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Morgen, am Donnerstag, dem 23. März, um 19:30 Uhr, läuft bei Deutschlandradio Kultur ein Feature in der Reihe "Forschung und Gesellschaft":
Text aus dem Programmheft:
Apparatewunder und Einsamkeit - Vom Fortschritt der Medizintechnik
Text aus dem Programmheft:
"Blutbild" und "Röntgenbild" - das gehört für jeden Arzt ganz selbstverständlich zur Behandlung dazu - nicht aber das "Wertebild" des Patienten. Gerade das aber wäre vor allem am Ende des Lebens wichtig für die Entscheidung des Arztes: Soll er, darf er alles einsetzen, was die moderne Medizin an Apparaten und Technik vorhält? Um Innovationen in der Medizintechnik, die damit verbundenen Hoffnungen, aber auch deren Grenzen geht es in diesem Feature.
Posted by Ishtar on Wednesday, March 22. 2006 at 00:35 in Vermischtes
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SSRI in der späten Schwangerschaft schlecht fürs Kind
Ein aktueller Artikel aus dem Ärzteblatt bringt mich gleich in zweifacher Hinsicht zum Kopfschütteln. Auszug:
Das erste was ins Auge sticht ist die starke Häufung vonFachchinesisch Medizinerlatein. Es ist ja nichts dagegen einzuwenden, daß ein Fachblatt sich einer gewissen Fachsprachlichkeit bedient, aber man kann es auch übertreiben. Zum Beispiel existieren so schöne Wörter wie Häufigkeit (statt Inzidenz), Kinderärztin (Pädiaterin) oder Erweiterung (statt Dilatation), und bei "Exposition mit Antidepressiva" verlässt es mich völlig... die schwangere Patientin wurde nicht "dem Medikament ausgesetzt" das irgendwo durchs All schwebte, sondern sie hat es - vermutlich aufgrund ärztlicher Verordnung - eingenommen.
Womit wir beim zweiten Punkt wären... welcher Arzt verordnet um Himmels willen einer hochschwangeren Patientin Medikamente, die dermaßen massiv in endokrinologische Vorgänge eingreifen? Eine Schwangerschaft ist eine so starke hormonelle und psychische Veränderung, daß Eingriffe in den ohnehin labilen Neurotransmitterhaushalt sich per se verbieten sollten; und jede Frau die einigermaßen bei Sinnen ist sollte wissen, daß alle Arten von verabreichten Medikamenten im Körper einer Schwangeren (und damit im Blutkreislauf des Kindes) nur im absoluten Notfall etwas verloren haben...
Das soll nun nicht rechtfertigen, daß den Kindern spätere Schäden bleiben durch eine medizinisch notwendige Behandlung der Mutter, aber die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer solchen Medikation sollte man sich meines Erachtens als allererstes stellen...
Die Exposition mit Antidepressiva aus der Gruppe der SSRI in der Spätschwangerschaft kann möglicherweise eine schwere pulmonale Hypertonie des Neugeborenen auslösen. Die Erkrankung ist selten, kann aber tödlich verlaufen, weshalb die Ergebnisse einer Fall-Kontroll-Studie im New England Journal of Medicine (2006; 354: 579-587) die US-amerikanische Aufsichtsbehörde FDA auf den Plan gerufen hat.
Die Pädiaterin Christina Chambers von der Universität von Kalifornien in San Diego hatte 377 Frauen befragt, deren Kinder nach der Geburt eine primäre pulmonale Hypertonie des Neugeborenen (PPHN) entwickelt hatten. Diese Erkrankung ist relativ selten, aber gravierend. Die Inzidenz wird auf 1 bis 2 pro 1.000 Geburten geschätzt, von denen 10 bis 20 Prozent an den Folgen einer respiratorischen Insuffizienz sterben. Ursache ist eine fehlende Dilatation der Lungengefäße nach der Geburt.
