In den USA ist der Krieg gegen die Abtreibung fast ein alltägliches Thema. Dabei könnten viele Abtreibungen von vorn herein vermieden werden, wenn man die Zahl der unerwünschten Schwangerschaften senken würde.
"The most powerful and least divisive way to decrease abortion is to reduce unintended pregnancy." -- Sarah Brown, Direktor der National Campaign to Prevent Teen Pregnancy.
Zwischen 1994 und 2001 haben zahlreiche US-Bundesstaaten finanzielle Hilfen für Familienplanung gekürzt oder gestrichen, und per Gesetz den Zugang zu Verhütungsmitteln massiv erschwert, ja teilwiese sogar den Sexualunterricht unterbunden. Damit wird dann auch klar, warum rund 50 % der 6 Millionen jährlichen Schwangerschaften in den USA nicht geplant und auch nicht gewünscht sind, und davon insbesondere Teenager und sozial Schwache getroffen werden.
Egal ob man für oder gegen ein Recht auf Abtreibung einsteht, beide Parteien in den USA sind sich einig, daß die Zahl unerwünschter Schwangerschaften gesenkt werden muß. In Westeuropa ist die Zahl unerwünschter Schwangerschaften nur halb so hoch wie in den USA, und infolgedessen finden 2-3 mal mehr Abtreibungen statt als in anderen westlichen Nationen.
Betroffen sind insbesondere 17 Millionen heranwachsende Frauen und Frauen mit geringem Einkommen. Dabei würde es sich auch für die amerikanischen Bundesstaaten rechnen, mehr für die sexuelle Aufklärung zu tun und Frauen wie Männern einen besseren Zzugang zu Verhütungsmitteln zu ermöglichen - 1 Dollar, der in Familienplanung udn aufklärung investiert wird, spart am Ende drei Dollar bei den Gesundheitskosten für schwangerschaften und sexuell übertragbare Krankheiten.
Sharon Camp, Sprecherin des Guttman-Institute, sagte
It's not only that at least half of the states are not doing many things they could do to reduce unintended pregnancy -- some are making contraception less easy for women and men.
Dass es auch anders geht zeigen einige amerikanische Bundesstaaten - links wie rechts orientierte. Kalifornien, New York, South Carolina und Alabama bemühen sich massiv, armen Frauen einen Zugang zur Gesundheitsversorgung und zu Kontrazeptiva zu erleichtern.
Zum Weiterlesen:
Artikel der Washington Post (kostenlose Registrierung evtl. nötig)