Filmfestival Ausnahmezustand
Ab 27. April findet ein Bundesweites Filmfestival zum Thema Depression - Psychische Erkrankungen statt. Es startet in Berlin und tourt anschließend von Mai bis Oktober 06 durch verschiedene Städte.
Veranstaltet wird das Filmfestival vom Leipziger Verein Irrsinnig Menschlich e.V. und den Berliner Programm- Machern EYZ mit ihrem Kinoverleih BFILM.
Sie "wollen Menschen ins Gespräch bringen, zu einem Thema, das uns Angst macht, das wir tabuisieren, über das wir in der Öffentlichkeit nur ungern sprechen: Psychische Erkrankungen. Dabei ist jeder dritte Mensch einmal in seinem Leben davon betroffen.
Beunruhigend: Obwohl das Wissen der Bevölkerung über psychische Krankheiten in den letzten Jahren zugenommen hat, ist die öffentliche Einstellung gegenüber Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen noch ablehnender geworden"
Unterstützt wird das Festival von der Aktion Mensch und dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen.
Es werden acht aktuelle Dokumentationen aus Deutschland, den USA, Frankreich, Schweiz, Italien und Norwegen gezeigt, in herausragender digitaler Qualität.
In den Kinos kann das Publikum mit Menschen, die psychische Krankheit durchgemacht haben, Angehörigen und Experten diskutieren.
Festivalpartner vor Ort sind Selbsthilfegruppen, Verbände, Organisationen und Einrichtungen, die sich für die Erhaltung der seelischen Gesundheit engagieren.
Infos unter www.ausnahmezustand-filmfest.de
Veranstaltet wird das Filmfestival vom Leipziger Verein Irrsinnig Menschlich e.V. und den Berliner Programm- Machern EYZ mit ihrem Kinoverleih BFILM.
Sie "wollen Menschen ins Gespräch bringen, zu einem Thema, das uns Angst macht, das wir tabuisieren, über das wir in der Öffentlichkeit nur ungern sprechen: Psychische Erkrankungen. Dabei ist jeder dritte Mensch einmal in seinem Leben davon betroffen.
Beunruhigend: Obwohl das Wissen der Bevölkerung über psychische Krankheiten in den letzten Jahren zugenommen hat, ist die öffentliche Einstellung gegenüber Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen noch ablehnender geworden"
Unterstützt wird das Festival von der Aktion Mensch und dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen.
Es werden acht aktuelle Dokumentationen aus Deutschland, den USA, Frankreich, Schweiz, Italien und Norwegen gezeigt, in herausragender digitaler Qualität.
In den Kinos kann das Publikum mit Menschen, die psychische Krankheit durchgemacht haben, Angehörigen und Experten diskutieren.
Festivalpartner vor Ort sind Selbsthilfegruppen, Verbände, Organisationen und Einrichtungen, die sich für die Erhaltung der seelischen Gesundheit engagieren.
Infos unter www.ausnahmezustand-filmfest.de
Posted by Brangäne on Friday, April 14. 2006 at 11:52 in Alles nur im Kopf
no comments yet, be the first! Trackbacks (0)
no comments yet, be the first! Trackbacks (0)
Die Sozialarbeiterin und die Psychiatrie: Scharmützel
Frau Blank ist bei unserem gewohnten Termin nicht zuhause. Das ist nichts Besonderes, das passiert immer wieder mal. Ich denke mir, sie hatte vielleicht was Besseres vor, als mit mir zu putzen.
Später am Tag ruft sie bei uns im Büro an. Das ist bemerkenswert, weil das sonst nie vorkommt. Sie klingt munter und guter Dinge. „Hallo Frau Tüchtig, wissen Sie denn gar nicht, dass ich im Krankenhaus bin?“
Weiß ich nicht.
Ich bin überrascht.
Beim letzten Termin wirkte sie nicht im Geringsten psychotisch, und auch jetzt klingt sie nicht so. Ich fahre noch am gleichen Nachmittag in der Klinik vorbei.
Beim ersten Anblick kriege ich einen Schreck. Frau Blank sieht richtig schlimm aus. Sie hat ein Pflaster an der Schläfe und ein geschwollenes, blutunterlaufenes Auge. Ist sie etwa verprügelt worden?
