Titelzeile eines
Artikels bei EurekAlert:
Less antibiotic use in food animals leads to less drug resistance in people, study shows
Australien hat die Verwendung von Antibiotika der Gruppe Fluoroquinolone in Tierfutter verboten. In der Folge sanken bei menschlichen Patienten die Infektionen mit antibiotikaresistenten Stämen von
Campylobacter jejuni, einem Bakterium, das typische Durchfallerkranungen nach Kontakt mit verunreinigten Lebensmitteln auslöst.
Fluoroquinolone sind in den meisten Industrienationen in Tierfutter zulässig. In Norwegen und Schweden, wo das Mittel schon geraume Zeit verboten ist, treten weniger schwere Infektionen mit resistenten Formen von Campylobacter jenuni auf:
Campylobacter isolates were collected from almost 600 patients in five Australian states. Only 2 percent were resistant to ciprofloxacin, a type of fluoroquinolone. In countries that allow fluoroquinolone use in animals, the prevalence of drug resistance can be as high as 29 percent. -- mercola.com
Eine großangelegte wissenschaftliche Studie zu Fluoroquinolonen und Campylobacter jenuni erscheint in der aktuellen Ausgabe von
Clinical Infectious Diseases :
Low-Level Fluoroquinolone Resistance among Campylobacter jejuni Isolates in Australia
Wieder einmal zeigt sich sehr schön, daß Antibiotika die Nahrungskette hindurchwandern - ein Punkt, den ich aus eigener Erfahrung kenne, da ich gegen einige in der Tierzucht verwendete Antibiotika allergisch bin - und daß wir uns keinen Gefallen damit tun, Stoffe, die für uns medizinisch überlebensnotwendig sein könnten, ihrer Funktion zu berauben, indem wir auf Wegen wie Tierfutter resistente Stämme heranzüchten.