"Entzündung des Zahnfleischs ist Alzheimer-Risiko" durfte man heute in einigen deutschen Zeitungen,
hier der Berliner Morgenpost lesen.
Auch wenn es viele gute Gründe gibt, die Mundhygiene nicht zu vernachlässigen, ist das etwas zu stark vereinfacht dargestellt. Tatsächlich haben sich
Forscher der University of Southern California daran gemacht, schwedische Daten über eineiige Zwillinge auszuwerten. Bereits in früheren Studien, die von diesen Daten ausgingen, haben die Forscher belegen können, dass Alzheimer offenbar viel mit genetischen Prädispositionen zu tun hat.
In ihrer aktuellen Untersuchung, die gerade auf einer Fachkonferenz in Washington, D.C. vorgestellt wurde, untersuchten sie vor allem die 109 Zwillingspaare, bei denen nur einer von beiden Zwillingen an einer Demenzerkrankung litt.
Information about participants' education, activities and health history came from surveys they completed in the 1960s, when the registry was created, and from hospital discharge records. The surveys included questions about loose or missing teeth. Gatz and colleagues used the answers to build a crude indicator of periodontal disease.
Wesentlich ist allerdings, dass das Ergebnis der Studie eben
nicht lautet, dass (exklusiv) Zahnfleischentzündungen ein Alzheimer-Risiko darstellen, sondern
dass das Durchleben einer größeren Zahl entzündlicher Erkrankungen, wie sie sich u.a. durch zahnmedizinische Informationen abbilden lassen, anscheinend Schädigungen im Hirn zurücklassen, die
die Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer oder Altersdemenz zu erkranken, massiv erhöhen.