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Radiotipp: DLF - Sprechstunde: Hepatitis
Morgen, am Dienstag, dem 7. November, bringt der Deutschlandfunk im Rahmen seiner Sendung "Journal am Vormittag" die
Sprechstunde: Hepatitis
10:10 Uhr bis 11:30 Uhr, Deutschlandfunk
Studiogast: Prof. Dr. med. Michael Manns, Direktor der Abt. Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie,Medizinische Hochschule Hannover
Moderation: Carsten Schroeder
Hörertel.: 00800 - 44 64 44 64
Hörerfax: 00800 - 44 64 44 65
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Vorsicht Muscheln!
"Hauptsache, nicht roh!", lautete ein gängiger Rat vor dem Verzehr von Meeresfrüchten aus dem Mittelmeer-Raum. Eine italienische Studie hat dies widerlegt und gleichzeit herausgefunden, wie man Muscheln trotzdem essen kann. - Quelle: Süddeutsche Zeitung
Die Kurzfassung: Auch Kochen tötet den Hepatitis-A-Erreger nicht, jedenfalls nicht bei herkömmlichen Zubereitungsarten. Sowohl gekochte als auch gegrillte Muscheln erreichen etwa eine Kerntemperatur von 70 Grad C, um den Virus zu erlegen, sind jedoch für "längere Zeit" 85°C vonnöten. Unbedenklich sind dagegen Spaghetti Vongole bzw. alle Arten von Zubereitungen, bei denen die Muscheln lange in Sauce mitgekocht wurden.
Die Forscher empfehlen Meeresfrüchteliebhabern mit Ziel Mittelmeer, sich vorsorglich gegen Hepatitis-A impfen zu lassen.
(...) neue Studien zeigten, dass Muscheln und Meeresfrüchte aus dem Mittelmeerraum und Nordafrika nach wie vor zu mindestens 20 Prozent mit Hepatitis -A-Viren verseucht sind. „Und dabei wurden nur Proben aus den sauberen Gewässern der Klasse A und B untersucht. Vor allem die so genannten Venusmuscheln waren belastet. Aber auch in den bekannten Miesmuscheln reichert sich das Virus an, und sogar mit Gelbsuchterregern infizierte Austern wurden gefunden.“
Voller Artikel in der Süddeutschen:
Hepatitis A - Kochen schützt nicht vor Gelbsucht
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437 Millionen Dollar für die Forschung
In der Ausschreibungsphase erreichten die Stiftung 1.500 Vorschläge aus 70 Ländern - ausgewählt wurden bislang 43 Projekte, darunter z.B. die Stammzellenforschung am California Institute of Technology. Andere Forscher befassen sich mit Impfstoffen, die nicht gekühlt werden müssen, was insbesondere in der dritten Welt einen großen Fortschritt bei Impfprogrammen mit sich brächte.
Ziel der Gates' ist es, die medizinische Grundlagenforschung zu fördern, die weltweit das Leben von Menschen verbessern soll. Die Stiftung unterstützt zum Beispiel Forscher im Kampf gegen Malaria, Lepra und Schlafkrankheit. Ein weiteres unterstütztes Projekt ist die AERAS Global TB Vaccine Foundation (AERAS), die sich auf die Entwicklung neuartiger Impfstoffe zur Bekämpfung von Tuberkulose in Ländern der Dritten Welt spezialisiert hat.
Ein gutes Beispiel für die Ziele der Foundation ist PATH - die PATH Malaria Vaccine Initiative (MVI) - ein globales Programm, das durch eine Anfangsbeihilfe in Höhe von 50 Millionen US$ von der Bill & Melinda Gates Foundation ins Leben gerufen wurde, die später einen Zuschuss von weiteren 100 Millionen US$ gewährte.
Zu den Ausschreibungsgewinnern gehört auch die Deutsche Gesellschaft für Biotechnologische Forschung GBF, die gemeinsam mit der Medizinischen Hochschule in Hannover an einem Impfstoff gegen Hepatitis C arbeitet.
