Entries tagged as Datenschutz
Chipkarte um jeden Preis
Heute (nicht nur) bei der WELT zu lesen:
(Hervorhebungen durch mich),
Wieder einmal macht sich diese Regierung dadurch unsterblich, etwas um jeden Preis umzusetzen das weder sinnvoll noch technisch ausgereift ist, noch bei dem man die tatsächlichen Folgekosten absehen kann, aber auf jeden Fall wird dadurch alles besser, sicherer und natürlich auch kostengünstiger.
Der Startschuss zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte soll allen Bedenken zum Trotz im April 2008 fallen. Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums bestätigte den Termin am Samstag. Zweifel daran meldete der Vorstandschef der Kaufmännischen Krankenkasse KKH, Ingo Kailuweit, an: Er rechnet wegen technischer Probleme nicht vor Mitte 2009 mit der bundesweiten Einführung der Karte.
Die neue Chipkarte für alle 80 Millionen Privat- und Kassenversicherten soll die bisherige Krankenversichertenkarte ersetzen. Derzeit wird das Projekt, dem die Ärzteschaft distanziert gegenüber steht, noch regional getestet. Die Mediziner bezweifeln den Nutzen der Karte sowie die Sicherheit der Patientendaten und halten zudem die Finanzierung für ungeklärt.
(Hervorhebungen durch mich),
Wieder einmal macht sich diese Regierung dadurch unsterblich, etwas um jeden Preis umzusetzen das weder sinnvoll noch technisch ausgereift ist, noch bei dem man die tatsächlichen Folgekosten absehen kann, aber auf jeden Fall wird dadurch alles besser, sicherer und natürlich auch kostengünstiger.
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Posted by Ishtar on Tuesday, October 9. 2007 at 10:53 in Gesundheitspolitik
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4 Milliarden für die Gesundheitskarte
Aus der Financial Times:
Verkauft wird dem Patienten (der keine Wahl hat, insofern wird sie uns aufgezwungen) die Karte als das ultimative Mittel zur Kosteneinsparung und natürlich dient das Ganze allein zum Segen des Patienten und zur Gesundung des Gesundheitswesens.Vor gar nicht allzu langer Zeit bezifferte das Bundesgesundheitsministerium die Kosten noch auf 1,4 Mrd. Euro, u.A. unter Auslassung der investiven und laufenden Kosten für Arztpraxen.
Kostensteigerungen bei der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte könnten sich in den kommenden Jahren zu einer Belastung für die gesetzlichen Krankenkassen entwickeln. Nach Schätzung des Verbands der privaten Krankenversicherung (PKV) werden die Kosten für die Ausgabe der 80 Millionen Karten und den Aufbau der Infrastruktur bei 4 Mrd. Euro liegen.
Verkauft wird dem Patienten (der keine Wahl hat, insofern wird sie uns aufgezwungen) die Karte als das ultimative Mittel zur Kosteneinsparung und natürlich dient das Ganze allein zum Segen des Patienten und zur Gesundung des Gesundheitswesens.Vor gar nicht allzu langer Zeit bezifferte das Bundesgesundheitsministerium die Kosten noch auf 1,4 Mrd. Euro, u.A. unter Auslassung der investiven und laufenden Kosten für Arztpraxen.
