Entries tagged as Ausbildung
Ärztestreik - in Indien
Ein seit einer Woche anhaltender Streik von Krankenhausärzten hat die Gesundheitsversorgung in Indien empfindlich beeinträchtigt. Die Gesundheitsbehörde der Hauptstadt Neu Delhi bat das Verteidigungsministerium und die Staatsbahn, den bestreikten Krankenhäusern Ärzte aus ihren Diensten zur Verfügung zu stellen. In der Metropole Kalkutta ist die medizinische Versorgung der Bevölkerung Aussagen der Gesundheitsdirektorin Joyshree Mitra Ghosh von Donnerstag zufolge „ernsthaft beeinträchtigt“.
Auch in den Bundesstaaten Punjab, Gujarat, Maharashtra und Orissa mussten Krankenhäuser Patienten abweisen. Unter den Abgewiesenen waren Schwangere und Menschen mit Knochenbrüchen. - Quelle: Ärzteblatt
Hintergrund des Streiks, der von jungen Ärzten "in Ausbildung an Staatskrankenhäusern" getragen wird, ist ein Plan der indischen Regierung, etwa die Hälfte aller Medizinstudienplätze per Quotenregelung an Angehörige der unteren Kasten und ethnischer Minderheiten zu vergeben. Die Studienplätze für Medizin sind extrem begehrt, und die Studenten fürchten, daß die Zugangsberechtigungen nicht mehr nach Leistung vergeben werden. Zahlen über die Effektivität einer bereits geltenden Quotenregelung (22,5 %) liegen ebenfalls nicht vor.
Bezeichnend ist wohl auch, daß die (öffentliche) Gesundheitsversorgung anscheinend primär von den Jungärzten getragen wird.
no comments yet, be the first! Trackbacks (0)
Plötzlicher Kindstod besonders häufig bei armen Familien
Das größte Risiko, an plötzlichem Kindstod zu sterben, besteht für Säuglinge, deren Mütter während der Schwangerschaft geraucht haben oder die Passivraucher sind; auserdem für Frühgeburten und untergewichtige Kinder.
Sehr viel wichtiger ist allerdings, daß plötzlicher Kindstod hauptsächlich in armen Familien auftritt, und die Zahl der Fälle, in denen Kidnern mit ihren Eltern auf einer Couch oder ähbnlichem schliefen und dabei unerwartet verstorben sind, gestiegen ist.
Sleeping with an infant on a couch is one of the most worrisome and dangerous new concerns; and most SIDS deaths appear to occur in low-income families. -- (Monterey County Herald)
Wieder einmal zeigt sich, daß Armut ungesund ist und daß ein Staat, dem an Kindern gelegen ist, für diese auch etwas tun muß - und sei es, indem Eltern die finanziellen Möglichkeiten für angemessenen Wohnraum gegeben werden und für Aufklärung und Bildung Geld investiert wird.
no comments yet, be the first! Trackbacks (0)
Wer will gute und engagierte Ärzte?
Ich bekomme bereits jetzt wieder eine gewisse Panik in Bezug auf meine Bewerbung für Humanmedizin für das Wintersemester 2006/07. Ich warte bereits drei Jahre auf mein Medizinstudium. Wegen meinem Abitur von 2,5. Dieser Notendurchschnitt bescheinigt mir meine Unfähigkeit für das Studium. Da hilft mir meine ganze Arbeit im Rettungsdienst nichts. Dass ich weiß, worauf ich mich einlasse, dass ich ein klares Ziel habe (Anästhesist/Intensivmedizin), dass ich in Stresssituationen fast immer angemessen und korrekt handele, dass es mir nicht an Objektivität in Bezug zum Patienten fehlt, dass ich mit den Arbeitszeiten und dem Druck zurecht komme, dass ich Anatomie und Physiologie lerne, mit äußerster Disziplin.
Brain Farts
Das gesamte Blog ist uneingeschränkt lesenswert.
no comments yet, be the first! Trackbacks (0)
Ärztemangel voraus
Wegen fehlender Ärzte droht einer Studie zufolge in vielen Regionen eine drastische medizinische Unterversorgung. Der Trend zeige sich zunehmend auch im Westen Deutschlands.
<...>
In allen ostdeutschen Bundesländern fehlen der Studie zufolge Hausärzte, am meisten in Sachsen-Anhalt mit 108 und in Brandenburg mit 67 vakanten Posten. Doch auch die westlichen Bundesländer haben Anteil an dieser Entwicklung. In Niedersachsen fehlen demnach bereits 208, in Bayern 64 und in Westfalen-Lippe 62 Hausärzte.
Gefragt ist vor allem die Politik, die einheitliche Richtlinien und vor allem die Kostenübernahme für eine ärztliche Grundversorgung neu überdenken muß. Gerade in der ambulanten Versorgung werden die Budgets für die Hausarzpraxis vor Ort, die für die meisten Menschen die wichtigste Anlaufstelle ist, immer enger. Trotz weniger Ärzten und nachdem auch immer weniger Menschen zum Arzt gehen (in Haushalten mit unter 1000 Euro Einkommen knapp 1/5 weniger Arztbesuche), fragt man sich immer mehr, wo die Gelder eigentlich bleiben, die für die gesetzlichen Krankenversicherungen aufgewendet werden.