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Hepatitis - die unentdeckte Seuche
Müdigkeit und Abgeschlagenheit, ein allgemeines Krankheitsgefühl mit Fieber, vielleicht Erbrechen, so unspezifisch kann sich eine gefährliche Virusentzündung der Leber ankündigen. Selbst von Ärzten wird die Krankheit in diesem Stadium oft mit einem harmlosen grippalen Infekt verwechselt. Am heimtückischsten verläuft eine Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus: In 85 Prozent aller Fälle zeigen sich zunächst überhaupt keine Symptome. Unerkannte Infektionen führen dazu, daß ohne Wissen des Infizierten weitere Menschen angesteckt werden.
Insbesondere die Hepatitis C ist schwer zu behandeln und führt unter Umständen zu Leberzirrhose. Aber auch die gängigeren Typen - so sind fast die Hälfte aller 50jährigen in ihrem Leben schon einmal mit Hepatitis A in Kontakt gekommen - sind zählebige Erreger, die sich einer Bekämpfung widersetzen und ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellen. Gegen die Typen A und B existieren immerhin Impfungen, aber bei Hepatitis C gibt es 6 Unterarten mit mehr als 30 Varianten, so daß auch eine einmal durchlebte Infektion keine Immunisierung darstellt, und neuere Typen sind auf dem Vormarsch.
Theoretisch ist Hepatitis in Deutschland meldepflichtig, anscheinend werden aber bei weitem nicht alel Fälle an das Robert-Koch-Institut gemeldet. Auffällig ist insbesondere ein starker Anstieg der Hepatitis-C-Infektionen - und die Dunkelzifer dürfte noch höher liegen.
Umfangreiche informationen zu Hepatitis bietet das Hepatitis ABC
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Hepatitis A in Russland
Im Südwesten Russlands ist massenhaft Hepatitis A ausgebrochen. Über 460 Personen, darunter 117 Kinder, sind in der Region Twer mit Krankheitssymptomen ins Spital gebracht worden. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Interfax. In den kommenden Tagen werde die infektiöse Gelbsucht voraussichtlich täglich bei rund 40 Menschen ausbrechen. Danach werde die Zahl der Fälle noch weiter ansteigen, sagte Gouverneur Dmitri Selenin. Die gefährliche Leberinfektion soll durch ein verunreinigtes Bier ausgelöst worden sein. In Moskau wurde der Verkauf des Biers bereits gestoppt.(via news.search.ch)
Bier? 117 Kinder? Dass bei den Sekundärinfektionen die ganze Familie betroffen ist, ist klar, aber irgendwie habe ich den Verdacht dass da nicht nur die Eltern gebechert haben...
Neuer Warnhinweis auf Bierflaschen: Biertrinken könnte Ihre Gesundheit beeinträchtigen.
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Hepatitis, Ägyptenreisen und der Brotteig
Die Hepatitis (A) ist auf dem Vormarsch, vermeldet heute die Presse bezugnehmend auf ein Bulletin des Robert-Koch-Instituts. Hintergrund ist ein Anstieg der Infektionszahlen im letzten Jahr auf 1932 (zu 1368 im Vorjahr, also plus 41 Prozent).
Beispielhaft (und etwas ergiebiger und differenzierter) dazu die FAZ:
"Das RKI führt den Anstieg der Infektionen auf zwei große Ausbrüche zurück.
Der erste - 64 Fälle in sechs Landkreisen - ereignete sich im März und April 2004 im südlichen Nordrhein-Westfalen und im nördlichen Rheinland-Pfalz. Angesteckt hatten sich die Betroffenen wahrscheinlich über den Brotteig einer Großbäckerei, der durch einen erkrankten Angestellten kontaminiert worden war.
Vom zweiten Hepatitis-A-Ausbruch waren Reisende betroffen, die zwischen dem 10. Juni und dem 7. August 2004 in einem Hotel im Ägyptischen Hurghada Urlaub gemacht hatten. Die Touristen erkrankten im Zeitraum August und September. 350 Fälle sind dem RKI in diesem Zusammenhang bekannt: 271 Primär- und sieben Sekundärfälle in Deutschland, 59 Primär- und 13 Sekundärfälle in acht weiteren europäischen Ländern."
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