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Aus dem Handelblatt:
(voller Artikel hier)
Ich finde das Urteil in mehrererlei Hinsicht interessant.
Irgendwie kann ich mich über das Urteil nicht freuen.
Damit gab das OLG einer jungen Frau Recht, die im Jahr 2002 einen Sohn bekommen hatte. Die damals 21-Jährige hatte sich zuvor von einem Gynäkologen ein langwirkendes Verhütungsmittel (Kontrazeptivum) in einem Plastikröhrchen oberhalb der Ellenbeuge unter die Haut einsetzen lassen, weil sie in ihrer erst wenige Monate alten Beziehung nicht schwanger werden und außerdem einen guten Job antreten wollte. Der Eingriff schlug fehl, die Frau wurde schwanger. (Az: 13 U 134/04 vom 1. Februar 2006)
Das Gericht bekräftigte im Anschluss an frühere Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts und des Bundesgerichtshof (BGH), dass die Unterhaltslast für das ungewollte Kind „einen Schaden im Rechtssinne darstellt“.
(voller Artikel hier)
Ich finde das Urteil in mehrererlei Hinsicht interessant.
- Es ist positiv, daß hier ein Gericht einen Arzt für seine (Fehl-) Leistung haftbar macht. Es wäre wünschenswert, wenn die Gesetzeshüter auch bei anderen Fehlleistungen von Ärzten so konsequent pro Patient entscheiden würden.
- Aber, und das erstaunt mich an der Sache - alle Verhütungsmethoden, einschließlich der Sterilisation (mit Ausnahme einer Totaloperation der Frau) haben ein gewisses Restrisiko, über das ein(e) Patient(in) zu informieren ist. Wie sehr muß der Arzt gepfuscht haben, um dennoch verurteilt zu werden? Hormonelle Verhütung ist unzuverlässig und stellt per se einen möglicherweise schädlichen Eingriff in den Körper des Patienten dar, der die Berufsethik berührt. Des weiteren ist bekannt, daß Implantate dieser Art in genügend Fällen aufgrund individueller Faktoren unzuverlässig arbeiten können (von den Nebenwirkungen ganz zu schweigen),
- Wenn Ärzte für die Unterhaltskosten von ihnen verursachter Kinder haftbar gemacht werden, ist die Frage, wie viele Ärzte in Zukunft noch ohne einen 70seitige Rechtliche Absicherung und erhöhte Versicherungsprämien der Berufshaftpflicht ein solches Risiko für ihr eigenes Leben auf sich nehmen.
- Wenn die frischgebackenen Eltern die offenbar weder Kind noch Partnerschaft wollten (herzlichen Glückwunsch) die Schwangerschaft unterbrochen hätten , wäre das langfristige "Schadens"-Potential (ein Kind ist also nach Rechtsauffassung ein wirtschaftlicher Schaden, und das mit Segen höchster Richter!) für die Eltern wie für den behandelnden Arzt deutlich niedriger ausgefallen.
- Zu guter Letzt... Verhütung ist natürlich auch hier exklusiv und mit einem schädlichen Eingriff allein Sache der Frau...
Irgendwie kann ich mich über das Urteil nicht freuen.
Posted by Ishtar on Saturday, February 4. 2006 at 08:41 in Gesundheitspolitik
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Pressen, Baby - oder doch nicht?
Durch aktives Pressen kann eine werdende Mutter den Geburtsvorgang beschleunigen. Das "Pressen" nach Anleitung des Partners oder der Hebamme unter Verwendung einer als Bauchpresse bekannten Technik ist Usus bei vielen Geburten. Dabei stemmen u.a. Geburtshelfer zur Unterstützung ihre Knie gegen den Bauch der Gebärenden.
Nach neuesten Erkenntnissen bringt die kürzere Geburt jedoch keine gesundheitlichen Vorteile für Mutter und Kind.
Nachdem homo sapiens 2 Millionen Jahre das Gebären ganz prima hinbekommen hat, verstehe ich ohnehin nicht, warum immer wieder Experten meinen, das besser zu können. Bei einer gesunden Frau sollte man(n) einfach der Natur freien Lauf lassen und die Frau gefälligst so gebären lassen, wie es für sie am angenehmsten ist.
Nach neuesten Erkenntnissen bringt die kürzere Geburt jedoch keine gesundheitlichen Vorteile für Mutter und Kind.