Später am Tag ruft sie bei uns im Büro an. Das ist bemerkenswert, weil das sonst nie vorkommt. Sie klingt munter und guter Dinge. „Hallo Frau Tüchtig, wissen Sie denn gar nicht, dass ich im Krankenhaus bin?“
Weiß ich nicht.
Ich bin überrascht.
Beim letzten Termin wirkte sie nicht im Geringsten psychotisch, und auch jetzt klingt sie nicht so. Ich fahre noch am gleichen Nachmittag in der Klinik vorbei.
Beim ersten Anblick kriege ich einen Schreck. Frau Blank sieht richtig schlimm aus. Sie hat ein Pflaster an der Schläfe und ein geschwollenes, blutunterlaufenes Auge. Ist sie etwa verprügelt worden?
Continue reading "Die Sozialarbeiterin und die Psychiatrie: Scharmützel"
Posted by Brangäne on Thursday, April 13. 2006 at 16:00 in Alles nur im Kopf, Erfahrungsberichte
no comments yet, be the first! Trackbacks (3)
no comments yet, be the first! Trackbacks (3)
Die Sozialarbeiterin und die Psychiatrie: Über das Schweigen
Apropos, wenn man gar nichts tun kann:
Manchmal gibt es Klienten, die nicht sprechen. Das ist schwer. Wir versuchen dann, ob wir gemeinsam etwas tun können, ohne viel zu reden: spazieren gehen, aufräumen, renovieren, basteln, irgendwas.
Wenn das auch nicht geht, wird es ganz schwer. Dann fragen wir uns manchmal: Wozu sind wir eigentlich hier? Was will der Klient von uns?
Da sitzen wir mit unserem Klienten. Er ist offensichtlich verstört, und wir werden langsam auch immer verstörter. Und nun?
Eine meiner ersten Klientinnen war so.
Ich war unerfahren und ungeschickt, und sie war stumm. Beinah. Sie schaute mich niemals an. Wenn ich zu ihr sprach, sah sie starr an mir vorbei ins Leere. Wenn ich sie etwas fragte, waren die Antworten maximal zwei Silben lang. Maximal.
"Ja." -- "Nein." -- "Okay." -- "Weiß nicht."
Und wieder Schweigen.
Da fängt man als Sozialarbeiterin an, wie wild zu denken.
Manchmal gibt es Klienten, die nicht sprechen. Das ist schwer. Wir versuchen dann, ob wir gemeinsam etwas tun können, ohne viel zu reden: spazieren gehen, aufräumen, renovieren, basteln, irgendwas.
Wenn das auch nicht geht, wird es ganz schwer. Dann fragen wir uns manchmal: Wozu sind wir eigentlich hier? Was will der Klient von uns?
Da sitzen wir mit unserem Klienten. Er ist offensichtlich verstört, und wir werden langsam auch immer verstörter. Und nun?
Eine meiner ersten Klientinnen war so.
Ich war unerfahren und ungeschickt, und sie war stumm. Beinah. Sie schaute mich niemals an. Wenn ich zu ihr sprach, sah sie starr an mir vorbei ins Leere. Wenn ich sie etwas fragte, waren die Antworten maximal zwei Silben lang. Maximal.
"Ja." -- "Nein." -- "Okay." -- "Weiß nicht."
Und wieder Schweigen.
Da fängt man als Sozialarbeiterin an, wie wild zu denken.
Continue reading "Die Sozialarbeiterin und die Psychiatrie: Über das Schweigen"
Posted by Brangäne on Tuesday, April 11. 2006 at 08:19 in Alles nur im Kopf, Erfahrungsberichte
4 Comments Trackbacks (0)
4 Comments Trackbacks (0)
Passivrauchen erhöht das Diabetes-Risiko
Nicht nur, wer selbst zur Zigarette greift, erhöht sein Risiko, zuckerkrank zu werden. Die Gefahr steigt auch für alle, die dem Rauch anderer ausgesetzt sind.schreibt der FOCUS.
