Radiotipp: DLF - Sprechstunde Handchirurgie
Morgen, am Dienstag, dem 30. Mai, bringt der Deutschlandfunk im Rahmen seiner Sendung "Journal am Vormittag" die
Sprechstunde: Handchirurgie
10:10 Uhr bis 11:30 Uhr, Deutschlandfunk
Studiogast: Prof. Günter Germann, Chefarzt der Klinik für Hand-, Plastische und Rekonstruktive Chirugie, Berufs-Genossenschaftliche Unfallklinik Ludwigshafen
Moderation: Martin Winkelheide
Hörertel.: 00800 - 44 64 44 64
Hörerfax: 00800 - 44 64 44 65
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Eine halbe Abmeldung
Insofern betrachtet das Medblog für ein zwei Wochen als in Urlaub
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Gates Foundation spendet 104 Millionen für TB-Bekämpfung
Die TB Alliance befasst sich mit der Erforschung neuer Medikamente gegen Tuberkulose, mit dem Ziel eine "schnellere und effektivere Behandlung" der Tuberkulose zu entwickeln.
Angesichts der Tatsache, daß immer mehr Erreger gegen Antibiotika resistent werden, ist das auch dringend nötig. Wir alle möchten nicht auf einem Planeten leben, auf dem durch Tröpfcheninfektion übertragene TB-Erreger gegen Penicillin resistent geworden sind... ein weiteres Problem ist, daß die derzeitige Behandlung aufwändig und langwierig ist. Bislang sind bis zu 130 Dosen der gängigen Medikation über einen Zeitraum von 6 Monaten nötig, das Ziel ist eine Therapie, die mit ungefähr 10 Dosen auskommt (und dabei die 4 bislang verwendeten Medikamente vom Markt verdrängen soll).
The four standard drugs used to treat tuberculosis are more than 40 years old and take at least six months to work effectively. When the long treatment is not completed or drug supply is interrupted, multi-drug resistant forms of TB can emerge. In addition, TB is a leading killer of people living with HIV/AIDS, but current TB treatment cannot easily be combined with the anti-retrovirals used to treat HIV. - Quelle: Medicalnewstoday.com
Von der Spende der Gates Foundation profitiert u.a. auch der Bayer Konzern, der mit der TB Alliance ein neues Breitband-Antibiotikum entwickelt, Moxifloxacin, und im Gegenzug versprochen hat, das Medikament in den Ländern die es am dringendsten benötigen, zu niedrigen Preisen auf den Markt zu bringen.
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Wilde Spekulationen - Vogelgrippe von Mensch zu Mensch übertragen?
Erstmals Vogelgrippe von Mensch zu Mensch übertragen? (baz.ch)
WHO prüft Vogelgrippefälle (Tages-Anzeiger)
Google-News-Suche : Vogelgrippe+Mensch
Stellvertretend die FAZ:
In Indonesien ist es möglicherweise zum ersten Mal zu einer Übertragung der Vogelgrippe von Mensch zu Mensch gekommen. Nach einer Häufung von tödlichen Infektionen innerhalb einer Familie in Indonesien wollte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) dies nicht mehr ausschließen. Es gebe allerdings keinen Beleg für eine Mutation des Erregers oder dessen Verbreitung über den engen Familienkreis hinaus, betonten WHO-Experten am Mittwoch in Jakarta.
(...)
Bezeichnend ist nach seinen Angaben, daß sich in dem Dorf Kubu Sembelang kein Geflügel mit dem Vogelgrippe-Virus H5N1 infiziert habe. Andererseits sei der bei der betroffenen Familie registrierte Erregertyp genetisch identisch mit einer Variante, die in der Region schon früher bei Menschen aufgetreten sei. Dies lasse eine Ansteckung von Mensch zu Mensch vermuten. Es habe sich aber auch gezeigt, daß keine größeren Mutationen des Erregers stattgefunden hätten. Eine Ausbreitung über den Familienkreis hinaus und damit die Möglichkeit einer Pandemie sei nicht zu befürchten.
(Hervorhebung durch mich).
