
In
Neu Delhi wurden bis heute 174 Fälle einer Infektion mit einer ansteckenden
Meningitis (Hirnhautenzündung) gemeldet, 15 Patienten sind bislang daran gestorben.
Nach Aussage der örtlichen Gesundheitsbehörden handelt es sich um eine Meningokokken-Infektion, die problemlos auf die üblichen Antibiotika in hohen Dosierungen anspricht. Bakterielle Formen der Meningitis sind weitaus ansteckender und gefährlicher als virale Formen, können zu schweren Hirnschäden, Verlust des Gehörs oder auch dem Tod führen. Die Krankheit wird durch Tröpfcheninfektion weitergetragen und muss so schnell wie möglich behandelt werden.
Der Ausbruch ist der stärkste seit 20 Jahren. Beim letzten epidemischen Auftreten 1985 wurden 6000 Patienten infiziert und 800 Menschen starben. Warum diese Form der Meningitis, verursacht durch ein Bakterium vom Typ "Neisseria meningitis serotype A", in etwa 20-Jahres-Zyklen ausbricht, ist noch unklar. Sicher scheint dagegen, dass die Krankheit vor allem in sozial schwachen Gegenden verbreitet ist, so zitiert earthtimes.org Sheila Dikshit, Chief Minister of Delhi:
"The disease is confined to pockets in some of the older neighborhoods, and we are concentrating on these areas."
Auch in China gab es dieses Jahr bereits rund 260 offiziell bekannte Meningitis-Fälle mit 16 Toten.