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Posted by Ishtar on Saturday, January 28. 2006 at 05:52 in Gesundheitspolitik, Krankenkassen
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Wie zu erwarten war
Das, was sich jeder mit ein wenig Verständnis für Großprojekte an einem (!) Finger abzählen konnte, wird nun von der Erwartung zur Realität - die vorgebliche Gesundheitskarte, die noch vorgeblicher Kosten sparen sollte, wird uns alle sehr viel mehr kosten, als man uns wissen lassen wollte. Stellvertretend für viele andere Medien sei hier golem.de zitiert:
Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte, die ab 2006 beginnen soll, werden nach Einschätzung des Bundesverbands der privaten Krankenversicherung (PKV) deutlich höhere Kosten verursachen als von der Bundesregierung geschätzt. Nach einem Bericht des Focus soll das Projekt nicht 1,4, sondern eher 4 Milliarden Euro kosten.und weiter:
Der Sprecher der Techniker Krankenkasse (TKK), Hermann Bärenfänger, bezweifelte die Verlässlichkeit sämtlicher Schätzungen: "Kein Mensch weiß, was das kosten wird, bis heute nicht." Ausgaben, die der Kasse aufgebürdet würden, müssten "letztlich auch von den Beitragszahlern bezahlt werden". -- (Hervorhebung durch mich)
Posted by Ishtar on Tuesday, December 13. 2005 at 07:08 in Vermischtes
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Surftipp: DIMDI
Was ist das DIMDI?
Das DIMDI ist Herausgeber der deutschsprachigen Fassungen von amtlichen Klassifikationen wie ICD, ICF, OPS und UMDNS. DIMDI steht für "Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information". Das DIMDI ist jetzt bei Medblog fest verlinkt.
Aktuell interessant:
Das DIMDI ist Herausgeber der deutschsprachigen Fassungen von amtlichen Klassifikationen wie ICD, ICF, OPS und UMDNS. DIMDI steht für "Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information". Das DIMDI ist jetzt bei Medblog fest verlinkt.
Aktuell interessant:
- Informationen zur Gesundheitskarte
- Vorläufige Fassung der ICD-10-GM 2006 (internationale Diagnoserichtlinien, die von der WHO überarbeitet und verabschiedet werden, deutsche Ausgabe) als PDF und Online-Version
Posted by Ishtar on Tuesday, September 6. 2005 at 12:02 in Vermischtes
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Infrarotmessungen am Flughafen helfen Viren zu erkennen
In Taiwan hat man eine neue Methode entwickelt, einreisende Passagiere am Flughafen mit Hilfe von Infrarotkameras auf Erkrankungen hin zu untersuchen. Spätesten seit SARS ist man in Südostasien empfindlich geworden, was Infektionen angeht. Mit Hilfe dieser neuartigen Screeningmethode, die Patienten mit einer Körpertemperatur über 38 Grad anzeigt und diese gleich an die Gesundheitsbehörden weiterleitet, konnten im vergangenen Jahr 83 % aller importierten Fälle von Dengué-Fieber in Taiwan rechtzeitig diagnostiziert werden.
Die Passagiere, die bei den Infrarottests mit Verdacht auf Dengué-Fieber auffällig waren, mussten eine Blutprobe abgeben und bekamen ein Moskitonetz ausgehändigt, um evtl. Erreger nicht an heimische Moskitos weiterzureichen. Nach 24 Stunden mussten sie wieder bei den Behörden vorstellig werden, bis dahin waren die Blutproben ausgewertet.
Während die frühere Methode, Passagiere Fragebögen ausfüllen zu lassen, keine Infektionen frühzeitig erkannte, wurden im vergangenen Jahr 40 importierte Fälle von Dengué-Fieber erkannt.
Die Kosten der neuen Technik an beiden internationalen Flughäfen einschließlich Gehälter für geschultes Personal beliefen sich für Taiwan auf rund 85.000 Dollar. Jeder eingeschleppte und unerkannt gebliebene Fall von Dengué-Fieber führt zu rund 85 Folgeerkrankungen, von denen jeder einzelne durchschnittlich 1000 Dollar für die Behandlung verschlingt - die 85.000 Dollar sind also gut investiertes Geld.
Vermutlich werden auch andere Flughäfen in Asien und vielleicht in aller Welt bald mit Infrarotkameras Passagiere auf Erkrankungen checken - mit fortschreitender Technik können dann vielleicht auch andere Erkrankungen durch schnelles Screening erkannt werden. Es ist allerdings auch damit zu rechnen, dass dann Passagiere evtl. wegen bestimmter Erkrankungen gar nicht mehr ins Land gelassen werden - bei Einreise Blutprobe, Schweissanalyse oder ähnliches könnte obligatorisch werden, und fremde Staaten fröhlich im Zuge der eigenen Gesundheitsvorsorge medizinische Daten über Passagiere sammeln, die sie rein gar nichts angehen - ein zweischneidiges Schwert.
