Gestern wurde eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung veröffentlicht, die sich mit den Nichtversicherten in Deutschland befaßt. Demnach hatten
im Jahr 2003 188.000 Menschen in Deutschland keinen Versicherungsschutz - 1995 waren es noch 105.000 Personen. Das Ärzteblatt schreibt:
Die tatsächliche Zahl dürfte nach Einschätzung der Wissenschaftler eher noch höher liegen, da beispielsweise Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung in der Statistik nur selten erfasst sind.
In der Tat dürfte die aktuelle Zahl noch sehr viel höher liegen, da die sogenannte Arbeitsmarktreform Hartz IV systematisch dafür gesorgt hat, dass bestimmte Gruppen zum 1.4. diesen Jahres plötzlich ohne Krankenversicherung dastanden (
wir haben berichtet).
Besonders deutlich ist nach Angaben der Stiftung
die Zahl der Erwerbstätigen ohne Krankenversicherung. Ihr Anteil an der Gruppe der Nichtversicherten liege mittlerweile bei über 40 Prozent. Darunter seien zahlreiche Selbstständige mit kleinem Einkommen. Schaut man auf die Ich-AGs und Hartz-IV-Empfänger, wäre es interessant die tatsächlichen Zahlen aus dem Jahr 2005 zu sehen.
In der Folge können es sich immer weniger Menschen erlauben krank zu sein und dabei vielleicht ihre ohnehin schon minderbezahlten Jobs zu verlieren, und anschließend Arztrechnungen von einem Einkommen finanzieren zu müssen, das bereits heute nicht mehr ausreicht. In den USA gibt es Menschen mit zwei Jobs und ohne Versicherung und manchmal sogar ohne festen Wohnsitz. Das nennt sich dann, glaube ich, mehr Flexibilität zeigen...
(u.a. beim
Ärzteblatt nachzulesen)
Wednesday, October 26. 2005 at 21:37 (Link) (Reply)