Vorsicht Muscheln!
"Hauptsache, nicht roh!", lautete ein gängiger Rat vor dem Verzehr von Meeresfrüchten aus dem Mittelmeer-Raum. Eine italienische Studie hat dies widerlegt und gleichzeit herausgefunden, wie man Muscheln trotzdem essen kann. - Quelle: Süddeutsche Zeitung
Die Kurzfassung: Auch Kochen tötet den Hepatitis-A-Erreger nicht, jedenfalls nicht bei herkömmlichen Zubereitungsarten. Sowohl gekochte als auch gegrillte Muscheln erreichen etwa eine Kerntemperatur von 70 Grad C, um den Virus zu erlegen, sind jedoch für "längere Zeit" 85°C vonnöten. Unbedenklich sind dagegen Spaghetti Vongole bzw. alle Arten von Zubereitungen, bei denen die Muscheln lange in Sauce mitgekocht wurden.
Die Forscher empfehlen Meeresfrüchteliebhabern mit Ziel Mittelmeer, sich vorsorglich gegen Hepatitis-A impfen zu lassen.
(...) neue Studien zeigten, dass Muscheln und Meeresfrüchte aus dem Mittelmeerraum und Nordafrika nach wie vor zu mindestens 20 Prozent mit Hepatitis -A-Viren verseucht sind. „Und dabei wurden nur Proben aus den sauberen Gewässern der Klasse A und B untersucht. Vor allem die so genannten Venusmuscheln waren belastet. Aber auch in den bekannten Miesmuscheln reichert sich das Virus an, und sogar mit Gelbsuchterregern infizierte Austern wurden gefunden.“
Voller Artikel in der Süddeutschen:
Hepatitis A - Kochen schützt nicht vor Gelbsucht
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Reizgas im Hallenbad
Plantschen im Becken macht Spaß und Schwimmen ist gesund. Allerdings nicht immer, ergab eine neue europäische Studie. Kinder, die oft ins Hallenbad gehen, leiden demnach häufiger an Atemwegserkrankungen und Asthma. (...)
Schuld an den Atemwegserkrankungen sei wahrscheinlich die chemische Verbindung Stickstoff-Trichlorid, vermutet Studienleiter Alfred Bernard von der Louvain-Universität in Brüssel. Das Reizgas entstünde, wenn sich gechlortes Wasser mit Urin, Schweiß und anderen organischen Stoffen im Wasser verbinde und sei leicht einzuatmen. - Quelle: BR
Mehr dazu gibt es heute um 14:30 Uhr auch bei BR alpha in der Sendung nano.
Mir fällt dazu nur ein, daß ich mal einen Arzt gefeuert habe, nachdem er mir erklärte, meine Asthmaattacken in Hallenbädern seien psychosomatisch bedingt. (notabene, ich liebe Schwimmen).
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Radiotipp: DLF - Sprechstunde: Behandlungsfehler
Morgen, am Dienstag, dem 18. Juli, bringt der Deutschlandfunk im Rahmen seiner Sendung "Journal am Vormittag" die
Sprechstunde:Behandlungsfehler
10:10 Uhr bis 11:30 Uhr, Deutschlandfunk
Studiogast:
Prof. Matthias Schrappe, Dekan der Universität Witten-Herdecke, Vorsitzender Aktionsbündnis Patientensicherheit
Moderation: Carsten Schroeder
Hörertel.: 00800 - 44 64 44 64
Hörerfax: 00800 - 44 64 44 65
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Rauchverbot für Ärzte und Erzieher
In öffentlichen Verkehrsmitteln ist Rauchen schon lange verboten. Der Bremer Senat ist jedoch noch einen Schritt weiter gegangen. Künftig darf weder in Krankenhäusern noch in Kindergärten oder Schulen der Glimmstängel rausgeholt werden.
-- Quelle: STERN
Ich warte ja schon drauf dass jetzt jemand sein verfassungsmässiges Recht auf freie Glimmstängelentfaltung einklagt. Aber ich kann nur sagen: richtig so. Wer in einem Krankenhaus als Ärztin oder Pfleger arbeitet, sollte auf das Rauchen verzichten - den Patienten zuliebe. Wer Patient ist sollte ohnehin nicht rauchen. Und Lehrerinnen und Erzieher haben eine Vorbildfunktion, die impliziert, dass man selbst nicht raucht, wenn es den Schülern verboten ist.
Ich hoffe, es schließen sich noch mehr Bundesländer an.
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Rauchen macht das Leben kürzer
Eine neue Studie aus den USA macht deutlich, dass die Schadstoffe in Zigaretten Raucherinnen und Raucher unterschiedlich stark schädigen. Frauen, die jahrelang qualmten, hatten in dem Beobachtungszeitraum von acht Jahren ein fast doppelt so hohes Risiko an Lungenkrebs zu erkranken wie männliche Raucher. - Quelle: FOCUS
Interessanterweise sterben aber weniger Frauen an Lungenkrebs als Männer. Warum das so ist, weiß man nicht - es könnte hormonelle Gründe haben, aber auch mit unterschiedlichen Lebensstilen und einem anderen Gesundheitsbewußtsein von Frauen zusammen hängen. Auf jeden Fall fordern die Forscher, daß sich Anti-Raucher-Kampagnen auch gezielt an Mädchen richten sollen.
In Deutschland gibt es gezielte Broschüren für "Boys" und "Girls" von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (auch als PDF) - aber ob die Message auch bei der Zielgruppe ankommt?
