Entries tagged as Depression
Psychische Krankheiten: 10 Jahre Warteliste
Dorchester mom Sharon Francis, 48, sought help for her mental illness when she was 18. Francis said she received her best care five years ago at Transitions of Boston. "It got me out of the house, got me out of bed, got me back around other people,'' she said.Insbesondere ärmere Menschen stehen mal wieder im Regen.
Selbst in Staaten wie Massachusetts mit einer guten Versorgung warten etwa 20.000 Patienten darauf, einen Platz im öffentlichen System zugewiesen zu bekommen. Wartezeiten für eine Behandlung in der Größenordnung eines Jahrzehnts sind normal - nicht zuletzt verursacht durch bürokratische Hürden, und natürlich Geldmangel.
Die Studie wird alle 10 Jahre erstellt und wandert dann offenbar direkt in die Archive der staatlichen Gesundheitsversorgung.
"Sie haben eine Depression und sind selbstmordgefährdet? Ach schauen Sie doch in 3-5 Jahren mal wieder vorbei..."
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Diabetes, die 1.
Heute in der WELT zu lesen:
Diabetiker haben ein drei- bis vierfach erhöhtes Risiko, an depressiven Störungen zu erkranken. Umgekehrt weisen Studien inzwischen auch auf die Rolle depressiver Erkrankungen als Risikofaktor für die Entwicklung eines Diabetes mellitus hin. Vor allem allein stehende, adipöse Raucherinnen unter 65 Jahren mit niedrigem Sozialstatus sind gefährdet.
Doch nur in etwa einem Drittel der Fälle wird die Depression bei Diabetikern erkannt und behandelt. Darauf weisen Forscher der Berliner Charité hin. Die Schwierigkeit der Diagnose bestehe vor allem darin, dass ein Teil der Depressions-Symptome auch Ausdruck des Diabetes mellitus selbst sein könne. Denn Müdigkeit, Antriebslosigkeit, verminderter Appetit oder sexuelle Funktionsstörungen können auch Folge einer schlechten Blutzuckereinstellung sein. Eine konsequente Behandlung der depressiven Störungen bei Diabetikern sei jedoch dringend erforderlich, so die Mediziner.
Fragen die sich mir stellen:
- könnte es sein dass der soziale Status / Armut /Alleinsein auch auf die Ernährung wirken? Es ist zweifelhaft dass allein der Status einer Person ihren Körper verändert.
- Warum betitelt das ein Journalist mit Depressive Diabetiker? Genauso gut hätte er titeln können: Weiblich, arm, ledig sucht Diabetes.
- Sind Diabetiker tatsächlich besonders gefährdet, fälschlich nicht als depressiv diagnostiziert zu werden? Die meisten gehen regelmässig zum Arzt und erfüllen mit einer chronischen, das Leben stark beeinträchtigenden Erkrankung eine der Grundvoraussetzungen für depressive Erkrankungen. Unter Nichtdiabetikern dürfte die Dunkelziffer ebenso hoch liegen - wenn nicht höher, da viele davon keinen regelmässigen Kontakt zum Arzt haben.
- Wie hoch ist die Zahl der vermutlich nicht diagnostizierten Diabetiker?
- Warum sind Frauen besonders gefährdet? Sind Frauen möglicherweise häufiger arm und allein? Wo sind die Studien zu Insulin / Östrogenen und dem weiblichen Hormonkreislauf / Depressionen?
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Die lange Nacht der Depression
Radiotipp
Samstag 00:05 Uhr, Deutschlandradio Kultur (bis 3:00 Uhr)
Samstag 23:05 Uhr, Deutschlandfunk (bis 2:00 Uhr)
"Saturns Schatten" - Eine Lange Nacht über Depressionen
Von Judith Grämmer und Martin Winkelheide
"Hoffnung, dieser Erwartungs-Gegenaffekt gegen Angst und Furcht, ist die menschlichste aller Gemütsbewegungen und nur Menschen zugänglich".
(Ernst Bloch)
"Wenn der Mensch nicht mehr hoffen kann, aus welchen Gründen auch immer, dann vegetiert er nur noch. Genau das traf jetzt auf mich zu. Ich vegetierte. Die Hoffnung war mir abhanden gekommen, in mir war nur noch ein schwarzes Loch", beschreibt der Schweizer Regisseur und Autor Rolf Lyssy in seinem autobiografischen Bericht "Swiss Paradise" den Beginn seiner Depression. Als eine alle Lebenskräfte lähmende Erkrankung erlebte er eine Art Tod bei lebendigem Leib, bis er den Weg aus dem endlosen schwarzen Tunnel wieder heraus fand. Wenn sich das Alltagsleben nur noch um den endlosen schwarzen Tunnel dreht, aus dem es für den Depressiven lange kein Entrinnen gibt, dann kann neben einem individuell passenden Behandlungskonzept auch die zuverlässige Unterstützung und das Verständnis durch Angehörige, Freunde und Kollegen das lebensnotwendige Licht am Ende des Tunnels sein.
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Immer mehr Menschen leiden an Depressionen
Ob es daran liegt, dass die "Angst vor Arbeitslosigkeit die Deutschen krank macht" (BILD), angesichts veränderter Arbeitsbedingungen Menschen sich weniger den Rücken beschädigen und mehr unter psychischen Erkrankungen leiden, oder dank größerer Verbreitung des Wissens über depressive Erkrankungen Patienten wie Ärzte häufiger auf die Diagnose Depression kommen, jedenfalls ist Deutschland eine depressed nation:
http://www.deutscher-apotheker-verlag.de/daz_neu/public/tagesnews/April/tagesnews20050418a.html
Dazu passen auch Meldungen, dass mittlerweile 2/3 aller Arbeitnehmer schon mit Mobbing Bekanntschaft gemacht haben und etwa 3 Prozent der Arbeitsstunden in Deutschland nach einer Studie durch Mobbing und seine Folgen verloren gehen.
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