In der Studie, deren Ergebnisse Steven Bloom vom Southwestern Medical Center der Universität von Texas und Mitarbeiter, jetzt vorstellen, wurden 157 Erstgebärende mit unkompliziertem Schwangerschaftsverlauf gebeten, der Natur freien Lauf zu lassen. Sie durften pressen, wenn sie das Bedürfnis dazu hatten. Es wurde ihnen aber nicht aufgezwungen im Gegensatz zu 163 Schwangeren der Vergleichsgruppe, wo das aktive Pressen praktiziert wurde.
Im Ergebnis wurde durch das Pressen die zweite Phase der Entbindung um 13 Minuten (von 59 auf 46 Minuten) verkürzt. Andererseits stieg die Rate der Mekonium-Verfärbungen des Fruchtwassers. Ob Letzteres die Folge des Pressens war, bleibt jedoch fraglich, weil die Verfärbungen in den meisten Fällen vor dem aktiven Pressen bemerkt wurden. Doch die Verkürzung der Austreibung hatte weder für das Neugeborene noch für die Mutter positive Auswirkungen. Apgar-Sore und Nabelschnur-pH-Wert waren identisch. Es gab keine erhöhte Rate von Zangengeburten oder Kaiserschnitten, und die Rate der Dammverletzungen bei der Frau war gleich. Aus medizinischer Sicht besteht deshalb nach Ansicht von Bloom eigentlich kein Grund für das aktive Pressen. Bloom sieht sogar potenzielle Gefahren, ohne diese allerdings durch die Studie belegen zu können. Er glaubt, dass das Pressen möglicherweise für Störungen der Beckenbodenmuskulatur und damit für Harninkontinenzen verantwortlich sein könnte. -- Quelle: Ärzteblatt
Nachdem homo sapiens 2 Millionen Jahre das Gebären ganz prima hinbekommen hat, verstehe ich ohnehin nicht, warum immer wieder Experten meinen, das besser zu können. Bei einer gesunden Frau sollte man(n) einfach der Natur freien Lauf lassen und die Frau gefälligst so gebären lassen, wie es für sie am angenehmsten ist.
Posted by Ishtar on Wednesday, January 4. 2006 at 09:07 in Vermischtes
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Defined tags for this entry: Frauen, Gynäkologie
Jane Clarke - Fit mit BodyFoods für Frauen
Das Buch der Ernährungsberaterin Jane Clarke, die eine Ausbildung an der renommierten Cordon Bleu Küchenschule genossen hat und in Großbritannien als Kolumnistin aus Radio und Fernsehen bekannt ist, versucht, einen Gesamtüberblick über das Thema gesunde Ernährung zu bieten, der spezifisch für Frauen zugeschnitten ist.
Im Original lautet der Titel übrigens schlicht "Bodyfoods for Women". Warum der Verlag meinte, dem unbedingt das Adjektiv "fit" spendieren zu müssen, bleibt ebenso offen wie die Frage, für was Lebensmittel (foods) denn sonst taugen sollen, wenn nicht für den Körper (body).

Jane Clarke - Fit mit BodyFoods für Frauen
Im Original lautet der Titel übrigens schlicht "Bodyfoods for Women". Warum der Verlag meinte, dem unbedingt das Adjektiv "fit" spendieren zu müssen, bleibt ebenso offen wie die Frage, für was Lebensmittel (foods) denn sonst taugen sollen, wenn nicht für den Körper (body).
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Posted by Ishtar on Tuesday, January 3. 2006 at 07:39 in Vermischtes
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Prägung auf Esstörungen beginnt im Kleinkindalter
Wissenschaftler der Florida State University haben festgestellt, dass Eltern in den USA schon frühzeitig gesellschaftliche Stereotype auf ihre Kinder projizieren:
Sowohl Mütter als auch Väter berichteten über ihre Töchter, sie äßen genug oder zu viel, über die Söhne dagegen, sie äßen nicht genug, um mal starke Jungs zu werden. Bei gleichem BMI wurden die Kinder je nach Geschlecht als zu dünn oder zu dick eingestuft. Mit steigendem BMI (18 % der Kinder in der Studie waren übergewichtig) stiegen auch die Auseinandersetzungen der Eltern mit ihren Töchtern über das Essen, nicht jedoch mit den Söhnen.
Die Wissenschaftler befürchten, daß hier frühzeitig aufgrund von verinnerlichten gesellschaftlichen Schönheitsidealen die Weichen für Eßstörungen und auch Fehlernährung von Mädchen gelegt werden könnten.
Little girls as young as three are being cautioned by their parents to watch their weight, according to researchers here. At the same time, three-year-old boys are being urged to eat hearty and become big guys.
