Die Bush-Regierung hat beim
US Supreme Court ein Gesetz zur Prüfung vorgelegt, das (erneut) die vorsätzliche Abtreibung durch Geburtseinleitung für Arzt & Patient unter Strafe stellt. Demnach ist es untersagt, absichtlich eine vaginale Geburt einzuleiten, ehe entweder der volle Kopf des Kindes oder aber der Rumpf bis zum Nabel (mit Kopf in der Mutter) auf natürlichem Wege geboren wurden, um dann einen Eingriff vorzunehmen, der das Kind voraussichtlich töten wird. Das Gesetz, 2003 von Bush verabschiedet, war auf die Klage eines Arztes hin von einem Berufungsgericht gestoppt worden, da es keine Klausel enthält, die Leib und Leben einer werdenden Mutter schützen soll und in diesem Fall einen solchen Eingriff möglich macht.
Nach Meinung von Experten ist das Gesetz überflüssig, da es nur eine medizinische Vorgehensweise unter Strafe stellt, die ohnehin so gut wie nie ausgeführt wird, da sie längst durch effektivere Methoden ersetzt wurde bzw. medizinisch niemals notwendig ist. Auch an den Diskussionen um das Gesetz kann man sehen, dass es hier vor allem um Politik geht - der Generalstaatsanwalt beklagt, dass sich hier niedrigrangigere Gerichte in Bundesgesetze eingemischt hätten, die sie nichts angehen, und wirft den Gerichten vor, sie hätten sich bei der Entscheidungsfindung statt an medizinische Experten in der Sache an den Kongress wenden sollen. (Klingt logisch. Was wissen Experten schon darüber.)
Allerdings hat der US Supreme Court dem klagenden Arzt aus Nebraska schon einmal in der gleichen Sache gegen ein Landesgesetz Recht gegeben. Es bleibt abzuwarten ob die Neubesetzung eines Richtersessels im Supreme Court durch einen Bush-Getreuen die Meinung des Gerichtes nun signifikant ändern wird.
(via
medicalnewstoday.com)