Raucher erhöht die Wahrscheinlichkeit an Diabetes zu erkranken, erheblich. In einer Langzeitstudie des Birmingham Veterans Affair Medical Center, Alabama, stellten Forscher fest, daß etwa 22 % der Raucher eine Insultin-Intoleranz entwickelten (eine Diabetes-Vorstufe) aber nur 14 % derer, die das Rauchen aufgegeben hatten. Passivraucher dagegen lagen mit 17 % noch vor den ehemaligen Rauchern.
Die Studienautoren vermuten, dass Passivraucher aufgrund bestimmter chemischer Reaktionen sogar eine höhere Konzentration an Schadstoffen einatmen als die Raucher selbst. Falls einer dieser Schadstoffe direkt auf die Bauchspeicheldrüse und damit auf die Insulinproduktion wirkt, könnte das die Ergebnisse erklären. Das sollen nun weitere Studien aufdecken.
Posted by Ishtar on Monday, April 10. 2006 at 07:38 in Aus aller Welt
no comments yet, be the first! Trackback (1)
no comments yet, be the first! Trackback (1)
Notapotheke per SMS
Dringend eine Apotheke gesucht... Wochenende?
Wer sein Handy dabei hat und die Postleitzahl der Gegend weiss, in der er sich befindet, kann sich die Adresse der nächsten gerade diensthabenden Nacht- und Not-Apotheke jetzt per SMS kommen lassen.
So geht's:
SMS mit folgendem Text erstellen: NOTAPO PLZ (also z.B. NOTAPO 22765)
SMS senden an: 82682 (ohne Vorwahl)
Daraufhin kommt eine Antwort-SMS mit Namen, Öffnungszeit, Straße und Postleizahl der apotheke, die gerade Notdienst hat.
Die SMS an den Service kostet etwa 49 Cent (je nach Provider), die Antwort-SMS ist kostenfrei.
Wer sein Handy dabei hat und die Postleitzahl der Gegend weiss, in der er sich befindet, kann sich die Adresse der nächsten gerade diensthabenden Nacht- und Not-Apotheke jetzt per SMS kommen lassen.
So geht's:
SMS mit folgendem Text erstellen: NOTAPO PLZ (also z.B. NOTAPO 22765)
SMS senden an: 82682 (ohne Vorwahl)
Daraufhin kommt eine Antwort-SMS mit Namen, Öffnungszeit, Straße und Postleizahl der apotheke, die gerade Notdienst hat.
Die SMS an den Service kostet etwa 49 Cent (je nach Provider), die Antwort-SMS ist kostenfrei.
Die Sozialarbeiterin und die Psychiatrie: Schwierige Anfänge
Einmal in der Woche haben wir eine Dienstbesprechung. Dort werden unter Anderem neue Klienten von unserem Chef vorgestellt und verteilt.
Wir vom Betreuten Einzelwohnen sind Teil der "psychiatrischen Pflichtversorgung". Das bedeutet, ähnlich wie ein Krankenhaus müssen wir alle Klienten aufnehmen, die für diese Hilfeform geeignet sind und sie brauchen. Bis alle unsere Plätze besetzt sind.
Dann gibt es manchmal Wartezeiten.
Dieses Mal habe ich einen Platz frei und bin an der Reihe. So kommt Herr Jung zu mir.
Wieder ein neues Amerika!!!!
Ich erfahre, dass Herr Jung erst 25 Jahre alt ist.
Er ist von der Uniklinik am anderen Ende der Stadt bei uns angemeldet worden.
Er war das erste Mal in der Psychiatrie, hat aber schon eine längere Drogenkarriere hinter sich, mit Alkohol und Cannabis. Zurzeit ist er noch in der Uniklinik. Das Erstgespräch soll dort stattfinden.
Unsere Erstgespräche machen wir immer zu zweit, möglichst ein Mann und eine Frau, weil Männer und Frauen unterschiedliche Sachen beobachten. Außerdem gehen immer diejenigen mit, die auch einen Platz frei haben, so dass ein neuer Klient nicht mit allzu vielen Gesichtern konfrontiert wird. Und damit er nicht alles drei Mal erzählen muss.
Roger meldet sich, er hätte Zeit und auch einen Vertretungsplatz frei, und würde mit mir zusammen da hin fahren.