Florida State University investigators have found that parents fret that their three-year-old sons aren't eating enough and that their three-year-old daughters are eating too much.
Although there was no difference in the body mass index measurements between the three-year-old boys and girls, mothers reported that their daughters ate enough food, but their sons did not (p<.01), the researchers reported in the December issue of International Journal of Eating Disorders. -- (via medpagetoday.com, free subscription required)
Sowohl Mütter als auch Väter berichteten über ihre Töchter, sie äßen genug oder zu viel, über die Söhne dagegen, sie äßen nicht genug, um mal starke Jungs zu werden. Bei gleichem BMI wurden die Kinder je nach Geschlecht als zu dünn oder zu dick eingestuft. Mit steigendem BMI (18 % der Kinder in der Studie waren übergewichtig) stiegen auch die Auseinandersetzungen der Eltern mit ihren Töchtern über das Essen, nicht jedoch mit den Söhnen.
Die Wissenschaftler befürchten, daß hier frühzeitig aufgrund von verinnerlichten gesellschaftlichen Schönheitsidealen die Weichen für Eßstörungen und auch Fehlernährung von Mädchen gelegt werden könnten.
Posted by Ishtar on Friday, December 16. 2005 at 07:49 in Alles nur im Kopf, Aus aller Welt
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Eine kurze Geschichte vom Fisch
Wissenschaftler der Universität Harvard und anderer Universitäten haben untersucht, wie weit regelmäßiger Fischverzehr gesund oder auch schädlich für den Menschen ist. Ihre Arbeit galt vor allem einer Risikoabwägung - was wiegt schwerer, der Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch Fischverzehr, oder die Belastung des Körpers durch Schwermetalle, insbesondere Quecksilber? So gut wie alle Fischpopulationen in den Weltmeeren sind mit Quecksilber und Blei belastet.
Ihre Ergebnisse:
Auch Schwangeren bzw. gebärfähigen Frauen empfehlen die Wissenschaftler den Fischverzehr, sie sollten aber darauf achten, besonders stark mit Quecksilber und Blei belastete Fischsorten (z.B. Haifisch, Schwertfisch, Königsmakrele) zu meiden. Die möglichen langfristigen Auswirkungen einer Schwermetallvergiftung sind nach Aussage der Forscher weniger schwerwiegend als der Velust der protektiven Wirkungen von Fisch für die Gesamtgesundheit, insbesondere das kardiovaskuläre System.
Voller Artikel u.a. bei medpagetoday.com
Ihre Ergebnisse:
- Selbst der regelmäßige Verzehr kleiner Mengen Fisch senkt das Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben, um 17 %. Mit jeder weiteren Portion Fisch kann man das Risiko um weitere 3-4 Prozent reduzieren.
- Ein moderater Fischverzehr geht mit einer Absenkung des Risikos für nicht-tödliche Herzinfarkte um fast 30 % einher. Hier bringt eine weitere Erhöhung der Fischmenge keine messbaren Veränderungen des Risikos.
- Regelmäßiger Fischverzehr reduziert auch das Schlaganfall-Risiko um 12 %, mit weiteren Portionen Fisch die Woche um jeweils 2 % pro Fischmahlzeit.
Auch Schwangeren bzw. gebärfähigen Frauen empfehlen die Wissenschaftler den Fischverzehr, sie sollten aber darauf achten, besonders stark mit Quecksilber und Blei belastete Fischsorten (z.B. Haifisch, Schwertfisch, Königsmakrele) zu meiden. Die möglichen langfristigen Auswirkungen einer Schwermetallvergiftung sind nach Aussage der Forscher weniger schwerwiegend als der Velust der protektiven Wirkungen von Fisch für die Gesamtgesundheit, insbesondere das kardiovaskuläre System.
Voller Artikel u.a. bei medpagetoday.com
Posted by Ishtar on Saturday, October 22. 2005 at 08:08 in Vermischtes
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Ein Kind mit drei Eltern
Zwei britische Wissenschaftler haben eine neue Medizinethikdebatte entfacht, meldet die BBC. Hintergrund sind Versuche, Embryonen mit dem genetischen Material dreier Menschen zu erzeugen.
Voller Artikel bei BBC News (in Englisch).

Image: BBC
Voller Artikel bei BBC News (in Englisch).
