Dieses Jahr beutelt mich der Heuschnupfen mal wieder so richtig. Damit bin ich nicht alleine...
Die Pollenbelastung in Deutschland ist nach Expertenauskunft so hoch wie seit 20 Jahren nicht mehr. „Die Anzahl der Pollen hat in diesem Jahr deutlich zugenommen“, sagte der Leiter der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (Ecarf), Torsten Zuberbier. (...) Nach dem ungewöhnlich harten Winter versuchen die Bäume jetzt, ihr Wachstum zu beschleunigen und bilden dafür massiv Pollen nach“, sagte Zuberbier. Die Belastung für Allergiker stieg durch den Regen in den vergangenen Wochen allerdings noch weiter an. „Mit dem Regen sinken die Pollen zwar kurzfristig zum Boden, aber am Anfang eines Schauers werden die Pollen durch die Tropfen aufgebrochen und setzen so die im Inneren enthaltenen Allergene frei.“
Bisher flogen vor allem Pollen von frühblühenden Bäumen wie Birken durch die Luft. Das wird sich aber schon bald ändern. Dann werden Gräserpollen umherfliegen. „Wie stark die Belastung durch die Gräserpollen sein wird, kann niemand mit Sicherheit sagen“, sagte Zuberbier. Der Regen habe den Pflanzen in den vergangenen Wochen aber optimale Wachstumsbedingungen geboten. „Daher kann man annehmen, dass sich auch die Gräser prächtig entwickelt haben.“ - Quelle: Handelsblatt, Hervorhebung durch mich
Die
Gesundheitszeitung schreibt gar
Der Pollenflug in Mitteleuropa fällt in diesem Jahr etwa 40 Prozent stärker aus als im Vorjahr. Der Anstieg sei allerdings normal und werde entsprechend den Pollenzyklen der Pflanzen alle zwei Jahre gemessen, hieß es am Rande des 25. Kongresses der Europäischen Akademie für Allergologie und klinische Immunologie (EAACI) in Wien. Allerdings beginne die Blütezeit und damit die Pollensaison auf Grund der allgemeinen Klimaerwärmung immer früher, so die Experten.
Aber auch daran halten sich die Pollen nicht.
Für diese Woche erwarten Experten den Höhepunkt der diesjährigen Pollensaison. Schuld daran ist das zuletzt schlechte Mai-Wetter, das den Blühbeginn vieler Pflanzenarten verzögert hat. Dafür geht's jetzt richtig los: Das gleichzeitige Auftreten von Gräser- und Roggenpollen könnte Allergikern zu schaffen machen.
Die Flora ist wetterbedingt mit großen Verspätungen dran, sagte der Experte. "So einen späten Beginn der Gräserpollen-Saison haben wir noch nie gehabt." In "normalen" Jahren beginne die Saison im Tiefland Mitte oder Ende Mai. "Heuer haben wir im Mai aber nur zwei Tage mit nennenswertem Pollenflug gehabt." Deswegen kommen die Belastungen jetzt mit voller Wucht. Bei Allergikern lösen die Eiweiße in den Pollen Heuschnupfen aus. - Quelle: networld.at
Das mit der vollen Wucht kann ich bestätigen...
Und als wäre das alles nicht genug für das von
Feinstaub und Co. gebeutelte Immunsystem und die Atemwege, machen sich auch neue Allergene durch eingeschleppte Pflanzen breit, deren Auswirkungen auf die Allergiker (und die Kosten im Gesundheitssystem) noch nicht abzusehen sind:
Die aus Nordamerika nach Europa eingewanderte Ambrosia artemisiifolia wird während der Blütezeit zum Albtraum aller Allergiker. Sie produziert „die potentesten allergenen Pollen weltweit“, weiß Heidrum Behrendt, Medizinprofessorin an der Technischen Universität München. - Quelle: DiePresse.com
Das Pflänzchen vermehrt sich in Südeuropa bereits kräftigst und sorgt für geschätzte 1,5 Mio. Euro Zusatzkosten in der Gesundheitsversorgung allein in der Lombardei.
Und jetzt gehe ich Antihistamine kaufen... blöde Roggenpollen.