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Chipkarte um jeden Preis
Der Startschuss zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte soll allen Bedenken zum Trotz im April 2008 fallen. Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums bestätigte den Termin am Samstag. Zweifel daran meldete der Vorstandschef der Kaufmännischen Krankenkasse KKH, Ingo Kailuweit, an: Er rechnet wegen technischer Probleme nicht vor Mitte 2009 mit der bundesweiten Einführung der Karte.
Die neue Chipkarte für alle 80 Millionen Privat- und Kassenversicherten soll die bisherige Krankenversichertenkarte ersetzen. Derzeit wird das Projekt, dem die Ärzteschaft distanziert gegenüber steht, noch regional getestet. Die Mediziner bezweifeln den Nutzen der Karte sowie die Sicherheit der Patientendaten und halten zudem die Finanzierung für ungeklärt.
(Hervorhebungen durch mich),
Wieder einmal macht sich diese Regierung dadurch unsterblich, etwas um jeden Preis umzusetzen das weder sinnvoll noch technisch ausgereift ist, noch bei dem man die tatsächlichen Folgekosten absehen kann, aber auf jeden Fall wird dadurch alles besser, sicherer und natürlich auch kostengünstiger.
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Hilary vs. Public Health
Seine grundlegenden Überlegungen über die Funktionsweise der Gesundheits-"Industrie" und einer sozialen Krankenversicherung sind global, und ganz bestimmt für Deutschland, ebenso gültig.
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Lesetipp: Wundregeneration
Verband wechseln, lüften, trockenlegen – so behandelten die meisten Ärzte chronische Blessuren. Die Patienten litten oft jahrelang. Neuerdings gilt: Das Pflaster bleibt drauf.Und, vielleicht noch interessanter:
Dabei weiß man schon lange, wie Wunden am schnellsten heilen, und neue Hightechverbände machen die Behandlung besser und einfacher. Die Tücke liegt darin, dass sich allzu viele um die Wunden kümmern: Chirurgen und Gefäßspezialisten, Hautärzte und Internisten, Klinik- und Hausärzte und nicht zuletzt Pfleger. Da sind die Meinungen zahlreich, die Aufgaben oft nicht klar verteilt und Kompetenzen rasch empfindlich infrage gestellt. Abrechnungssystem und Zuweisungsstrategie machen die Sache zusätzlich kompliziert: Spezialisierte Wundzentren wie an der Hamburger Klinik könnten auch ambulante Patienten optimal versorgen, dürfen aber meist nicht. Hausärzte hingegen dürfen, doch ihr Budget reicht häufig nur für veraltete Methoden.Unter'm Strich bezahlen die Kassen (und damit wir) Milliarden Euro für eine schlechte (Wund-) Versorgung und deren Folgeschäden, dabei ginge es effizienter und mit sehr viel bessern Heilungsaussichten für den Patienten, wenn Wundversorgung in Deutschland in allen Fällen professionell und richtig, statt nach GOÄ gemacht würde. Wieder einmal wird offensichtlich, dass unser Gesundheitssystem an ganz anderen Dingen krankt als daran, dass Oma Kasuppke mal zum Arzt geht wenn sie einen Gesprächspartner braucht oder wir alle nicht bereit seien, aktiv was für unsere Gesundheit zu tun...
Lesenswert! Auch, weil man selbst mal eine Wundbehandlung brauchen könnte ... und sich mit dem Wissen aus diesem Artikel von keinem Pflegedienst mehr ein X für ein U vormachen lässt.
Gesundheitsreform und Maulkörbe
Die Gesundheitsreform hat eine weitere wichtige Hürde im Bundestag genommen. Zwei Tage vor der Schlussabstimmung billigten die Ausschüsse das neue Gesetz. Einige SPD-Politiker versagen der Reform aber weiterhin ihre Zustimmung.meldete die Rheinische Post gestern.
Das ist nichts Neues - neu hingegen ist das hier:
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2007. die Gesundheitsreform und das Medblog
2007 wird sich einiges ändern, zu diesen uns ins Haus stehenden Änderungen gehört auch die Gesundheitsreform. Dachte ich zumindest mal. Dachten wir alle mal. Und in der Tat merken wir, dass sich etwas tut - an steigenden Beiträgen für ein Gesundheitssystem, das denen die es bezahlen immer weniger bereit ist zurückzugeben. Und ab 2009 sollte, wird, würde, könnte ein Gesundheitsfonds angeblich "erstmals Finanzströme im Gesundheitssystem transparent" machen - jedenfalls will man uns das so verkaufen.
Es wird dreist beschönigt und gelogen, was das Zeug hält (hat bei Hartz IV ja auch funktioniert) - da werden zum Beispiel bei der Berechnung der Ausgaben für die Gesundheitskarte, die alles regeln soll, Kosten in Höhe von 585 Millionen bei einer Kalkulation schlicht vergessen oder Kosten für das Austatten der Rettungsdienste einfach wegignoriert, und der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. rechnet uns vor, dass zusätzliche Ausgaben von 15 Milliarden (!) Euro zu Kostensenkungen im Gesundheitswesen führen. Dabei wäre das alles ganz einfach gewesen, schon damals, als wir alle eine Krankenversicherungskarte ausgehändigt bekamen.
