Entries tagged as Forschung
Gentechnik und die Folgen
Antibiotika - mehr fürs Geld
Angesichts einer in der aktuellen Ausgabe des renommierten Mediziner-Fachblatts The Lancet veröffentlichten Studie über den "ursächlichen Zusammenhang zwischen Antibiotikaverschreibung und -resistenz" (im Abstract und Artikel steht dann korrekterweise 'Gebrauch' stattt 'Verschreibung') überschlagen sich die Medien gerade mit Berichten zur Resistenzenbildung durch Antibiotika, und ich möchte frei nach Loriot einfach nur "Ach?" sagen.
Stellvertretend n-tv:
Vorsicht bei Antibiotika - Bakterien rasch resistent
Was bereits lange vermutet wurde, ist nun bewiesen: Der Einsatz von Antibiotika macht Bakterien rasch unempfindlich gegen einige dieser Substanzen. (...)Mediziner sollten deshalb genau überlegen, wie oft und für welche Fälle sie die Mittel einsetzen. Resistenzen führen zunehmend zu massiven Problemen, weil einige Antibiotika ihre Wirksamkeit gegen bestimmte Erreger komplett verloren haben.
[mode: Ironie] Nein, wirklich?! [mode: Ironie off]
Antidepressiva per Geschmackssinn auswählen?
Das zumindest hoffen britische Forscher, die mit gesunden Testpersonen Geschmackstests durchgeführt haben bei denen gezielt bestimmte Neurotransmitter im Hirn blockiert wurden.
Während Veränderungen des Geschmackssinns bislang vor allem zu den "Nebenwirkungen" bzw. Symptomen einer Depression / eines gestörten Neurotransmitterhaushaltes zählen, könnte genau diese Veränderung des Geschmackssinnes künftig dabei helfen, das am Besten wirkende Medikament auszuwählen.
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Migräne und Trexima
"Do you get a lot of migraines, Gil? You should ask your doctor for a prescription of sumatripton. works for me."- CSI, ep. 7x06: Burn Out
Gestern sah ich die oben genannte Folge CSI und machte mich neugierig auf die Suche nach Sumatripton. Sumatripton, oder bekannter unter seinem Markennamen Imitrex, manchmal auch als Sumatripan bezeichnet, wirkt am Serotoninrezeptor ähnlich wie auch Serotonin:
Imitrex mimics certain actions of serotonin, a naturally-occurring neurotransmitter that plays a role in several biological functions in the body, including some in the brain. Serotonin affects nerve cells by stimulating and interacting with various types of receptors, which in turn trigger certain responses in the cells.
Unlike other migraine medications, Imitrex selectively activates (as an agonist) the receptors that constrict blood vessels in the head, which are thought to be dilated and distended during a migraine attack. Because Imitrex is highly selective to a particular receptor (5-HT1), it is able to achieve increased therapeutic advantages. - Quelle: Glaxo Wellcome Pressemeldung
Nun ist Imitrex ein alter Hut für die meisten Migränepatienten, aber seit einiger Zeit macht eine Neuentwicklung bei Migränetabletten von sich reden: Trexima.
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Sonderausstellung: Computer.Medizin
Die Objekte sind spektakulär und die Darstellung einmalig: Die Sonderausstellung Computer.Medizin im Paderborner Heinz Nixdorf MuseumsForum präsentiert vom 25. Oktober bis 1. Mai den Einsatz moderner Computertechnologie in der Medizin. Auf 1.000 Quadratmetern sind über 100 Exponate zu sehen, davon 35 interaktiv. (...)
Drei kleinere Ausstellungen ergänzen bis zum 1. Mai die große Ausstellung Computer.Medizin. Vom 5. November bis 3. Januar präsentieren elf Künstlerinnen, die mehrheitlich an Brustkrebs erkrankt sind, im Showroom ihre Werke unter dem Titel Brust.Lust.Frust. Einen historischen Blick bietet die Ausstellung „Diabetes“, die die Entwicklung von der „Zuckerkrankheit“ bis zu heutigen Therapieformen aufzeigt. Witziger ist es bei einer Ausstellung im Foyer, die ab dem 13. März unter dem Titel „Die Anästhesie im Spiegel der Karikatur“ im Foyer zu sehen sein wird.
zitiert nach den offiziellen Pressemeldungen der Ausstellung.
