Die Österreicher wollen darauf drängen, daß m Jahr 2006 ein neuer EU-Bericht zur Frauengesundheit erstellt wird. Das letzte derartige Papier der Gemeinschaft stammt aus dem Jahr 1996. Tatsächlich ist eine Untersuchung des Themas wichtig, nicht nur bei den im Artikel genannten Themen wie kardiovaskulären Erkrankungen, geschlechtsspezifischen Folgen des Rauchens, Osteoporose, Endometriose, Brustkrebs sowie psychischer Gesundheit.
Noch immer gilt der Mann als der Standard der Medizin, was Therapien und Medikamente angeht. Dass zum Beispiel Medikamente bei Frauen aufgrund des hormonell völlig anderen Metabolismus ganz andere (Neben-) wirkungen entfalten können als bei Männern, daß in vielen Bereichen vielleicht sogar zum Teil eigene Therapieformn gefunden werden müssten, hat die Medizin noch lange nicht begriffen.
Beispielhaft dazu Maria Rauch-Kallat:
"Frauen haben im Rahmen eines Herzinfarkts andere Symptome, die vielleicht nicht so gut erkannt werden." Die Folge: Spätere kardiologische Versorgung im Akutfall, schlechtere Aussichten auf Genesung. Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass Frauen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht genau so aggressiv und wirksam behandelt werden wie Männer in der selben Situation.
Tuesday, April 25. 2006 at 15:27 (Link) (Reply)
Mein Arzt hat das z.B. schon sehr gut begriffen. Er erzählt öfter das er in seiner Praxis die Erfahrung macht das bei ADS-Frauen die MPH Wirkung vom Zyklus abhängig ist und verweist meine eigenen Beobachtungen daher auch gar nicht ins Reich der Legenden wie es viele andere Ärzte tun würden.
Das Medikamente nicht an Frauen getestet werden, mit der Behauptung es könne ja eine unerkannte Schwangerschaft geben, die dann das Kind schädigt, finde ich ein sehr dünnes Argument. Natürlich wäre ein solcher Fall tragisch. Allerdings sollten Medikamenten-Probanten über solche Risiken gut aufgeklärt sein und entsprechend umsichtig mit ihrem eigenen Körper bzw. Verhütung umgehen solange sie als Versuchskarnickel dienen.
Das Millionen Frauen wegen dieser Schutzbehauptung keine Medikamente erhalten die auf ihren Metabolismus zugeschnitten sind, finde ich allerdings viel viel schwerwiegender.