Das erste was ins Auge sticht ist die starke Häufung von
Womit wir beim zweiten Punkt wären... welcher Arzt verordnet um Himmels willen einer hochschwangeren Patientin Medikamente, die dermaßen massiv in endokrinologische Vorgänge eingreifen? Eine Schwangerschaft ist eine so starke hormonelle und psychische Veränderung, daß Eingriffe in den ohnehin labilen Neurotransmitterhaushalt sich per se verbieten sollten; und jede Frau die einigermaßen bei Sinnen ist sollte wissen, daß alle Arten von verabreichten Medikamenten im Körper einer Schwangeren (und damit im Blutkreislauf des Kindes) nur im absoluten Notfall etwas verloren haben...
Das soll nun nicht rechtfertigen, daß den Kindern spätere Schäden bleiben durch eine medizinisch notwendige Behandlung der Mutter, aber die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer solchen Medikation sollte man sich meines Erachtens als allererstes stellen...
Arzt haftet für fehlgeschlagene Verhütung
Aus dem Handelblatt:
(voller Artikel hier)
Ich finde das Urteil in mehrererlei Hinsicht interessant.
Irgendwie kann ich mich über das Urteil nicht freuen.
Damit gab das OLG einer jungen Frau Recht, die im Jahr 2002 einen Sohn bekommen hatte. Die damals 21-Jährige hatte sich zuvor von einem Gynäkologen ein langwirkendes Verhütungsmittel (Kontrazeptivum) in einem Plastikröhrchen oberhalb der Ellenbeuge unter die Haut einsetzen lassen, weil sie in ihrer erst wenige Monate alten Beziehung nicht schwanger werden und außerdem einen guten Job antreten wollte. Der Eingriff schlug fehl, die Frau wurde schwanger. (Az: 13 U 134/04 vom 1. Februar 2006)
Das Gericht bekräftigte im Anschluss an frühere Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts und des Bundesgerichtshof (BGH), dass die Unterhaltslast für das ungewollte Kind „einen Schaden im Rechtssinne darstellt“.
(voller Artikel hier)
Ich finde das Urteil in mehrererlei Hinsicht interessant.
- Es ist positiv, daß hier ein Gericht einen Arzt für seine (Fehl-) Leistung haftbar macht. Es wäre wünschenswert, wenn die Gesetzeshüter auch bei anderen Fehlleistungen von Ärzten so konsequent pro Patient entscheiden würden.
- Aber, und das erstaunt mich an der Sache - alle Verhütungsmethoden, einschließlich der Sterilisation (mit Ausnahme einer Totaloperation der Frau) haben ein gewisses Restrisiko, über das ein(e) Patient(in) zu informieren ist. Wie sehr muß der Arzt gepfuscht haben, um dennoch verurteilt zu werden? Hormonelle Verhütung ist unzuverlässig und stellt per se einen möglicherweise schädlichen Eingriff in den Körper des Patienten dar, der die Berufsethik berührt. Des weiteren ist bekannt, daß Implantate dieser Art in genügend Fällen aufgrund individueller Faktoren unzuverlässig arbeiten können (von den Nebenwirkungen ganz zu schweigen),
- Wenn Ärzte für die Unterhaltskosten von ihnen verursachter Kinder haftbar gemacht werden, ist die Frage, wie viele Ärzte in Zukunft noch ohne einen 70seitige Rechtliche Absicherung und erhöhte Versicherungsprämien der Berufshaftpflicht ein solches Risiko für ihr eigenes Leben auf sich nehmen.
- Wenn die frischgebackenen Eltern die offenbar weder Kind noch Partnerschaft wollten (herzlichen Glückwunsch) die Schwangerschaft unterbrochen hätten , wäre das langfristige "Schadens"-Potential (ein Kind ist also nach Rechtsauffassung ein wirtschaftlicher Schaden, und das mit Segen höchster Richter!) für die Eltern wie für den behandelnden Arzt deutlich niedriger ausgefallen.
- Zu guter Letzt... Verhütung ist natürlich auch hier exklusiv und mit einem schädlichen Eingriff allein Sache der Frau...
Irgendwie kann ich mich über das Urteil nicht freuen.