Posted by Ishtar on Tuesday, September 13. 2005 at 08:54 in Aus aller Welt
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Medicaid und Abtreibungen
Der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates Kansas in den USA hat eine Klage eingereicht, nach der es illegal sein soll, dass der Bundesstaat bzw. Medicaid, eine Art staatlicher Krankenversicherung für Arme, für die Kosten von Abtreibungen aufkommt. Er begründet seine Klage damit, dass staatliche Finanzmittel für Abtreibungen dazu führten, dass der Staat das Leben von Menschen ohne juristische Prüfung beende. Die Klage impliziert also, dass bereits im Augenblick der Empfängnis ein Mensch / Bürger mit entsprechenden Rechten existiert, bzw. der Kläger versucht auf diesem Wege für diesen Standpunkt einen Präzedenzfall zu schaffen.
Medicaid finanziert - auf der Grundlage von Bundesgesetzen - Abtreibungen für sozial Schwache, wenn die Schwangerschaft durch Vergewaltigung zustande kam, durch Inzest oder wenn das Leben der Mutter durch die Schwangerschaft bedroht ist.
Mehr dazu bei medicalnewstoday.
Medicaid finanziert - auf der Grundlage von Bundesgesetzen - Abtreibungen für sozial Schwache, wenn die Schwangerschaft durch Vergewaltigung zustande kam, durch Inzest oder wenn das Leben der Mutter durch die Schwangerschaft bedroht ist.
Mehr dazu bei medicalnewstoday.
Posted by Ishtar on Tuesday, August 23. 2005 at 09:57 in Aus aller Welt
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Pommes frites erhöhen das Brustkrebsrisiko
Wieder einmal liefern die Daten der "Nurses Health Study", einer Langzeit-Studie über Ernährung und Gesundheit unter Zusammenarbeit mit 80.000 Krankenschwestern, neue Erkenntnisse. Forscher der Harvard Medical School haben nun einen Bezug zwischen dem Verzehr von Pommes Frittes in der Kindheit und Jugend und dem späteren Brustkrebsrisiko hergestellt.
Bereits eine Tüte Pommes pro Woche, verzehrt vor dem 5. Lebensjahr, kann das Brustkrebsrisiko einer Frau nach dem 60. Lebensjahr um 27 Prozent erhöhen, so die Forscher. Ausschlaggebend ist dabei wahrscheinlich die Zubereitungsmethode, die viele gesättigte Fette, Transfette und Acrylamid mit sich bringt.
Abstract der Studie:
Preschool diet and adult risk of breast cancer
International Journal of Cancer
Karin B. Michels, Bernard A. Rosner, Wm. Cameron Chumlea, Graham A. Colditz, Walter C. Willett
Bereits eine Tüte Pommes pro Woche, verzehrt vor dem 5. Lebensjahr, kann das Brustkrebsrisiko einer Frau nach dem 60. Lebensjahr um 27 Prozent erhöhen, so die Forscher. Ausschlaggebend ist dabei wahrscheinlich die Zubereitungsmethode, die viele gesättigte Fette, Transfette und Acrylamid mit sich bringt.
Abstract der Studie:
Preschool diet and adult risk of breast cancer
International Journal of Cancer
Karin B. Michels, Bernard A. Rosner, Wm. Cameron Chumlea, Graham A. Colditz, Walter C. Willett
Posted by Ishtar on Saturday, August 20. 2005 at 10:59 in Aus aller Welt
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Antibabypille - pro und kontra
Wie so oft erreicht die deutsche Presse eine Info, die im englischsprachigen Raum schon ein paar Tage vorliegt, mit ein wenig Verspätung.
Hier auszugsweise der Text der Meldung vom SWR:
Der Bericht erscheint im renommierten medizinischen Magazin The Lancet Oncology.
WebMD zitiert folgendermassen:
Wie so oft, ist die Frage pro oder kontra eine individuelle Risikoabschätzung... besonders im Hinblick auf die Tatsache, dass es genug Frauen gibt, die die Pille nicht primär der Verhütung wegen nehmen - für sie dürfte eine Empfehlung, ab dem 35. oder 40. Lebensjahr auf eine andere Verhütungsmethode umzusteigen, sehr hilfreich sein. -- Auch die Empfehlung, "Frauen sollten Nutzen und Risiken der Hormonpillen gemeinsam mit ihrem Arzt abwägen", wirkt nahezu lachhaft. Jeder, der über Jahre hinweg eine Dauermedikation egal welcher Art einnimmt, sollte diese und ihre möglichen Folgen sowie die Risikoabschätzung regelmässig mit dem Arzt abklären - das gilt nicht erst seit der Pille.
