Eine mehr als zehn Jahre andauernde Studie, an der rund 40.000 Japaner teil genommen haben, liefert neue Erkenntnisse über die gesundheitlichen Auswirkungen eines regelmäßgen Grünteekonsums, berichtet
The New Scientist.
Während in früheren Studien oft von einer Schutzwirkung des grünen Tees bei bestimmten Krebsarten berichtet wurde, konnten die Forscher hier keine solchen Effekte bestätigen. Dafür senkt aber der Verzehr von mindestens einem halben Liter grünem Tee pro Tag das Risiko für Herzkreislauferkrankungen um etwa 25 %, selbst wenn man alle anderen Lebensstilfaktoren herausrechnet, die das Ergebnis beeinträchtigen könnten.
Wie genau der grüne Tee diesen Schutz im Körper bewirkt, ist noch unklar. Forscher vermuten, es könne mit bestimmten Antioxdantien im Tee, den
Polyphenolen, zusammen hängen.
Polyphenole beeinflussen im Tierversuch u.a. den Fettstoffwechsel.
Ein kürzlich in The New Scientist veröffentlichter (und bereits heftig umstrittener) Artikel mit dem Titel "
The Antioxidant Myth" wirft allerdings ein anderes Bild auf die Wirkung von Antioxidantien.
Das, was Naturheilkundler und alternative Mediziner schon seit langem behaupten, erweist sich nun auch für die klassische Medizin als Faktum - synthetische Vitamine und zusätzlich geschluckte Kapseln sind oft wirkungslos, wenn nicht sogar schädlich:
While the epidemiological evidence linking dietary antioxidant intake and reduce incidence of risks of a range of disease is strong, when such antioxidants have been extracted, purified, or synthesised and put into supplements, the results, according to the randomized clinical trials (RCTs), do not produce the same benefits, and may even be harmful. - Quelle: Foodnavigator.com
Eins der Probleme ist die bislang in der Pharmakologie typische Sicht, dass es genüge, Stoff A zu einem System hinzuzufügen damit dieses besser läuft. Dass dieses mechanistische Bild vom Mensch als Motor, dem nur die richtigen Additive fehlen, Schwächen hat, ist bekannt. Dennoch konzentreirt sich die Forschung meist auf die einzelne, patentierbare Substanz, die dann mit Gewinn als neues Wundermittel vermarktet werden kann.
It is telling that much of the criticism of antioxidants comes from science that is testing single nutrients, using a drug model. But knowledgeable antioxidant researchers are aware that this is a 'family' of nutrients that can synergistically 'recharge' each other, making single nutrient studies fairly irrelevant as to the holistic interaction of these substances in vivo. (foodnavigator.com)