Posted by Ishtar on Saturday, February 4. 2006 at 08:41 in Gesundheitspolitik
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Österreich bekommt Patientenverfügung
Die [österreichische] Regierung hat am Donnerstag die so genannte "Patientenverfügung" beschlossen. Damit soll - für den Fall, dass man selbst nicht mehr in der Lage sein sollte, das zu entscheiden - vorsorglich festgelegt werden können, welche medizinischen Behandlungsmethoden abgelehnt werden.. -- Quelle: Kleine Zeitung
Der Weg zu dieser "Stärkung der Patientenrechte" ist allerdings steinig. Die Erklärung kann nur von voll mündigen Erwachsenen abgegeben werden; vorausgegangen sein muß ein umfassendes Beratungsgespräch mit einem behandelnden Arzt, und erklären muß der Patient seinen Willen vor einem Notar, Rechtsanwalt oder der Patientenanwaltschaft. sind alle Formalien erfüllt, gilt die Erklärung für fünf Jahre, danach muß sie erneuert werden.
Wenn nicht alle Formalien eingehalten wurden (also zB. eine Erklärung nicht erneuert wurde), gilt die Verfügung nicht mehr als 'verbindlich', sondern als 'beachtlich' - also als "Orientierungshilfe bei der Ermittlung des mutmaßlichen Patientenwillens".
Posted by Ishtar on Friday, February 3. 2006 at 08:30 in Aus aller Welt
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Defined tags for this entry: Patienten
Kosten, Kranke, Korruption
In der Berliner Morgenpost heute zu lesen:
Was muß man sich unter Korruption vorstellen?
Wegen der Korruption im internationalen Gesundheitswesen haben Millionen Menschen keine ausreichende medizinische Versorgung. Zudem fördert dieser Zustand die Verbreitung resistenter und tödlicher Krankheitserreger, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht der in Berlin ansässigen Organisation Transparency International (TI) hervorgeht. "Korruption im Gesundheitssektor kostet mehr als Geld", erklärte TI-Chefin Huguette Labelle. "Der Preis für die Korruption im Gesundheitswesen wird in menschlichen Leben bezahlt."
Was muß man sich unter Korruption vorstellen?
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Posted by Ishtar on Thursday, February 2. 2006 at 07:56 in Aus aller Welt, Gesundheitspolitik, Krankenkassen, Pharmaindustrie, Vermischtes
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Schmidt: Mehr Geld für Ärzte
Ulla Schmidt:
Das ist das erste Vernünftige was ich seit Wochen aus dem Gesundheitsministerium höre.
Dummerweise schleichen sich mir da gleich wieder Hintergedanken isn Hirn: ist das jetzt Schmidts Beschwichtigungsansprache an streikende Ärzte, oder vielleicht nur ein neuer Trick, das Geld aus der Tasche des Patienten in die des Behandlers zu befördern?
Fakt ist, die Pharmakonzerne werden wenig begeistert sein, wenn man ihnen an die Pfründe will, und das Geld muß irgendwoher kommen. Tatsache ist auch, daß schon lange überfällig ist, daß Ärzte für ihre wichtigste Leistung, nämlich die (immer seltener und knapper werdende) Kommunikation mit dem Patienten, das Zuhören und ernst Nehmen, überhaupt nicht entlohnt werden - daran muß sich dringend etwas ändern. Die GOÄ braucht einen Punkt "therapeutisches Gespräch, 15 Minuten" der auch schon mal für 30 Minuten pro Arztbesuch eingesetzt werden dürfte. Wie wäre es mit der Streichung der Rezeptgebühr? Ärzte würden sich zweimal überlegen, ein Rezept auszustellen. wenn es ihnen nichts einbringt, und den Patienten lieber zu anderen Dingen ermutigen, die seiner Heilung zuträglich wären.
Aber so viel Reformwille ist wohl von keinem Politiker zu erwarten - die jeweilige Partei müßte nämlich anschließend ohne Zuwendungen von Bayer. Hoechst, Novartis und Co. auskommen, und auch ein Aufschub gesetzlicher Neuregelungen für Preissenkungen bei Medikamenten war beispielsweise den Pharmakonzernen noch 2003 einen kleinen Zuschuß in die Kasse der Bundesregierung von rund 200 Mio Euro wert.
"Ich halte es nicht für richtig, dass wir mehr Geld für Arzneimittel ausgeben als für die gesamte Honorierung der niedergelassenen Ärzte." -- zitiert nach Focus/Ärzteblatt.