Hier auszugsweise der Text der Meldung vom SWR:
Die Internationalen Krebsforschungsagentur IARC hat eine Studie vorgelegt, nach der die Anti-Baby-Pille das Risiko erhöht, an einigen Krebsarten zu erkranken. Demnach wird durch die regelmäßige Einnahme von Verhütungsmitteln mit den kombinierten Hormonen Östrogen und Progesteron die Entstehung von Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs und Leberkrebs begünstigt. Zugleich sinke jedoch die Gefahr, an Eierstock- und Gebärmutterschleimhautkrebs zu erkranken, so die Wissenschaftler.
Die Forscher untersuchten auch die Hormonersatztherapie in den Wechseljahren mit Östrogen-Progesteron-Präparaten. Diese müsse als Krebs erregend eingestuft werden.
Der Bericht erscheint im renommierten medizinischen Magazin The Lancet Oncology.
WebMD zitiert folgendermassen:
The researchers write that combined estrogen-progestin birth control pills may "slightly" raise breast cancer risk in women currently or recently taking those pills. But the risk seems to drop back to normal 10 years after stopping the pill, write the researchers. The researchers note higher risks of cervical and liver cancers with combined birth control pills.
However, uterine and ovarian cancer risk is lower in women using birth control pills, they write.
Despite the slightly higher risk of some cancers, the overall risk of cancer from the pill is still low.
The IARC's assessment of cancer risk from birth control pills hasn't changed but now includes more types of cancer, write the researchers.
Wie so oft, ist die Frage pro oder kontra eine individuelle Risikoabschätzung... besonders im Hinblick auf die Tatsache, dass es genug Frauen gibt, die die Pille nicht primär der Verhütung wegen nehmen - für sie dürfte eine Empfehlung, ab dem 35. oder 40. Lebensjahr auf eine andere Verhütungsmethode umzusteigen, sehr hilfreich sein. -- Auch die Empfehlung, "Frauen sollten Nutzen und Risiken der Hormonpillen gemeinsam mit ihrem Arzt abwägen", wirkt nahezu lachhaft. Jeder, der über Jahre hinweg eine Dauermedikation egal welcher Art einnimmt, sollte diese und ihre möglichen Folgen sowie die Risikoabschätzung regelmässig mit dem Arzt abklären - das gilt nicht erst seit der Pille.
Wider die Totaloperation
Bislang ist es üblich, bei operativer Entfernung der Gebärmutter auch die Eierstöcke mit zu entfernen. Nach Erkenntnissen der Universität von Kalifornien in Los Angeles ist diese Praxis jedoch in den Fällen, in denen die Hysterektomie nicht wegen Krebs vorgenommen wurde, eher schädlich.
Allein in den USA werden jährlich rund 600.000 Operationen dieses Typs vorgenommen, 90 Prozent davon sind nicht auf Krebs zurückzuführen.
Verbleiben die Ovarien im Körper, erhöht sich zwar für die Frauen die Chance, an Krebs der Eierstöcke zu erkranken, etwas, gleichzeitig wird aber das Risiko, an Herzerkrankungen zu sterben, signifikant abgesenkt. Es sterben 25mal mehr Frauen an koronaren Erkrankungen als an Eierstock-Krebs.
Zurückzuführen ist der Effekt auf eine, wenn auch geringe, Ausschüttung von Östrogenen bzw. zwei Östrogenvorstufen, im Eierstock erzeugtem Testosteron und Androstenedion. Das Östrogen schützt auch Frauen weit jenseits der natürlichen Menopause gegen Herzerkrankungen und Osteoporose.
Voller Artikel bei Forbes.com
Allein in den USA werden jährlich rund 600.000 Operationen dieses Typs vorgenommen, 90 Prozent davon sind nicht auf Krebs zurückzuführen.
Verbleiben die Ovarien im Körper, erhöht sich zwar für die Frauen die Chance, an Krebs der Eierstöcke zu erkranken, etwas, gleichzeitig wird aber das Risiko, an Herzerkrankungen zu sterben, signifikant abgesenkt. Es sterben 25mal mehr Frauen an koronaren Erkrankungen als an Eierstock-Krebs.
Zurückzuführen ist der Effekt auf eine, wenn auch geringe, Ausschüttung von Östrogenen bzw. zwei Östrogenvorstufen, im Eierstock erzeugtem Testosteron und Androstenedion. Das Östrogen schützt auch Frauen weit jenseits der natürlichen Menopause gegen Herzerkrankungen und Osteoporose.
Voller Artikel bei Forbes.com
Posted by Ishtar on Tuesday, August 2. 2005 at 14:45 in Aus aller Welt
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