Es handelt sich also um die Vogelgrippe aber nicht um H5N1, wenn ich das richtig verstehe. Aber dieses feine Detail wird den meisten Medien wohl entgehen...
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Radiotipp: DLF - Sprechstunde Vorsorge und Früherkennung
Morgen, am Dienstag, dem 23. Mai, bringt der Deutschlandfunk im Rahmen seiner Sendung "Journal am Vormittag" die
Sprechstunde: Vorsorge und Früherkennung
10:10 Uhr bis 11:30 Uhr, Deutschlandfunk
Studiogäste:
Prof. Ingrid Mühlhauser, Universität Hamburg, Fachwissenschaft "Gesundheit"
Prof. Ferdinand Gerlach, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin, Universität Frankfurt/Main
Moderation: Judith Grümmer
Hörertel.: 00800 - 44 64 44 64
Hörerfax: 00800 - 44 64 44 65
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Putzen mit der schwarzen Madonna
Manchmal schauen ihre feinen Ohrmuscheln ein bisschen durch ihr wallendes Haar, dann sieht sie aus wie eine Elbenprinzessin aus den Feenwäldern von Mittelerde. Fast.
Wenn sie nicht so angespannt die Stirn runzeln würde.
Außer dem Betreuten Einzelwohnen hat die schwarze Madonna einen gesetzlichen Betreuer, bei dem sie wöchentlich ihr Haushaltsgeld abholt, und eine Sozialstation, die ihr morgens und abends ihre Medikamente gibt.
Sie ist das, was wir eine „niedrigschwellige“ Klientin nennen. Das heißt übersetzt, dass wir im Betreuten Einzelwohnen keine großen Ansprüche an sie stellen. Meine Aufgabe ist es, ganz regelmäßig den Kontakt zu ihr zu halten und sie behutsam zu stabilisieren. Mehr nicht.
Für mich gehört das zu den schwereren Herausforderungen. Es ist so verführerisch, sich einzumischen. Es wäre auch einfacher. Diese ganze Zurückhaltung und Vorsicht kostet viel mehr Konzentration und Selbstbeherrschung als man das von außen so mitkriegt. Nicht zu vergessen die endlose Geduld, die man dafür aufbringen muss.
Aber bei der schwarzen Madonna hat es sich gelohnt. In winzigen Schrittchen wurde eine Besserung sichtbar. Früher hat sie im psychotischen Schub schon mal ihre Wohnung komplett zertrümmert oder Leute angegriffen. Eine Klinikeinweisung ging grundsätzlich mit dramatischen Polizeiaktionen und richterlichen Zwangsanordnungen einher.
Durch das Betreute Einzelwohnen legte sich nach und nach die Dramatik.
Zuerst ging sie dazu über, „harmlosere“ Zwangeinweisungen zu provozieren.
Heute reicht es, wenn ich bei ihr vorbei gehe und sage: „Frau Hoch, es ist mal wieder so weit. Ich erkenne Ihre Krisenzeichen. Am Besten, Sie packen jetzt ihre Tasche und wir fahren zusammen in die Klinik.“ Dann sagt sie: „Ja, ist gut.“ Und kommt ganz friedlich mit mir mit.
Dadurch sind ihre Klinikaufenthalte kürzer geworden. Und sie werden langsam seltener.
Jetzt gerade ist sie wieder in der Klinik, und ich besuche sie dort regelmäßig.
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Ärztestreik - in Indien
Ein seit einer Woche anhaltender Streik von Krankenhausärzten hat die Gesundheitsversorgung in Indien empfindlich beeinträchtigt. Die Gesundheitsbehörde der Hauptstadt Neu Delhi bat das Verteidigungsministerium und die Staatsbahn, den bestreikten Krankenhäusern Ärzte aus ihren Diensten zur Verfügung zu stellen. In der Metropole Kalkutta ist die medizinische Versorgung der Bevölkerung Aussagen der Gesundheitsdirektorin Joyshree Mitra Ghosh von Donnerstag zufolge „ernsthaft beeinträchtigt“.