Das ist das erste Vernünftige was ich seit Wochen aus dem Gesundheitsministerium höre.
Dummerweise schleichen sich mir da gleich wieder Hintergedanken isn Hirn: ist das jetzt Schmidts Beschwichtigungsansprache an streikende Ärzte, oder vielleicht nur ein neuer Trick, das Geld aus der Tasche des Patienten in die des Behandlers zu befördern?
Fakt ist, die Pharmakonzerne werden wenig begeistert sein, wenn man ihnen an die Pfründe will, und das Geld muß irgendwoher kommen. Tatsache ist auch, daß schon lange überfällig ist, daß Ärzte für ihre wichtigste Leistung, nämlich die (immer seltener und knapper werdende) Kommunikation mit dem Patienten, das Zuhören und ernst Nehmen, überhaupt nicht entlohnt werden - daran muß sich dringend etwas ändern. Die GOÄ braucht einen Punkt "therapeutisches Gespräch, 15 Minuten" der auch schon mal für 30 Minuten pro Arztbesuch eingesetzt werden dürfte. Wie wäre es mit der Streichung der Rezeptgebühr? Ärzte würden sich zweimal überlegen, ein Rezept auszustellen. wenn es ihnen nichts einbringt, und den Patienten lieber zu anderen Dingen ermutigen, die seiner Heilung zuträglich wären.
Aber so viel Reformwille ist wohl von keinem Politiker zu erwarten - die jeweilige Partei müßte nämlich anschließend ohne Zuwendungen von Bayer. Hoechst, Novartis und Co. auskommen, und auch ein Aufschub gesetzlicher Neuregelungen für Preissenkungen bei Medikamenten war beispielsweise den Pharmakonzernen noch 2003 einen kleinen Zuschuß in die Kasse der Bundesregierung von rund 200 Mio Euro wert.
Posted by Ishtar on Tuesday, January 31. 2006 at 08:55 in Gesundheitspolitik
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Radiotipp: DLF - Sprechstunde - Leben nach dem Krebs
Morgen, am Dienstag, dem 31. Januar, bringt der Deutschlandfunk im Rahmen seiner Sendung "Journal am Vormittag" die
Sprechstunde: Leben nach dem Krebs
10:10 Uhr bis 11:30 Uhr, Deutschlandfunk
Studiogast: Dr. Hans-Joachim Gebest, Leiter des Krebsinformationsdienstes am Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg
Moderation:Carsten Schroeder
Hörertel.: 00800 - 44 64 44 64
Hörerfax: 00800 - 44 64 44 65
Posted by Ishtar on Monday, January 30. 2006 at 10:15 in Vermischtes
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4 Milliarden für die Gesundheitskarte
Aus der Financial Times:
Verkauft wird dem Patienten (der keine Wahl hat, insofern wird sie uns aufgezwungen) die Karte als das ultimative Mittel zur Kosteneinsparung und natürlich dient das Ganze allein zum Segen des Patienten und zur Gesundung des Gesundheitswesens.Vor gar nicht allzu langer Zeit bezifferte das Bundesgesundheitsministerium die Kosten noch auf 1,4 Mrd. Euro, u.A. unter Auslassung der investiven und laufenden Kosten für Arztpraxen.
Kostensteigerungen bei der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte könnten sich in den kommenden Jahren zu einer Belastung für die gesetzlichen Krankenkassen entwickeln. Nach Schätzung des Verbands der privaten Krankenversicherung (PKV) werden die Kosten für die Ausgabe der 80 Millionen Karten und den Aufbau der Infrastruktur bei 4 Mrd. Euro liegen.
Verkauft wird dem Patienten (der keine Wahl hat, insofern wird sie uns aufgezwungen) die Karte als das ultimative Mittel zur Kosteneinsparung und natürlich dient das Ganze allein zum Segen des Patienten und zur Gesundung des Gesundheitswesens.Vor gar nicht allzu langer Zeit bezifferte das Bundesgesundheitsministerium die Kosten noch auf 1,4 Mrd. Euro, u.A. unter Auslassung der investiven und laufenden Kosten für Arztpraxen.