"Computer.Medizin" ist bis zum 1. Mai 2007 im Heinz Nixdorf MuseumsForum, Fürstenallee 7, 33102 Paderborn zu sehen. Eintritt: Erwachsene 5 Euro, ermäßigt 3 Euro
Mehr dazu beim Stern oder auf der Website der Sonderausstellung Computer.Medizin
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Eigelb schützt vor Makula-Degeneration
Als Makula (Gelber Fleck, llat. Macula lutea) wird der Bereich der menschlichen Netzhaut bezeichnet, der die größte Dichte von Sehzellen (Stäbchen- und Zapfenzellen) aufweist. Er befindet sich in der Mitte der Netzhaut (Retina) und hat einen Durchmesser von etwa 5 mm. Die Sehzellen des gelben Flecks sind hauptsächlich die für die Farbwahrnehmung verantwortlichen Zapfen. (Quelle: Wikipedia)
Die sogenannte Makula-Degeneration oder auch Netzhaut-Degeneration ist eine Veränderung dieses Netzhaut-Bereiches, die in unterschiedlichen Formen auftritt (hier bei Netdoktor nachzulesen)
Die altersabhängige Makula-Degeneration ist die Hauptursache für starke Sehbehinderung und Blindheit bei älteren Menschen in den Industrieländern. In Deutschland leiden schätzungsweise ein bis zwei Millionen Menschen an einer Makuladegeneration, die Mehrheit ist von der altersabhängigen Makuladegeneration betroffen. (Quelle: Netdoktor)

In der akuellen Ausgabe des Journal of Nutrition kann man lesen, dass bereits der Verzehr von nur einem (!) Ei mit Eigelb am Tag wichtige Nährstoffe liefert, die diesen Prozess der Degeneration verlangsamen oder ihm sogar vorbeugen können.
Grüntee schützt das Herz
Während in früheren Studien oft von einer Schutzwirkung des grünen Tees bei bestimmten Krebsarten berichtet wurde, konnten die Forscher hier keine solchen Effekte bestätigen. Dafür senkt aber der Verzehr von mindestens einem halben Liter grünem Tee pro Tag das Risiko für Herzkreislauferkrankungen um etwa 25 %, selbst wenn man alle anderen Lebensstilfaktoren herausrechnet, die das Ergebnis beeinträchtigen könnten.
Wie genau der grüne Tee diesen Schutz im Körper bewirkt, ist noch unklar. Forscher vermuten, es könne mit bestimmten Antioxdantien im Tee, den Polyphenolen, zusammen hängen. Polyphenole beeinflussen im Tierversuch u.a. den Fettstoffwechsel.
Ein kürzlich in The New Scientist veröffentlichter (und bereits heftig umstrittener) Artikel mit dem Titel "The Antioxidant Myth" wirft allerdings ein anderes Bild auf die Wirkung von Antioxidantien.
Das, was Naturheilkundler und alternative Mediziner schon seit langem behaupten, erweist sich nun auch für die klassische Medizin als Faktum - synthetische Vitamine und zusätzlich geschluckte Kapseln sind oft wirkungslos, wenn nicht sogar schädlich:
While the epidemiological evidence linking dietary antioxidant intake and reduce incidence of risks of a range of disease is strong, when such antioxidants have been extracted, purified, or synthesised and put into supplements, the results, according to the randomized clinical trials (RCTs), do not produce the same benefits, and may even be harmful. - Quelle: Foodnavigator.com
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Mit Vitamin C gegen Brustkrebs
Frauen mit Brustkrebs profitieren von Vitamin-C-Infusionen
Ascorbinsäure wirkt tumortoxisch / Patientinnen, die hochdosiert Vitamin C erhielten, blieben länger tumorfrei als Frauen der Vergleichsgruppe.
(Es) wurden unerwünschte Wirkungen der Antikrebstherapie wie Übelkeit und Erbrechen, Schlafstörungen, Antriebsmangel und Depressionen oder auch Schleimhaut- und Hautreaktionen im Vergleich zu Ausgangslage gelindert.
Auch im Vergleich zur Kontrollgruppe gingen diese Symptome signifikant zurück. Zugleich beobachtete man in der Vitamin-C-Gruppe ein signifikant verlängertes tumorfreies Intervall.
Immer wieder kann man durch allerlei Studien gestützt lesen, dass Vitamin C doch nicht das Wundermittel sei, für das es lange Zeit gehalten wurde - ob gegen die banale Erkältung oder gegen Krebs.
Insofern ist diese Studie ein wichtiger Meilenstein, der auch die Arbeiten von Linus Pauling stützt.
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Schizophrenie - bald einfachere Diagnose?
Wissenschafter der Universitäten Köln sowie Cambridge und London haben erste Biomarker für Schizophrenie entdeckt. Damit ist erstmals ein messbarer Nachweis der Schizophrenie möglich, wie die Uni Köln am Dienstag mitteilte. - Quelle: APA / AFP - DerStandard
Quer durch die Medien zieht sich der Bericht über die Entdeckung des Biomarkers für Schizophrenie, meist recht euphorisch betitelt, da ist von Meilensteinen die Rede oder der "erstmals möglichen sicheren Diagnose" der Schizophrenie.
Was genau ist eigentlich ein Biomarker?
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Radiotipp: DLF - Sprechstunde: Genetik
Morgen, am Dienstag, dem 22. August, bringt der Deutschlandfunk im Rahmen seiner Sendung "Journal am Vormittag" die
Sprechstunde: Gentests und genetische Beratung
10:10 Uhr bis 11:30 Uhr, Deutschlandfunk
Studiogast:
Prof. Dr. Stefan Mundlos, Direktor des Instituts für medizinische Genetik, Universitätsklinikum Charité, Berlin
Hörertel.: 00800 - 44 64 44 64
Hörerfax: 00800 - 44 64 44 65
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