Auch in den Bundesstaaten Punjab, Gujarat, Maharashtra und Orissa mussten Krankenhäuser Patienten abweisen. Unter den Abgewiesenen waren Schwangere und Menschen mit Knochenbrüchen. - Quelle: Ärzteblatt
Hintergrund des Streiks, der von jungen Ärzten "in Ausbildung an Staatskrankenhäusern" getragen wird, ist ein Plan der indischen Regierung, etwa die Hälfte aller Medizinstudienplätze per Quotenregelung an Angehörige der unteren Kasten und ethnischer Minderheiten zu vergeben. Die Studienplätze für Medizin sind extrem begehrt, und die Studenten fürchten, daß die Zugangsberechtigungen nicht mehr nach Leistung vergeben werden. Zahlen über die Effektivität einer bereits geltenden Quotenregelung (22,5 %) liegen ebenfalls nicht vor.
Bezeichnend ist wohl auch, daß die (öffentliche) Gesundheitsversorgung anscheinend primär von den Jungärzten getragen wird.
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Ein paar Reserven schaden nicht
Während heutzutage Anorexie auch für Männer ein erstrebenswertes Ziel zu sein scheint, auch wenn Männern ein höherer BMI immer noch eher verziehen wird als Frauen, die sich gefälligst an den Maßen von Barbie oder wenigstens Supermodels zu orientieren haben, scheint es, daß die alten Weisheiten nicht bloß im Hinblick auf drohende Hungersnöte ihre Berechtigung hatten.
"Iss Dich alt - Studie zeigt - Länger leben durch Übergewicht" betitelt die Rheinische Post heute einen Beitrag über eine aktuelle Studie, die erstaunliche Erkenntnisse für das Zeitalter des Fitness- und Diätwahns mit sich bringt.
Wer leichtes Übergewicht hat, kann damit rechnen, länger zu leben. Diese überraschende Erkenntnis fördert eine amerikanische Studie zu Tage: Die Sterblichkeitsrate von über 80-Jährigen mit leichtem Übergewicht ist niedriger als die von Menschen mit einem normalen Body-Mass-Index (BMI)
Die Sterberate der Untergewichtigen war demnach am höchsten, dicht gefolgt von denen mit sogenanntem 'klinischem' Übergewicht (BMI >30).
Kritiker wie Udo Pollmer stellen den Wert des BMI (Body Mass Index) schon länger in Frage. Seine ausgezeichneten Beiträge zu Ernährungsthemen für den Deutschlandfunk kann man auch als Audio-on-Demand nachhören. Ein Interview mit ihm - u.a. zum Thema ernährungsgestörte Diät-Fachleute - findet man bei der WELT.
Aktueller TV-Tipp: Ärzte, Kassen, Lobbyisten
Gäste:
Wolfgang Böhmer (CDU), Ministerpräsident Sachsen-Anhalt
Daniel Bahr (FDP), gesundheitspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion
Hans Jürgen Ahrens, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes
Frank Ulrich Montgomery, Vorsitzender des Marburger Bundes
Anke Martiny, stellvertretende Vorsitzende von Transparency International Deutschland
Die volle Beschreibung der Sendung gibt es hier beim ZDF.
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Prozac - neue Hoffnung bei Alzheimer?
Der Wirkstoff Fluoxetin, besser bekannt unter dem Handelsnamen Prozac, ist eines der Medikamente, die weltweit am häufigsten gegen schwere Formen der Depression verschrieben werden. Wie ein US-Forscherteam am Cold Spring Harbor Laboratory auf Long Island nun im Fachblatt "PNAS" berichtet, läßt sich die Wirkungsweise des Medikaments möglicherweise auch für die Behandlung von anderen neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson nutzbar machen.
(...)
Es zeigte sich, daß Prozac die Bildung spezieller Vorläufer-Nervenzellen (ANP, Amplifying Neural Progenitors) anregt. Die Zellen vermitteln die Bildung von reifen Nervenzellen aus Stammzellen und übernehmen damit eine wichtige Hilfsfunktion.
Besonders bei degenerativen Hirnerkrankungen könnte sich dieser Wirkmechanismus von Fluoetin als nützlich erweisen. Dem gehen die Forscher jetzt nach.
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