Das freut mich. Roger mag ich gerne.
Ich rufe in der Uniklinik an und mache einen Termin aus.
Wir vom Betreuten Einzelwohnen sind Teil der "psychiatrischen Pflichtversorgung". Das bedeutet, ähnlich wie ein Krankenhaus müssen wir alle Klienten aufnehmen, die für diese Hilfeform geeignet sind und sie brauchen. Bis alle unsere Plätze besetzt sind.
Dann gibt es manchmal Wartezeiten.
Dieses Mal habe ich einen Platz frei und bin an der Reihe. So kommt Herr Jung zu mir.
Wieder ein neues Amerika!!!!
Ich erfahre, dass Herr Jung erst 25 Jahre alt ist.
Er ist von der Uniklinik am anderen Ende der Stadt bei uns angemeldet worden.
Er war das erste Mal in der Psychiatrie, hat aber schon eine längere Drogenkarriere hinter sich, mit Alkohol und Cannabis. Zurzeit ist er noch in der Uniklinik. Das Erstgespräch soll dort stattfinden.
Unsere Erstgespräche machen wir immer zu zweit, möglichst ein Mann und eine Frau, weil Männer und Frauen unterschiedliche Sachen beobachten. Außerdem gehen immer diejenigen mit, die auch einen Platz frei haben, so dass ein neuer Klient nicht mit allzu vielen Gesichtern konfrontiert wird. Und damit er nicht alles drei Mal erzählen muss.
Roger meldet sich, er hätte Zeit und auch einen Vertretungsplatz frei, und würde mit mir zusammen da hin fahren.
Das freut mich. Roger mag ich gerne.
Ich rufe in der Uniklinik an und mache einen Termin aus.
Continue reading "Die Sozialarbeiterin und die Psychiatrie: Schwierige Anfänge"
Posted by Brangäne on Saturday, April 8. 2006 at 13:40 in Alles nur im Kopf, Drogen, Erfahrungsberichte
2 Comments Trackbacks (0)
2 Comments Trackbacks (0)
Apropos Fragen Sie Ihren Arzt...
Neulich musste ich zum Hausarzt, weil ich einen komischen Ausschlag bekam. Vermutlich irgendeine Allergie, obwohl ich sonst nicht dazu neige.
Meinen Lieblingshausarzt habe ich leider an die Politik verloren, also habe ich mich in meinem Wohnumfeld umgeschaut und den nächsten besten Hausarzt ausprobiert.
Der Hausarzt hat Logorrhöe, ich schwöre es. Er hat mich skrupellos vollgequatscht, mit lauter Dingen, die überhaupt nichts mit meinem Ausschlag zu tun haben. Ich bin jetzt Bestens über seine Meinung zu Wohnungsgesellschaften, Hartz IV, Mieterhöhungen und der allgemeinen politischen Lage informiert. Nur mit Mühe konnte ich seinen Gesprächsfluß auf mein eigentliches Anliegen lenken. Ich unterbrach ihn schließlich mitten in einer philosophischen Ausführung mit dem Hinweis, dass ich heute nochmal zur Arbeit muß.
Er schrieb mir dann ohne weitere Untersuchung eine Überweisung zum Dermatologen auf, und ein Medikament, das ich mir auf Privatrezept (selber zahlen!) in der Apotheke besorgen sollte.
In der Apotheke wurde mir etwas bang. Ich habe gehört, dass Antiallergika manchmal das eigene Immunsystem bremsen. Das könnte ich gerade nicht gut gebrauchen. Mein Immunsystem ist immer noch eifrig mit Fußreparaturen beschäftigt und wird dafür auch gebraucht.
Ich frage die Apothekerin also, wie das aufgeschrieben Medikament denn wirkt. Sie schaut in den Computer und sagt: "Das ist gegen Herzbeschwerden und hohen Blutdruck." - "Wie bitte?" Frage ich nach. Tatsächlich.
Ein Glück habe ich nachgefragt. Mein Blutdruck ist per se eher niedrig. Wenn ich das eingenommen hätte... Es ist auch so gar nicht das, was ich brauche.
