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2007. die Gesundheitsreform und das Medblog
Ich wünsche allen Lesern des Medblogs ein gutes und vor allem gesundes Jahr 2007.
2007 wird sich einiges ändern, zu diesen uns ins Haus stehenden Änderungen gehört auch die Gesundheitsreform. Dachte ich zumindest mal. Dachten wir alle mal. Und in der Tat merken wir, dass sich etwas tut - an steigenden Beiträgen für ein Gesundheitssystem, das denen die es bezahlen immer weniger bereit ist zurückzugeben. Und ab 2009 sollte, wird, würde, könnte ein Gesundheitsfonds angeblich "erstmals Finanzströme im Gesundheitssystem transparent" machen - jedenfalls will man uns das so verkaufen.
Es wird dreist beschönigt und gelogen, was das Zeug hält (hat bei Hartz IV ja auch funktioniert) - da werden zum Beispiel bei der Berechnung der Ausgaben für die Gesundheitskarte, die alles regeln soll, Kosten in Höhe von 585 Millionen bei einer Kalkulation schlicht vergessen oder Kosten für das Austatten der Rettungsdienste einfach wegignoriert, und der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. rechnet uns vor, dass zusätzliche Ausgaben von 15 Milliarden (!) Euro zu Kostensenkungen im Gesundheitswesen führen. Dabei wäre das alles ganz einfach gewesen, schon damals, als wir alle eine Krankenversicherungskarte ausgehändigt bekamen.
Deswegen mein ganz einfacher Reformvorschlag zum Jahr 2007: Alle Patienten müssen eine im Klartext formulierte Rechnung ihres Arztes gegenzeichnen und damit bestätigen dass sie die abgerechneten Leistungen auch tatsächlich erhalten haben, ehe der Arzt die Rechnung bei der Krankenkasse eintreiben kann. (Immerhin funkioniert das System bei privaten Krankenkassen ja auch, nur dass dort der Versicherte erst mal selbst die Rechnung begleichen darf.) Das hätte einige Folgen.
Aber natürlich kann man dem Patienten nicht zumuten mit so viel Wissen umzugehen, schließlich ist der Patient blöd und muß blöd gehalten werden.
Deswegen kriegen wir dann auch die Gesundheitskarte, weil: die macht ja alles besser. Am besten mit biometrischen Ausweisfunktionen, damit endlich dem bösen bösen das System mißbrauchenden Patienten auf die Finger gehauen werden kann, jawoll!
2007 wird sich einiges ändern, zu diesen uns ins Haus stehenden Änderungen gehört auch die Gesundheitsreform. Dachte ich zumindest mal. Dachten wir alle mal. Und in der Tat merken wir, dass sich etwas tut - an steigenden Beiträgen für ein Gesundheitssystem, das denen die es bezahlen immer weniger bereit ist zurückzugeben. Und ab 2009 sollte, wird, würde, könnte ein Gesundheitsfonds angeblich "erstmals Finanzströme im Gesundheitssystem transparent" machen - jedenfalls will man uns das so verkaufen.
Es wird dreist beschönigt und gelogen, was das Zeug hält (hat bei Hartz IV ja auch funktioniert) - da werden zum Beispiel bei der Berechnung der Ausgaben für die Gesundheitskarte, die alles regeln soll, Kosten in Höhe von 585 Millionen bei einer Kalkulation schlicht vergessen oder Kosten für das Austatten der Rettungsdienste einfach wegignoriert, und der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. rechnet uns vor, dass zusätzliche Ausgaben von 15 Milliarden (!) Euro zu Kostensenkungen im Gesundheitswesen führen. Dabei wäre das alles ganz einfach gewesen, schon damals, als wir alle eine Krankenversicherungskarte ausgehändigt bekamen.
Deswegen mein ganz einfacher Reformvorschlag zum Jahr 2007: Alle Patienten müssen eine im Klartext formulierte Rechnung ihres Arztes gegenzeichnen und damit bestätigen dass sie die abgerechneten Leistungen auch tatsächlich erhalten haben, ehe der Arzt die Rechnung bei der Krankenkasse eintreiben kann. (Immerhin funkioniert das System bei privaten Krankenkassen ja auch, nur dass dort der Versicherte erst mal selbst die Rechnung begleichen darf.) Das hätte einige Folgen.