Wen die Aussicht auf den Krebstod nicht schrecken kann, der sollte sich fragen, wie alt er werden möchte.
Im Vergleich zu Nichtrauchern verlieren Raucher bis zu 25 Jahre ihrer Lebenserwartung. Die Menge der pro Tag gerauchten Zigaretten spielt dabei eine weniger wichtige Rolle, so die Experten. Entscheidend ist eher die Gesamtdauer der Raucherkarriere.
Zum Weiterlesen:
Men's Health - Der Rauchstopp-Guide
Rauch-frei.info - die Internetseite der BZgA speziell für Jugendliche
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Antibiotika bei chronischen Ohrenentzündungen nutzlos
Wie nun neueste Forschungsergebnisse zeigen, sind Antibiotika bei chronischen Ohrenentzündungen ohnehin wirkungslos.
Wenn Kinder unter chronischen Mittelohrentzündungen leiden, ist daran fast immer ein Biofilm schuld. Solche "Bakterienrasen" bilden eine Schutzschicht, die Antibiotika unwirksam machen. -- Quelle: Die WELT
Anstelle der Antibiotikagaben ist bei einer lang anhaltenden Mittelohrentzündung nach Meinung der Wissenschaftler eine Trommelfellpunktion angezeigt, um die Flüssigkeit abzuleiten.
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Kann eine einzelne Hirnzelle denken?
Ein Team von Wissenschaftlern der Universität von Kalifornien in Los Angeles (UCLA) und des California Institute of Technology (Caltech) hat entdeckt, dass einzelne Nervenzellen (Neuronen) in der Lage sind, eine Art Vorstellung von Dingen oder Personen zu entwickeln. Diese Forschung widerspricht der Auffassung der meisten Neurowissenschaftler, wonach einzelne Zellen nichts anderes sind, als kleine Pixel in einem großen, sehr komplexen System. Die Frage lautet also: "Kann eine einzelne Nervenzelle denken?", so Dr. Christof Koch vom Caltech, der die Ergebnisse dieser Forschung am 9. Juli auf dem Forum of European Neuroscience Societies (FENS) 2006 in Wien vorstellte.
"Was ist Bewusstsein? Das ist eine grundlegende Frage, die beantwortet werden muss", sagte Dr. Koch.
Voller Artikel in der ZEIT:
Kann eine einzelne Nervenzelle denken? Oder was hat Hirnforschung mit Jennifer Aniston zu tun?
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Radiotipp: DLF - Sprechstunde: Schilddrüsenerkrankungen
Morgen, am Dienstag, dem 11. Juli, bringt der Deutschlandfunk im Rahmen seiner Sendung "Journal am Vormittag" die
Sprechstunde: Schilddrüsenerkrankungen
10:10 Uhr bis 11:30 Uhr, Deutschlandfunk
Studiogast:
Prof. Frank Grünwald, Direktor der Klinik für Nuklearmedizin, Zentrum der Radiologie, Universitätsklink Frankfurt am Main
Moderation: Barbara Weber
Hörertel.: 00800 - 44 64 44 64
Hörerfax: 00800 - 44 64 44 65
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Achterbahn ist für Herzkranke lebensgefährlich
Herzpatienten sollten Achterbahnen und ähnliche Fahrgeschäfte unbedingt meiden.
(...)
Die hohen Geschwindigkeiten und Beschleunigungskräfte haben (...) "katastrophale Folgen" für die Betroffenen: "Sie führen zu erheblichen Veränderungen der Herzfunktion, des Blutdrucks und der Pulsfrequenz." Der emotionale Stress verstärke diese Symptome noch. In der Folge könne es zu Herzrhythmusstörungen und sogar zum Herzinfarkt kommen."
Wenn ich mir überlege, daß man in die Achterbahn geht um Kick, Thrill, Aufregung, Adrenalin zu spüren, sollte sich eine Achterbahnfahrt für Herzpatienten ohnehin verbieten, dennoch ist es gut, dass auch die rein pyhsikalisch bedingten Gefahren noch einmal angesprochen werden. Und nicht bloß Menschen mit einer Infarkthistorie oder Herzklappenfehlern und Herzrhythmusstörungen sind in Gefahr.
Viele gerade jüngere Menschen wissen nicht dass sie einen Herzfehler haben, und sind dann bei der Fahrt in den großen "Fahrgeschäften" auf Jahrmärkten und in Parks besonders gefährdet.
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Kurzmeldung: Asbesterkrankungen steigen.
Obwohl Asbest in Deutschland seit 1993 verboten ist, wird der Höhepunkt an Asbest bedingten Erkrankungen erst zwischen 2010 und 2020 erwartet. „Dann muss hier zu Lande mit bis zu 110.000 Fällen gerechnet werden,“ warnt Prof. Dieter Köhler, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) und Leiter der Fachklinik Kloster Grafschaft in Schmallenberg.
Das liegt an der langen Inkubationszeit von 10 bis 40 Jahren, die vom Beginn einer Belastung mit Asbest bis zum Auftreten der ersten Krankheitsbeschwerden vergehen kann. Schon jetzt gibt es unter den Berufserkrankungen mehr Tote durch Asbest als tödliche Arbeitsunfälle.
Quelle und voller Text: Deutliche Zunahme von Asbesterkrankungen befürchtet (bei Krankenkassenratgeber.de)
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