Ich rufe den Hausarzt an. "Ach, herrjeh," sagt er fröhlich, "da bin ich im Computer wohl in der Zeile verrutscht. Na, das macht nix, ham Sie was zu Schreiben, ich sage Ihnen, wie das eigentlich heißt:" - "Danke, nicht nötig:" Sage ich und lege den Höhrer auf.
Von einer Freundin mit Neurodermitis lasse ich mir dann die richtigen Medikamente durchgeben. Sie helfen auch prima. Das nächste mal spare ich mir den Arzt gleich.
Meinen Lieblingshausarzt habe ich leider an die Politik verloren, also habe ich mich in meinem Wohnumfeld umgeschaut und den nächsten besten Hausarzt ausprobiert.
Der Hausarzt hat Logorrhöe, ich schwöre es. Er hat mich skrupellos vollgequatscht, mit lauter Dingen, die überhaupt nichts mit meinem Ausschlag zu tun haben. Ich bin jetzt Bestens über seine Meinung zu Wohnungsgesellschaften, Hartz IV, Mieterhöhungen und der allgemeinen politischen Lage informiert. Nur mit Mühe konnte ich seinen Gesprächsfluß auf mein eigentliches Anliegen lenken. Ich unterbrach ihn schließlich mitten in einer philosophischen Ausführung mit dem Hinweis, dass ich heute nochmal zur Arbeit muß.
Er schrieb mir dann ohne weitere Untersuchung eine Überweisung zum Dermatologen auf, und ein Medikament, das ich mir auf Privatrezept (selber zahlen!) in der Apotheke besorgen sollte.
In der Apotheke wurde mir etwas bang. Ich habe gehört, dass Antiallergika manchmal das eigene Immunsystem bremsen. Das könnte ich gerade nicht gut gebrauchen. Mein Immunsystem ist immer noch eifrig mit Fußreparaturen beschäftigt und wird dafür auch gebraucht.
Ich frage die Apothekerin also, wie das aufgeschrieben Medikament denn wirkt. Sie schaut in den Computer und sagt: "Das ist gegen Herzbeschwerden und hohen Blutdruck." - "Wie bitte?" Frage ich nach. Tatsächlich.
Ein Glück habe ich nachgefragt. Mein Blutdruck ist per se eher niedrig. Wenn ich das eingenommen hätte... Es ist auch so gar nicht das, was ich brauche.
Ich rufe den Hausarzt an. "Ach, herrjeh," sagt er fröhlich, "da bin ich im Computer wohl in der Zeile verrutscht. Na, das macht nix, ham Sie was zu Schreiben, ich sage Ihnen, wie das eigentlich heißt:" - "Danke, nicht nötig:" Sage ich und lege den Höhrer auf.
Von einer Freundin mit Neurodermitis lasse ich mir dann die richtigen Medikamente durchgeben. Sie helfen auch prima. Das nächste mal spare ich mir den Arzt gleich.
Heilpflanzen vor dem Aussterben?
Eine Agenturmeldung von heute, gefunden bei der taz:
Liebe Landwirte da draussen, die Ihr mit dem Anbau von Kartoffeln und Getreide für die EU am Existenzminimum krebst, wie wär's denn statt dessen mit blühenden Arnikafeldern? Bio, versteht sich...
Die Naturschutzorganisation WWF hat anlässlich des heutigen Weltgesundheitstags vor einem Raubbau an natürlichen Heilpflanzen gewarnt. Die sanfte Medizin sei inzwischen so begehrt, dass sich viele Pflanzenarten, die als Tropfen, Salben oder in Tees für Linderung von Beschwerden sorgen, nicht mehr erholen könnten, erklärte der Word Wildlife Fund (WWF). Etwa 15.000 der schätzungsweise bis zu 70.000 Heilpflanzenarten seien bereits bedroht. "Deutschland ist mit einem Verbrauch von über 45.000 Tonnen im Jahr Spitzenreiter in Europa." Deshalb trage Deutschland eine besondere Verantwortung für den Schutz der Heilpflanzen. Von der bei Verletzungen begehrten Arnikablüte etwa verbrauche der deutsche Markt etwa 50.000 Kilo im Jahr.