Deswegen mein ganz einfacher Reformvorschlag zum Jahr 2007: Alle Patienten müssen eine im Klartext formulierte Rechnung ihres Arztes gegenzeichnen und damit bestätigen dass sie die abgerechneten Leistungen auch tatsächlich erhalten haben, ehe der Arzt die Rechnung bei der Krankenkasse eintreiben kann. (Immerhin funkioniert das System bei privaten Krankenkassen ja auch, nur dass dort der Versicherte erst mal selbst die Rechnung begleichen darf.) Das hätte einige Folgen.
- Patienten sähen mit eigenen Augen was bestimmte Leistungen kosten, und welche Leistungen dem Gesundheitssystem etwas wert sind und welche nicht. Sie bekämen ein realistisches Gefühl dafür, was der schnelle Arztbesuch tatsächlich kostet.
- Ärzte müssten gegenüber ihren Patienten erklären (a) was sie tun (b) warum sie es tun (c) welchen angeblichen oder echten Nutzen der Patient davon hat.
- Krankenkassen müssten die Zeit die ein Arzt für den Patienten aufbringt, endlich höher bewerten als den Einsatz eines technischen Gerätes.
- Der Abrechnungspfuscherei wäre ein Riegel vorgeschoben. Ich möchte nicht wissen, wie viele Leute die sich nur ein Rezept beim Arzt abgeholt haben, ob für Verhütung oder eine Dauermedikation, laut Papierpfad auch noch eine gynäkologische Regeluntersuchung, ein Beratungsgespräch oder ein EKG oder ähnliches "erhalten" haben...
Aber natürlich kann man dem Patienten nicht zumuten mit so viel Wissen umzugehen, schließlich ist der Patient blöd und muß blöd gehalten werden.
Deswegen kriegen wir dann auch die Gesundheitskarte, weil: die macht ja alles besser. Am besten mit biometrischen Ausweisfunktionen, damit endlich dem bösen bösen das System mißbrauchenden Patienten auf die Finger gehauen werden kann, jawoll!
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Das Wort zum Sonntag: Armut und Krankheit, das dynamische Duo
Armut macht immer mehr Deutsche krank. Wer arbeitslos ist, braucht mehr Medikamente, erkrankt schneller psychisch oder stirbt früher. Wissenschaftler und Sozialverbände schlagen Alarm und üben harsche Kritik am Gesundheitssystem in der Bundesrepublik.schreibt die Financial Times.
Wer in Deutschland arm ist, hat ein doppelt so hohes Risiko, krank zu werden, wie Menschen mit höherem Einkommen – und eine um bis zu zehn Jahre geringere Lebenserwartungnotiert der Tagesspiegel, und weist auch gleich darauf hin, dass nicht nur jeder 5. Einwohner Berlins, sondern auch jedes 5. Kind in Deutschland in Armut lebt. Da stößt dann das kürzliche Urteil des Bundessozialgerichtes, das die Hartz IV-Sätze als verfassungsgemäß verabschiedete, doppelt sauer auf, denn
Gerade Kinder und Jugendliche würden am schlimmsten unter Armut leiden, da z.B. für Schulbedarf überhaupt kein Betrag im Eckregelsatz vorhanden sein. Zudem bekämen diese nur 60 bzw. 80 Prozent der Leistungen. -- Quelle: Erwerbslosenforum.de
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Kliniken verschwenden Milliarden
Das AOK-Institut legt einen neuen Krankenhausreport vor. Danach wären bei den deutschen Kliniken Einsparungen von fast vier Milliarden Euro in der Verwaltung möglich. Hauptproblem ist der Mangel an Effizienz.
-- Quelle: DIE WELT, image: annia316
Im Kreuzfeuer der Kritik stehen besonders nicht privatisierte Kliniken, die oft eine zu schwerfällige Bürokratie haben, das meiste Geld werde "in den Verwaltungsetagen" sinnlos verbraten.
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Dump-A-Patient
In einem der ärmsten Stadtteile von Los Angeles, salopp nur als 'skid row', etwa "Pennergegend" bezeichnet, liefern Ambulanzen und Krankenhäuser unerwünschte, nicht zahlungsfähige oder nicht krankenversicherte Patienten einfach ab, anders gesagt sie setzen sie vor Obdachlosencentern oder auch sonstwo einfach auf die Straße.
Während Offfizielle der betroffenen Krankenhäuser lautstark dementieren, sprechen die Aussagen von James Frailey, einem Angestellten einer privaten Krankentransportfirma, eine andere Sprache.
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Radiotipp: DLF - Marktplatz - Selbstbestimmt Leben
Morgen, am Donnerstag, dem 19. Oktober, bringt der Deutschlandfunk im Rahmen seiner Sendung
"Journal am Vormittag" den Marktplatz
Thema:
Selbstbestimmt leben - Hilfsmittel und Dienstleistungen für Behinderte und Pflegebedürftige
Am Mikrofon: Susanne Kuhlmann
Live von der Rehacare auf dem Messegelände in Düsseldorf
Hörertel.: 00800 - 44 64 44 64
Hörerfax: 00800 - 44 64 44 65
marktplatz@dradio.de
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The Town Of Allopath
animierter Film (mit Ton)
Storyboard / Farbcomic (ohne Ton)
Vorsicht, Satire!
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