"Do you get a lot of migraines, Gil? You should ask your doctor for a prescription of sumatripton. works for me."- CSI, ep. 7x06: Burn Out
Gestern sah ich die oben genannte Folge CSI und machte mich neugierig auf die Suche nach Sumatripton. Sumatripton, oder bekannter unter seinem Markennamen
Imitrex, manchmal auch als Sumatripan bezeichnet, wirkt am Serotoninrezeptor ähnlich wie auch Serotonin:
Imitrex mimics certain actions of serotonin, a naturally-occurring neurotransmitter that plays a role in several biological functions in the body, including some in the brain. Serotonin affects nerve cells by stimulating and interacting with various types of receptors, which in turn trigger certain responses in the cells.
Unlike other migraine medications, Imitrex selectively activates (as an agonist) the receptors that constrict blood vessels in the head, which are thought to be dilated and distended during a migraine attack. Because Imitrex is highly selective to a particular receptor (5-HT1), it is able to achieve increased therapeutic advantages. - Quelle: Glaxo Wellcome Pressemeldung
Nun ist Imitrex ein alter Hut für die meisten Migränepatienten, aber seit einiger Zeit macht eine Neuentwicklung bei Migränetabletten von sich reden:
Trexima.
Trexima ist im Prinzip eine Mischung aus Sumatripton und
Naproxen, einem Entzündungshemmer, der auch die Prostaglandinproduktion eindämmt und dadurch die Übertragung von Schmerzsignalen zum Gehirn verhindert.
Die Kombination beider Wirkstoffe erscheint nach letzten Erkenntnissen sehr vielversprechend, denn die Forscher sind sich sicher, dass Migräneattacken aus einer komplexen Folge von Abläufen bestehen, die sowohl Durchblutungsabnormalitäten des Gehirns als auch entzündliche Prozesse im Gewebe beinhalten. Die Komplexität dieser entzündlichen Prozesse, die schlußendlich zu den Schmerzen führen, würde auch die von Patient zu Patient sehr unterschiedlich ausgeprägten Formen der Migräne besser erklären.
Überhaupt zeigt die Vielzahl der Forschungsarbeiten zu entzündlichen Prozessen, dass "Inflammation" eines der wichtigsten medizinischen Themen des kommenden Jahrzehnts werden könnte. Einen guten patientenorientierten Überblick liefert z.B.
Stopping Inflammation: Relieving the Cause of Degenerative Diseases
.
Aber zurück zu Trexima. die FDA, die obersten Medikamentenwächter der USA, haben im Juni angekündigt,
Trexima nicht sofort zuzulassen. (Was genau hindert nun Patienten daran, Imitrex und Naproxen selbst zu kombinieren?)
Anfang November nun hat Pozen/Glaxo, Hersteller von Trexima, bekannt gegeben dass sie eine
offizielle Antwort auf die Forderungen der FDA abgegeben hätten. Die FDA hat nun 6 Monate um zu reagieren...
In der Zwischenzeit hoffe ich als Betroffene, dass sich auch noch ein paar Forscher mit den Ursachen und nicht nur der Behandlung der Symptome von Migräne befassen.