Liebe Landwirte da draussen, die Ihr mit dem Anbau von Kartoffeln und Getreide für die EU am Existenzminimum krebst, wie wär's denn statt dessen mit blühenden Arnikafeldern? Bio, versteht sich...
Posted by Ishtar on Friday, April 7. 2006 at 07:46 in Alternativ Heilen, Vermischtes
1 Comment Trackbacks (0)
1 Comment Trackbacks (0)
Defined tags for this entry: Phytotherapie, Umwelt
Steinzeitliche Medizin
Schon vor rund 9.000 Jahren gab es Zahnbehandlungen mit dem Bohrer, wie die WELT heute berichtet:
Die Behandlungen, mit einem Bogenbohrer und einer Feuersteinspitze ausgeführt, dauerten nach Ergebnissen von Paläontologen kaum eine Minute, dürften aber sehr schmerzhaft gewesen sein.
Wieviel Wissen und Fertigkeiten wohl noch über die Jahrtausende verloren gingen und mühsam wieder erfunden werden mussten?
Zudem sind alle Bohrungen säuberlich ausgeführt, die Mikrostrukturen der zwischen 0,5 und 3,5 Millimeter tiefen, 1,3 und 3,2 Millimeter breiten Löchern ähneln sich, obwohl zwischen den Ausführungen mehrere Jahrhunderte liegen. "Die von uns untersuchten Zähne weisen auf eine lange Tradition der Behandlung hin. Die Technik mit genau definiertem Protokoll wurde von einer Generation an die nächste überliefert", vermutet Macchiarelli. Vor etwa 7500 Jahren brach die Tradition jedoch aus ungeklärten Gründen ab, in Funden aus jüngeren Gräbern wurden keine Bohrlöcher entdeckt.
Die Behandlungen, mit einem Bogenbohrer und einer Feuersteinspitze ausgeführt, dauerten nach Ergebnissen von Paläontologen kaum eine Minute, dürften aber sehr schmerzhaft gewesen sein.
Wieviel Wissen und Fertigkeiten wohl noch über die Jahrtausende verloren gingen und mühsam wieder erfunden werden mussten?
Posted by Ishtar on Thursday, April 6. 2006 at 10:01 in Vermischtes
no comments yet, be the first! Trackbacks (0)
no comments yet, be the first! Trackbacks (0)
Defined tags for this entry: Historisch, Zahnmedizin
Und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker
Gerade in der Apotheke. Ich hole ein Medikament ab.
"Davon dürfen Sie maximal zwei am Tag nehmen." sagt die Apotheken-Fachverkäuferin zu mir. Ich stutze innerlich, nicke, bezahle. Wie ich sehr wohl weiß, beträgt schon die Initialdosis dieses Medikaments zwei Stück. Ich vergewissere mich auf dem Heimweg, dass das die richtige Dosierung ist - es ist.
Zu Hause der Blick auf den Beipackzettel:
bzw. weiter im Text: "Je nach Stärke der Beschwerden alle 6 bis 8 Stunden 1 Tablette, maximal 3 Tabletten am Tag."
Es geht eben nichts über (ungefragt gelieferte) Beratung durch jemanden mit einer Fachausbildung.
"Davon dürfen Sie maximal zwei am Tag nehmen." sagt die Apotheken-Fachverkäuferin zu mir. Ich stutze innerlich, nicke, bezahle. Wie ich sehr wohl weiß, beträgt schon die Initialdosis dieses Medikaments zwei Stück. Ich vergewissere mich auf dem Heimweg, dass das die richtige Dosierung ist - es ist.
Zu Hause der Blick auf den Beipackzettel:
Erstdosis: 2 Tabletten. Folgedosis: 1 Tablette. Tageshöchstdosis: 3 Tabletten.
bzw. weiter im Text: "Je nach Stärke der Beschwerden alle 6 bis 8 Stunden 1 Tablette, maximal 3 Tabletten am Tag."
Es geht eben nichts über (ungefragt gelieferte) Beratung durch jemanden mit einer Fachausbildung.
Posted by Ishtar on Thursday, April 6. 2006 at 09:42 in Erfahrungsberichte, Vermischtes
4 Comments Trackbacks (0)
4 Comments Trackbacks (0)
View as PDF: This month | Full blog

