passagiere Fragebögen ausfüllen zu lassen, keine Infektionen frühzeitig erkannte, wurden im vergangenen Jahr 40 importierte Fälle von Dengué-Fieber erkannt.
Die Kosten der neuen Technik an beiden internationalen Flughäfen einschließlich Gehälter für geschultes Personal beliefen sich für Taiwan auf rund 85.000 Dollar. Jeder eingeschleppte und unerkannt gebliebene Fall von Dengué-Fieber führt zu rund 85 Folgeerkrankungen, von denen jeder einzelne durchschnittlich 1000 Dollar für die Behandlung verschlingt - die 85.000 Dollar sind also gut investiertes Geld.
Vermutlich werden auch andere Flughäfen in Asien und vielleicht in aller Welt bald mit Infrarotkameras Passagiere auf Erkrankungen checken - mit fortschreitender Technik können dann vielleicht auch andere Erkrankungen durch schnelles Screening erkannt werden. Es ist allerdings auch damit zu rechnen, dass dann Passagiere evtl. wegen bestimmter Erkrankungen gar nicht mehr ins Land gelassen werden - bei Einreise Blutprobe, Schweissanalyse oder ähnliches könnte obligatorisch werden, und fremde Staaten fröhlich im Zuge der eigenen Gesundheitsvorsorge medizinische Daten über Passagiere sammeln, die sie rein gar nichts angehen - ein zweischneidiges Schwert.
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Hepatitis, Ägyptenreisen und der Brotteig
Die Hepatitis (A) ist auf dem Vormarsch, vermeldet heute die Presse bezugnehmend auf ein Bulletin des Robert-Koch-Instituts. Hintergrund ist ein Anstieg der Infektionszahlen im letzten Jahr auf 1932 (zu 1368 im Vorjahr, also plus 41 Prozent).
Beispielhaft (und etwas ergiebiger und differenzierter) dazu die FAZ:
"Das RKI führt den Anstieg der Infektionen auf zwei große Ausbrüche zurück.
Der erste - 64 Fälle in sechs Landkreisen - ereignete sich im März und April 2004 im südlichen Nordrhein-Westfalen und im nördlichen Rheinland-Pfalz. Angesteckt hatten sich die Betroffenen wahrscheinlich über den Brotteig einer Großbäckerei, der durch einen erkrankten Angestellten kontaminiert worden war.
Vom zweiten Hepatitis-A-Ausbruch waren Reisende betroffen, die zwischen dem 10. Juni und dem 7. August 2004 in einem Hotel im Ägyptischen Hurghada Urlaub gemacht hatten. Die Touristen erkrankten im Zeitraum August und September. 350 Fälle sind dem RKI in diesem Zusammenhang bekannt: 271 Primär- und sieben Sekundärfälle in Deutschland, 59 Primär- und 13 Sekundärfälle in acht weiteren europäischen Ländern."
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