Bei den Hausärzten jedenfalls nicht. Allein in 11 von 99 Planungsbezirken in Ostdeutschland ist eine reguläre ärztliche Versorgung nicht mehr gewährleistet. Wenn bis 2015 geschätzt 70.000 Mediziner in Ruhestand gegangen sein werden, wird sich die Lage nicht eben verbessern. Immer mehr Medizinstudenten brechen ab, von den Absolventen wenden sich viele lukrativeren Berufen (sic!) in der Pharmaindustrie zu oder gehen ins Ausland.
2 Comments Trackbacks (0)
Auf in die Traumatologie...
Auf meiner letzten Station (Neurochirurgie) habe ich an meinem letzten Tag noch einmal ein großes Blech Kuchen ausgegeben. Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt und empfand die meisten Patienten als sehr interessant und nett. Das Personal war auch immer hilfsbereit und geduldig mit mir.
Danach hatte ich mir eine kleine Liste in meinem Büchlein angelegt (wo ich auch immer Fragen aufschreibe, die ich während der Arbeit habe, oder Begriffe, die ich erklärt haben will), in dem ich die Stationen nach Schulnoten bewerte. Dabei nehme ich nicht nur die Arbeitsweisen als Anhaltspunkt, sondern auch Krankheitsbilder, Kollegen, Ärzte, Arbeitsablauf, Dienstplangestaltung und vielleicht noch mehr, wenn mir noch was einfällt. Ich denke, dass es eine recht gute Idee ist. Vor allem, wenn man dann übernommen wird und seine Wunschstation äußern kann. Ob sie jedoch realisierbar ist, ist wieder eine andere Frage.
Continue reading "Auf in die Traumatologie..."
no comments yet, be the first! Trackbacks (0)
Schwer krank oder nicht schwer krank...das ist hier die Frage!
Es ist schon wieder lange her, dass ich Bericht über meine Ausbildung erstattet habe. Aber nach mehrfachem Drängen hab ich mich an meinem freien Tag dazu breitschlagen lassen.
Diesmal werde ich etwas mehr auf die Patienten und den Arbeitsalltag eingehen. Sicherlich haben einige von euch schon einmal ein Krankenhaus (notgedrungen oder freiwillig) von Innen gesehen. Vielleicht erkennt ihr einige Sachen ansatzweise wieder.
Continue reading "Schwer krank oder nicht schwer krank...das ist hier die Frage!"
no comments yet, be the first! Trackbacks (0)
Auf die Patienten....fertig....los
Continue reading "Auf die Patienten....fertig....los"
no comments yet, be the first! Trackbacks (0)
Ein Hoch auf die Schulbildung - ausnahmsweise!
Tja, was soll man über die ersten Wochen bei einer Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung sagen. Die ersten Stunden waren vor allem von organisatorische Sachen geprägt. Wie ist die Ausbildung aufgebaut? Wer sind unsere Lehrer? Was lernen wir? und so weiter und so fort.
Wie bereits erwähnt, sind unsere Lehrer durchgehend sehr nett. Alle sind kompetent in ihrer Arbeit und können auch abweichende Fragen (vom Stoff) sehr gut beantworten. Alle besitzen eine ordentliche Menge Humor und erzählen gern aus dem "Nähkästchen" was sie selber in ihrer aktiven Zeit als Krankenschwester erlebt haben, als sie selber einmal im Krankenhaus lagen, oder was sie bei Besuchen anderer Azubis gesehen haben. Man fühlt sich von Anfang an richtig in dieser Ausbildung (soweit man auch den Wunsch hat, diese Ausbildung zu machen).
Continue reading "Ein Hoch auf die Schulbildung - ausnahmsweise!"
no comments yet, be the first! Trackbacks (0)
Ärztemangel droht
Dieser Mangel macht sich bisher vor allem auf dem Land bemerkbar. Wie sicher jeder nachvollziehen kann, der schon einmal einen medizinischen Spezialisten benötigte und keine langen Anfahrtswege in die nächst- oder übernächst größere Stadt auf sich nehmen wollte.
In dem Maßnahmenkatalog, der Vorschläge unterbreitet, wie diesem seit Jahren befürchteten Trend entgegengesteuert werden kann, finden sich Punkte wie Kinderbetreuung für medizinisches Personal, Anreizprogramme um die Zahl der Studienabbrecher in Heilberufen zu senken, sowie flexiblere Arbeitszeitmodelle.
no comments yet, be the first! Trackbacks (0)
Sie haben einen Helferkomplex? - Dann sind Sie hier richtig!
Eine vernünftige Ausbildung ist wichtig!
Eine Weisheit die sicherlich jeder schon einmal gehört hat und kennt. Nach einer schon abgeschlossenen Ausbildung als Kauffrau für Bürokommunikation und zwei Jahre arbeiten in dem Beruf, hatte ich die Nase voll von Telefondienst, Papierkram und Rechnungswesen. Und was bot sich besser an nach meinem Umzug nach Lübeck, als noch mal neu anzufangen. Also wurden schnell Bewerbungen für die Ausbildung als "Gesundheits- und Krankenpflegerin" an die 3 Hauptkliniken in Lübeck verschickt.
Ich dachte, ich könnte froh sein, wenn mich eine der Kliniken für ein Vorstellungsgespräch einladen würde - die Erfahrungen in der Bürobranche hatten mich geprägt. Aber nein - in allen drei Kliniken erhielt ich die Chance mich vorzustellen.
Continue reading "Sie haben einen Helferkomplex? - Dann sind Sie hier richtig!"
1 Comment Trackbacks (0)
View as PDF: This month | Full blog

