Wieder einmal eine Nachricht, bei der ich nur verwundert den Kopf schütteln kann.
„Chemo Brain“ – Wie die Chemotherapie Hirnzellen zerstört - Hirnverkleinerung nach adjuvanter Chemotherapie
steht über dem ausführlichen
Bericht des Ärzteblattes, der eine aktuelle Studie aus dem
Journal of Biology zusammenfasst. Eine ähnlich gelagerte Studie erschien in
Cancer, ein
Abstract findet man hier.
Untersucht wurden Frauen deren Brustkrebs mittels
Chemotherapie behandelt wurde. Dabei stellten die Forscher fest:
Cancer chemotherapy can impair the brain, killing crucial neural cells and causing key parts of the organ to shrink, according to two studies released this week.
The new findings add to a growing body of evidence suggesting that "chemo brain" — the mental fuzziness, memory loss and cognitive impairment often reported by cancer patients but often dismissed by oncologists — is a serious problem.
- Quelle: Los Angeles Times, Hervorhebung durch mich
Ich meine, richtig, weshalb sollte man auch Patienten zuhören oder ihre Klagen über Nebenwirkungen irgendwie ernst nehmen? Ist ja alles eh nur Einbildung.
Warum es eigentlich extra zweier Studien bedarf, damit Mediziner zu der Erkenntnis kommen, dass toxische Substanzen (
Zytostatika!) auch für Gehirnzellen schädlich sein könnten, entzieht sich meinem Verständnis. Wenn schon vergleichsweise harmlose Substanzen wie Salicylate Kopfschmerzen, Übelkeit und ähnliches auslösen können, ist es eigentlich für jeden offensichtlich, dass Zellgifte, die nicht selten selbst krebserzeugend sind, das Immunsystem zerstören und das Knochenmark angreifen, auch auf die fragile Gehirchemie und die Zellen unseres Nervenzentrums Auswirkungen haben.
Wasser ist nass - jetzt wissenschaftlich bewiesen!
In disem Zusammenhang noch ein wenig Stoff zum Nachdenken.
Die Entscheidung für oder gegen eine Chemotherapie sollte gut überlegt werden, am besten zusammen mit einem Arzt, der sowohl schulmedizinische als auch immunbiologische Therapieverfahren kennt.
Gute Erfolge hat die Chemotherapie bei Leukämie, lymphatischen Krebsarten und Hodenkrebs.
In vielen Fällen kommt sie nur als unterstützende Behandlung in Frage.
Eingeschränkt wirksam ist eine Chemotherapie in der Regel bei Krebs der Speiseröhre, der Schilddrüse und der Bauchspeicheldrüse, bei Gallenwegs-, Leber- und Nierenkrebs, bei Blasenkrebs und bei Krebs der Lunge und der Haut.
Auch bei Brustkrebs in fortgeschrittenem Stadium sind die Wirkungen eher fraglich.
Obwohl Ärzte ebenso wie Laien die lebensverlängernde Wirkung der Chemotherapie für selbstverständlich halten, gibt es kaum Hinweise, dass sie diese Wirkung tatsächlich außer bei den obengenannten Krankheitsbildern in nennenswertem Ausmaß hat. Die Verkleinerung eines Tumors wird häufig mit einer Lebensverlängerung gleichgesetzt. Trotz zahlreicher Studien zur Chemotherapie gibt es kaum welche, in der ein Zugewinn an Lebensqualität nachgewiesen wurde, obwohl Befürworter dieser Therapieform argumentieren, sie sei leidensvermindernd und krankheitsverzögernd.
-- Quelle: Gesellschaft für biologische Krebsabwehr e.V.- Hervorhebung durch mich.