- Patienten sähen mit eigenen Augen was bestimmte Leistungen kosten, und welche Leistungen dem Gesundheitssystem etwas wert sind und welche nicht. Sie bekämen ein realistisches Gefühl dafür, was der schnelle Arztbesuch tatsächlich kostet.
- Ärzte müssten gegenüber ihren Patienten erklären (a) was sie tun (b) warum sie es tun (c) welchen angeblichen oder echten Nutzen der Patient davon hat.
- Krankenkassen müssten die Zeit die ein Arzt für den Patienten aufbringt, endlich höher bewerten als den Einsatz eines technischen Gerätes.
- Der Abrechnungspfuscherei wäre ein Riegel vorgeschoben. Ich möchte nicht wissen, wie viele Leute die sich nur ein Rezept beim Arzt abgeholt haben, ob für Verhütung oder eine Dauermedikation, laut Papierpfad auch noch eine gynäkologische Regeluntersuchung, ein Beratungsgespräch oder ein EKG oder ähnliches "erhalten" haben...
Aber natürlich kann man dem Patienten nicht zumuten mit so viel Wissen umzugehen, schließlich ist der Patient blöd und muß blöd gehalten werden.
Deswegen kriegen wir dann auch die Gesundheitskarte, weil: die macht ja alles besser. Am besten mit biometrischen Ausweisfunktionen, damit endlich dem bösen bösen das System mißbrauchenden Patienten auf die Finger gehauen werden kann, jawoll!
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Posted by Ishtar on Friday, January 5. 2007 at 11:03 in Gesundheitspolitik, Vermischtes
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Defined tags for this entry: Gesundheitsversorgung, In eigener Sache, Kosten, Krankenkassen, Medblog, Politik
Blogroll updated
Kurzmeldung in eigener Sache:
Ich habe die Linkliste / Blogroll (links zu finden) mal überarbeitet und einige spannende Webseiten zu Medizin- und Gesundheitsthemen und verschiedene medizinische Blogs hinzugefügt.
Einen lesenswerten Artikel über medizinische Webseiten und Blogs (mit Links) hat BlogHer im Angebot:
Is there a doctor in the house? Natürlich ist auch das Medblog dort erwähnt
Ich habe die Linkliste / Blogroll (links zu finden) mal überarbeitet und einige spannende Webseiten zu Medizin- und Gesundheitsthemen und verschiedene medizinische Blogs hinzugefügt.
Einen lesenswerten Artikel über medizinische Webseiten und Blogs (mit Links) hat BlogHer im Angebot:
Is there a doctor in the house? Natürlich ist auch das Medblog dort erwähnt
Posted by Ishtar on Thursday, September 7. 2006 at 09:06 in Vermischtes
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Verstärkung fürs Medblog
Das Medblog hat eine neue Autorin, worüber wir uns natürlich sehr freuen! *Blumenstrauß überreich*. Sie wird uns allen ganz neue Blickwinkel zeigen können und - ach was rede ich: lassen wir sie sich selbst vorstellen.
Willkommen im Team, Brangäne.
Willkommen im Team, Brangäne.
Posted by Ishtar on Friday, March 31. 2006 at 10:42 in Vermischtes
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Defined tags for this entry: In eigener Sache, Medblog
In eigener Sache: Alternative URL
Seit heute existiert fürs Medblog auch die alternative - und etwas kürzere - URL http://med-blog.de/medblog/. Damit ist unsere Adresse hoffentlich etwas einprägsamer geworden und wir hoffen auf viele neue und treue Leser.
Posted by Mela on Wednesday, December 14. 2005 at 15:53 in Vermischtes
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Defined tags for this entry: In eigener Sache, Medblog
c't - Planet Blog
Das schreibt das renommierte Computer-Fachmagazin c't aus dem heise-Verlag in Hannover über's Medblog
Danke, c't!
Das Med-Blog (http://blog.lebensunfaehig.org/medblog) ist nicht etwa die Fortsetzung von Emergency Room in Blog-Form, sondern liefert Nachrichten aus der medizinischen Forschung in allgemein verständlicher Form.Interessanterweise listet der Artikel von Katharina Borchert (Lyssa von Lyssa's Lounge) auch medgadget.com, das sich schon lange in unserer Linkliste befindet - bei uns gefunden?
Danke, c't!
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