Heute (nicht nur) bei der
WELT zu lesen:
Der Startschuss zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte soll allen Bedenken zum Trotz im April 2008 fallen. Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums bestätigte den Termin am Samstag. Zweifel daran meldete der Vorstandschef der Kaufmännischen Krankenkasse KKH, Ingo Kailuweit, an: Er rechnet wegen technischer Probleme nicht vor Mitte 2009 mit der bundesweiten Einführung der Karte.
Die neue Chipkarte für alle 80 Millionen Privat- und Kassenversicherten soll die bisherige Krankenversichertenkarte ersetzen. Derzeit wird das Projekt, dem die Ärzteschaft distanziert gegenüber steht, noch regional getestet. Die Mediziner bezweifeln den Nutzen der Karte sowie die Sicherheit der Patientendaten und halten zudem die Finanzierung für ungeklärt.
(Hervorhebungen durch mich),
Wieder einmal macht sich diese Regierung dadurch unsterblich, etwas um jeden Preis umzusetzen das weder sinnvoll noch technisch ausgereift ist, noch bei dem man die tatsächlichen Folgekosten absehen kann, aber auf jeden Fall wird dadurch
alles besser, sicherer und natürlich auch kostengünstiger.
Wer profitiert tatsächlich davon?
Wie so etwas aussieht zeigt das Projekt
Microsoft HealthVault ganz deutlich. Profitieren werden hier Dataminer, Forscher, Medizinkonzerne, und die Zeche zahlen wird wie immer der Patient, derjenige der die Krankenversicherung, die neue Infrastruktur, die neue Technik bezahlen darf, und der dabei auch noch zu seinem eigenen besten zum gläsernen Patienten wird, auf dass in Zukunft jeder alles über ihn wissen kann - Sie haben ja schließlich nichts zu verbergen, oder?
Und falls doch
muss der Arzt eben künftig petzen. Bei Risiken und Nebenwirkungen, wie etwa dem Verlust ihres Anspruchs auf Versicherungsleistungen, fragen Sie bitte ihre Bank nach einem Kredit....
Tuesday, December 4. 2007 at 03:19 (Link) (Reply)