Entries tagged as Korruption
Erwischt!
Eine Mitarbeiterin des schweizerischen Bundesamtes für Gesundheit (BAG) wurde entlassen, da sie offenbar Interna ausgeplaudert hat. Das ist im Prinzip eigentlich keine Nachricht wert - auch für deutsche Arbeitnehmer gelten Regelungen wie Geheimhaltungspflicht und Treuegebot.
Pikant ist allerdings, dass besagte Mitarbeiterin nicht die einzige ist, die "erwischt" wurde.
Die Initiative "Ja zur Komplementärmedizin" will die Schweizer Behörden und Krankenkassen dazu bringen, ein integratives medizinisches Modell anzustreben, in dem "Schulmedizin" und "alternative Medizin" gleichermassen angemessen berücksichtigt werden. Hier startet also eine Behörde, die eigentlich den Weisungen des Bundesrates und Parlamentes zu folgen hat, an den gewählten Volksvertretern und ihrer ausstehenden Entscheidung vorbei eine Kampagne gegen bestimmte Heilmethoden...
Von der Webseite des BAG:
Ich verstehe dass man der Mitarbeiterin technisch gesehen - kündigen musste. Eigentlich hätte sie aber ein Lob verdient.
Nicht nur in Deutschland tut es offenbar dringend Not, den Behörden genau auf die Finger zu schauen, besonders wenn sie an externe Firmen Aufträge vergeben...
Pikant ist allerdings, dass besagte Mitarbeiterin nicht die einzige ist, die "erwischt" wurde.
Sie hatte öffentlich gemacht, dass das BAG zur Bekämpfung der Initiative "Ja zur Komplementärmedizin" eine Zürcher PR-Firma engagierte. Pikant am Engagement der PR-Firma ist: Bis jetzt hat sich weder der Bundesrat noch das Parlament zur Initiative geäussert. Der Bundesrat hat bis Mitte September Zeit, dem Parlament eine Botschaft zuzuleiten. Danach wird sich dieses mit der Volksinitiative befassen. -- Quelle: Tages-Anzeiger
Die Initiative "Ja zur Komplementärmedizin" will die Schweizer Behörden und Krankenkassen dazu bringen, ein integratives medizinisches Modell anzustreben, in dem "Schulmedizin" und "alternative Medizin" gleichermassen angemessen berücksichtigt werden. Hier startet also eine Behörde, die eigentlich den Weisungen des Bundesrates und Parlamentes zu folgen hat, an den gewählten Volksvertretern und ihrer ausstehenden Entscheidung vorbei eine Kampagne gegen bestimmte Heilmethoden...
Von der Webseite des BAG:
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ist Teil des Eidgenössischen Departements des Innern. Es vertritt als nationale Behörde die Schweiz in Gesundheitsbelangen in internationalen Organisationen und gegenüber anderen Staaten. Im Landesinnern ist es - zusammen mit den Kantonen - verantwortlich für die öffentliche Gesundheit und für die Entwicklung der nationalen Gesundheitspolitik.
Ich verstehe dass man der Mitarbeiterin technisch gesehen - kündigen musste. Eigentlich hätte sie aber ein Lob verdient.
Nicht nur in Deutschland tut es offenbar dringend Not, den Behörden genau auf die Finger zu schauen, besonders wenn sie an externe Firmen Aufträge vergeben...
Posted by Ishtar on Wednesday, August 23. 2006 at 09:33 in Alternativ Heilen, Aus aller Welt, Gesundheitspolitik
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Qualität sichtbar machen
Qualität sichtbar machen steht auf der Startseite für den BQS-Qualitätsreport 2005, "mehr Informationen, mehr Transparenz" wird da versprochen und
Zumindest theoretisch.
Praktisch haben gerade einmal 30% aller Krankenhäuser an dieser Studie mitgewirkt, und von Qualität und Transparenz kann keine Rede sein.
Krankenhausunternehmen stellen ihre Qualität offensiv dar und scheuen sich dabei nicht, auch weniger gute Ergebnisse offen zu legen.
