Ein unwahrscheinlicherer Forschungsgegenstand als die Wärmflasche ist im Hochsommer kaum vorstellbar. Dennoch fanden britische Mediziner heraus: Das Hausmittel macht nicht nur kalte Winternächte kuschlig, sondern wirkt in den Zellen wie ein Schmerzmittel. -- Quelle: Spiegel online
Ich musste bei den Zeilen erst mal grinsen... ist es doch hier gerade eher tropisch und was mich interessiert ist vor allem Kühlung. aber es ist doch schön zu lesen, dass alte Hausmittelchen ihre Berechtigung haben und dem nun auch die Wissenschaft zustimmt.
Und wie funktioniert das nun?
"Schmerzen bei Bauchkrämpfen, Blasenentzündung oder bei der Menstruation entstehen durch verminderte Durchblutung und durch Dehnung der inneren Organe", sagte der Physiologe Brian King vom University College London bei der Jahrestagung der Physiological Society. Dabei würden Schmerzrezeptoren aktiviert.
Wird jedoch die Haut in der Nähe des Schmerzherdes auf über 40 Grad Celsius erwärmt, springen bestimmte Wärmerezeptoren an. Das konnten King und seine Kollegen in Untersuchungen nachweisen. Die Sensoren für Wärme wiederum können jene für Schmerzen blockieren - so dass der Schmerz nicht mehr wahrgenommen wird.
Natürlich wollen die Forscher ihren Patienten jetzt
nicht Wärmflaschen empfehlen - daran ließe sich wohl auch nicht genug verdienen. Statt dessen wollen sie mit den Erkenntnissen aus ihren Experimenten versuchen, Medikamente zu entwickeln, die gezielt am gleichen Rezeptortyp andocken können und damit Schmerzen langfristig hemmen sollen.
Ich nehme dann die Wärmflasche, vielen Dank.