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Posted by Ishtar on Saturday, January 28. 2006 at 05:52 in Gesundheitspolitik, Krankenkassen
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Jörg Blech - Heillose Medizin
Jörg Blech, Wissenschaftsjournalist in Diensten von Stern, ZEIT und zuletzt dem SPIEGEL, untertitelt sein Buch mit "Fragwürdige Therapien und wie Sie sich davor schützen können". Sehr viel prägnanter allerdings ist sein Einleitungssatz in das Buch:
Das muß man erst mal wirken lassen. Den Beleg für diesen Satz liefert das Buch mehr als einmal. Da wären die Fachärzte zu nennen, die sich in mehrheitlich großer Zahl den gepriesenen Standardtherapien ihrer eigenen Profession nicht unterziehen würden, müssten sie die Entscheidung treffen, da ist die Tatsache, daß gebildete Menschen deutlich seltener invasiven und schädlichen Therapien ausgesetzt werden, aber auch die Tendenz, Wohlhabenden mit vorgegaukelten sinnlosen Sonderleistungen in die Geldbeutel zu greifen.
Blech hat für sein Buch Experten befragt, allesamt Mediziner und Spezialisten in ihrer Disziplin. Viele davon sind an Unikliniken tätig und selbst oft kritisch, was den lässigen Umgang ihrer Zunftgenossen mit Medikamenten und Operationen angeht.
"Je schlechter Menschen informiert sind, desto häufiger werden sie medizinisch behandelt."
Das muß man erst mal wirken lassen. Den Beleg für diesen Satz liefert das Buch mehr als einmal. Da wären die Fachärzte zu nennen, die sich in mehrheitlich großer Zahl den gepriesenen Standardtherapien ihrer eigenen Profession nicht unterziehen würden, müssten sie die Entscheidung treffen, da ist die Tatsache, daß gebildete Menschen deutlich seltener invasiven und schädlichen Therapien ausgesetzt werden, aber auch die Tendenz, Wohlhabenden mit vorgegaukelten sinnlosen Sonderleistungen in die Geldbeutel zu greifen.

Jörg Blech - Heillose Medizin
Blech hat für sein Buch Experten befragt, allesamt Mediziner und Spezialisten in ihrer Disziplin. Viele davon sind an Unikliniken tätig und selbst oft kritisch, was den lässigen Umgang ihrer Zunftgenossen mit Medikamenten und Operationen angeht.
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Posted by Ishtar on Saturday, January 14. 2006 at 14:43 in Vermischtes
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Defined tags for this entry: Bücher, Chirurgie, Gynäkologie, Kardiologie, Kosten, Krebs, Medikamente, Orthopädie, Osteoporose, Patienten, Pharmaindustrie
Zuzahlungsregelung unter der Lupe
Die CDU hat vorgeschlagen, die bestehenden Zuzahlungsregelungen für Medikamente zu ändern. Das entbehrt nicht einer gewissen Komik, denn diese Regelungen gehen im wesentlichen auf einen Vorschlag der Union zurück. Momentan bezahlen Patienten 5 Euro zu jedem Medikament dazu, egal ob das Medikament 5 oder 50 Euro kostet. Durch eine Anpassung der Zuzahlungsregelung sollen die Patienten (ahja?) ermutigt werden, dem günstigeren Medikament den Vorzug zu geben. Über eine Absenkung der Zuzahlung für niedrigpreisige Medikamente wird nachgedacht. Da das Zuzahlungsvolumen jedoch gleich bleiben soll, wird es im Endeffekt wohl auf eine proportionale Zahlung hinauslaufen, mit anderen Worten, wer teure Medikamente braucht, muß tiefer in die Tasche greifen.
So sehr ich dafür bin, günstige Medikamente einzusetzen, so sehr frage ich mich doch, wem diese Regelung letztendlich dient und wen sie erziehen soll.
So sehr ich dafür bin, günstige Medikamente einzusetzen, so sehr frage ich mich doch, wem diese Regelung letztendlich dient und wen sie erziehen soll.
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Posted by Ishtar on Saturday, January 7. 2006 at 09:01 in Gesundheitspolitik
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