Die Passagiere, die bei den Infrarottests mit Verdacht auf Dengué-Fieber auffällig waren, mussten eine Blutprobe abgeben und bekamen ein Moskitonetz ausgehändigt, um evtl. Erreger nicht an heimische Moskitos weiterzureichen. Nach 24 Stunden mussten sie wieder bei den Behörden vorstellig werden, bis dahin waren die Blutproben ausgewertet.
Während die frühere Methode, Passagiere Fragebögen ausfüllen zu lassen, keine Infektionen frühzeitig erkannte, wurden im vergangenen Jahr 40 importierte Fälle von Dengué-Fieber erkannt.
Die Kosten der neuen Technik an beiden internationalen Flughäfen einschließlich Gehälter für geschultes Personal beliefen sich für Taiwan auf rund 85.000 Dollar. Jeder eingeschleppte und unerkannt gebliebene Fall von Dengué-Fieber führt zu rund 85 Folgeerkrankungen, von denen jeder einzelne durchschnittlich 1000 Dollar für die Behandlung verschlingt - die 85.000 Dollar sind also gut investiertes Geld.
Vermutlich werden auch andere Flughäfen in Asien und vielleicht in aller Welt bald mit Infrarotkameras Passagiere auf Erkrankungen checken - mit fortschreitender Technik können dann vielleicht auch andere Erkrankungen durch schnelles Screening erkannt werden. Es ist allerdings auch damit zu rechnen, dass dann Passagiere evtl. wegen bestimmter Erkrankungen gar nicht mehr ins Land gelassen werden - bei Einreise Blutprobe, Schweissanalyse oder ähnliches könnte obligatorisch werden, und fremde Staaten fröhlich im Zuge der eigenen Gesundheitsvorsorge medizinische Daten über Passagiere sammeln, die sie rein gar nichts angehen - ein zweischneidiges Schwert.
Posted by Ishtar on Tuesday, June 21. 2005 at 10:09 in Aus aller Welt
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Neue Versichertenkarte geht Ende 2005 an den Start
Die neue Krankenversichertenkarte, euphemistisch auch als 'Gesundheitskarte' bezeichnet, wird ab Herbst in verschiedenen Pilotregionen in Deutschland getestet werden. Dabei ist dies nicht als Test für eine Entscheidung darüber zu verstehen - nach Meinung von Experten kommt die Karte 'auf jeden Fall'. Um jeden Preis, könnte man auch sagen - die bislang geschätzten Kosten für insgesamt 72 Millionen neue Krankenversichertenkarten und -nummern und die Pflege der entsprechenden Informationen belaufen sich auf ca. 1,4 Milliarden Euro. Was der Spaß am Ende tatsächlich kostet, bleibt abzuwarten. Die Kosten, die z.B. auf Arztpraxen für neue Hard- und Software zukommen, werden am Ende auch wir, die Steuer- und Beitragszahler und Patienten tragen.

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Posted by Ishtar on Thursday, June 9. 2005 at 08:08 in Krankenkassen
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Defined tags for this entry: Datenschutz, Krankenkassen
Der maschinenlesbare Patient
Angesichts der neuen Gesundheitskarte, die uns ins Haus steht, und auf der eine Vielzahl von Daten ihren Platz finden soll - schlimmer noch, auf deren Datenbestand auf einem Server eine Menge von Leuten vermutlich zugreifen wird, die das alles absolut gar nichts angeht - machen sich viele Menschen Gedanken um Datenschutz, und um den "gläsernen Patienten".
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Posted by Ishtar on Sunday, May 8. 2005 at 08:48 in Aus aller Welt
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Defined tags for this entry: Datenschutz, HighTech
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