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Umweltkrankheit Heuschnupfen
Als multiple Allergikerin kann ich ein Lied davon singen. Jedes Jahr scheint die Heuschnupfen-Saison früher zu beginnen - 2006 ist nur wegen des ungewöhnlich lange kalten Frühlings eine Ausnahme - und länger zu dauern, und die Intensität wird auch immer schlimmer.
Was habe ich nicht alles für Erklärungsmodelle durchlitten, von den schlechten Genen bis zur psychischen Verweigerungshaltung... Tatsache ist, daß Menschen deren Eltern Allergiker sind, eine höhere Chance haben, ebenfalls allergisch zu reagieren.
Ein Freund fragte mich neulich, ob es nicht absurd sei, auf etwas Natürliches wie Pollen allergisch zu reagieren. So absurd ist das jedoch gar nicht, und eigentlich auch nicht krank, sondern eine gesunde Reaktion des Immunsystems. In der WELT am Sonntag ist heute ein sehr gut aufbereiteter Artikel zum Thema Heuschnupfen erschienen, dessen Lektüre ich allen Betroffenen wie Nicht-Betroffenen ans Herz legen möchte.
Daraus:
Was habe ich nicht alles für Erklärungsmodelle durchlitten, von den schlechten Genen bis zur psychischen Verweigerungshaltung... Tatsache ist, daß Menschen deren Eltern Allergiker sind, eine höhere Chance haben, ebenfalls allergisch zu reagieren.
Ein Freund fragte mich neulich, ob es nicht absurd sei, auf etwas Natürliches wie Pollen allergisch zu reagieren. So absurd ist das jedoch gar nicht, und eigentlich auch nicht krank, sondern eine gesunde Reaktion des Immunsystems. In der WELT am Sonntag ist heute ein sehr gut aufbereiteter Artikel zum Thema Heuschnupfen erschienen, dessen Lektüre ich allen Betroffenen wie Nicht-Betroffenen ans Herz legen möchte.
Daraus:
Der letzte Schnee ist kaum geschmolzen, schon macht sich der Frühling für Millionen Menschen nachhaltig bemerkbar: Die Nase trieft, die Augen brennen. Die Heuschnupfensaison beginnt.
Jedes Jahr dauert sie ein bißchen länger - als Folge der globalen Erwärmung. Die Menge der pro Pflanze freigesetzten Pollen wächst, und der Blütenstaub wirkt immer aggressiver. Das führt zu einer steigenden Zahl von Heuschnupfenpatienten auch in Altersklassen, die bisher kaum betroffen waren.
"In der Sprechstunde sehen wir zunehmend Patienten, die mit 70 oder 75 Jahren erstmals über Heuschnupfen klagen", sagt Torsten Zuberbier, Allergologe an der Berliner Charité. Einen ähnlichen Trend beobachtet Hartwig Lauter, Chefarzt am Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft im sauerländischen Schmallenberg: "Der Anteil der über 50jährigen, die eine Pollenallergie neu entwickeln, nimmt dramatisch zu." Parallel leiden immer jüngere Altersklassen unter dem Pollenflug. "Mittlerweile sind schon Babys im ersten Lebensjahr von Heuschnupfen betroffen."
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Posted by Ishtar on Sunday, April 2. 2006 at 12:00 in Aus aller Welt, Vermischtes
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Feinstaub geht auf's Herz
Fein(st)staub ist nicht nur in Deutschland ein Thema.
Tja, wer hätte gedacht, daß auch Herzerkrankungen umweltbedingt sein können...
Voller Artikel im Ärzteblatt: http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=23352
Immer wenn in US-Städten der Feinststaubgehalt der Luft ansteigt, werden vermehrt ältere Menschen mit der Diagnose Herzinsuffizienz in Kliniken eingewiesen. Eine neue landesweite Studie im amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2006; 295: 1127-1134) an 11,5 Millionen Mitgliedern der staatlichen Gesundheitskasse für Senioren (Medicare) bestätigt die Risiken, die von den winzigen Staubpartikeln ausgehen.
Als Feinstaub (Particulate Matter, PM) werden alle Schwebteilchen in der Luft bezeichnet, die eine Größe von unter 10 Mikrometern haben (PM10). Diese gelangen nach dem Einatmen bis in die feinen Verästelungen des Bronchialbaums. Noch tiefer - bis in die Alveolen - gelangt Feinststaub mit einer Größe von unter 2,5 Mikrometern (PM2,5). Viele Experten gehen davon aus, dass Feinstaub auch ins Blut übergeht, was zahlreiche epidemiologische Befunde erklären würde, die in den letzten Jahren erhoben wurden. Die Feinststaub-Exposition war demnach nicht nur mit einem Anstieg von Atemwegserkrankungen verbunden, der durch die Ablagerungen in den Lunge erklärt werden kann. Es wurden auch wiederholt Assoziationen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen gefunden, die sich am besten erklären lassen, wenn die Partikel auch in das Blut gelangen.
Die Feinstaubexposition hat in den letzten Jahrzehnten zugenommen, nicht zuletzt wegen des technischen Fortschritts. Moderne Dieselmotoren oder Öl-Heizungen verbrennen den Rohstoff besser, es kommt zu weniger Ruß, dafür entsteht aber mehr Feinstaub.
Tja, wer hätte gedacht, daß auch Herzerkrankungen umweltbedingt sein können...
Voller Artikel im Ärzteblatt: http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=23352
Posted by Ishtar on Thursday, March 9. 2006 at 14:03 in Aus aller Welt
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