Zumindest theoretisch.
Praktisch haben gerade einmal 30% aller Krankenhäuser an dieser Studie mitgewirkt, und von Qualität und Transparenz kann keine Rede sein.
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Posted by Ishtar on Saturday, August 19. 2006 at 09:09 in Gesundheitspolitik
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Kosten, Kranke, Korruption
In der Berliner Morgenpost heute zu lesen:
Was muß man sich unter Korruption vorstellen?
Wegen der Korruption im internationalen Gesundheitswesen haben Millionen Menschen keine ausreichende medizinische Versorgung. Zudem fördert dieser Zustand die Verbreitung resistenter und tödlicher Krankheitserreger, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht der in Berlin ansässigen Organisation Transparency International (TI) hervorgeht. "Korruption im Gesundheitssektor kostet mehr als Geld", erklärte TI-Chefin Huguette Labelle. "Der Preis für die Korruption im Gesundheitswesen wird in menschlichen Leben bezahlt."
Was muß man sich unter Korruption vorstellen?
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Posted by Ishtar on Thursday, February 2. 2006 at 07:56 in Aus aller Welt, Gesundheitspolitik, Krankenkassen, Pharmaindustrie, Vermischtes
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Ende der Geschenkekultur?
Eine Gruppe renommierter Ärzte, darunter Dr. Jerome Kassirer, ehemals Chefredakteur des New England Journal of Medicine; Dr. Jordan Cohen, Präsident der Association of American Medical Colleges und Dr. David Blumenthal, Leiter des Institute for Health Policy am Massachusetts General Hospital, haben in der aktuellen Ausgabe des Journal of the American Medical Association ein generelles Verbot von Geschenken an Ärzte durch Pharma- und Medizintech-Konzerne gefordert.
Amerikanische Pharmakonzerne investieren rund 21 Milliarden Dollar in Marketing, davon gehen 90 % an Ärzte.
Amerikanische Pharmakonzerne investieren rund 21 Milliarden Dollar in Marketing, davon gehen 90 % an Ärzte.
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Posted by Ishtar on Thursday, January 26. 2006 at 07:09 in Aus aller Welt, Pharmaindustrie
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Medikamentenskandal in Österreich
Zahlreiche österreichische Ärzte sollen Medikamente, die sie von Pharmafirmen gratis beziehen, an die Krankenkassen weiterverrechnen. Während der Pharmaverband betont, es handele sich um rechtlich abgesicherte und übliche Naturalrabatte im Rahmen einer 'freien Preisgestaltung', sehen das die Krankenkassen ein klein wenig anders.
Ins Rollen gebracht hat den Stein Hans Weiss, Co-Autor des Pharmaklassikers "Bittere Pillen", der behauptete, etwa 40 Prozent aller Medikamente in Österreich würden von den Pharmakonzernen verschenkt. Im Umkehrschluss seien die Medikamente etwa 40 Prozent zu teuer.
"Laut Ö1 prüft mittlerweile das Finanzministerium, ob es Beweise für Steuerhinterziehungen gibt. Das Büro für interne Angelegenheiten im Innenministerium prüft in Sachen Korruption, und auch die Staatsanwaltschaft Wien arbeite an einer Sachverhaltsdarstellung, denn die niederösterreichische Gebietskrankenkasse bereite eine erste Anzeige gegen einen Arzt vor." -- DiePresse.com
Ins Rollen gebracht hat den Stein Hans Weiss, Co-Autor des Pharmaklassikers "Bittere Pillen", der behauptete, etwa 40 Prozent aller Medikamente in Österreich würden von den Pharmakonzernen verschenkt. Im Umkehrschluss seien die Medikamente etwa 40 Prozent zu teuer.
Posted by Ishtar on Wednesday, July 20. 2005 at 15:18 in Pharmaindustrie
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Defined tags for this entry: Gesundheitsversorgung, Korruption, Krankenkassen, Medikamente, Pharmaindustrie, Politik
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