Feinstaub geht auf's Herz
Fein(st)staub ist nicht nur in Deutschland ein Thema.
Tja, wer hätte gedacht, daß auch Herzerkrankungen umweltbedingt sein können...
Voller Artikel im Ärzteblatt: http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=23352
Immer wenn in US-Städten der Feinststaubgehalt der Luft ansteigt, werden vermehrt ältere Menschen mit der Diagnose Herzinsuffizienz in Kliniken eingewiesen. Eine neue landesweite Studie im amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2006; 295: 1127-1134) an 11,5 Millionen Mitgliedern der staatlichen Gesundheitskasse für Senioren (Medicare) bestätigt die Risiken, die von den winzigen Staubpartikeln ausgehen.
Als Feinstaub (Particulate Matter, PM) werden alle Schwebteilchen in der Luft bezeichnet, die eine Größe von unter 10 Mikrometern haben (PM10). Diese gelangen nach dem Einatmen bis in die feinen Verästelungen des Bronchialbaums. Noch tiefer - bis in die Alveolen - gelangt Feinststaub mit einer Größe von unter 2,5 Mikrometern (PM2,5). Viele Experten gehen davon aus, dass Feinstaub auch ins Blut übergeht, was zahlreiche epidemiologische Befunde erklären würde, die in den letzten Jahren erhoben wurden. Die Feinststaub-Exposition war demnach nicht nur mit einem Anstieg von Atemwegserkrankungen verbunden, der durch die Ablagerungen in den Lunge erklärt werden kann. Es wurden auch wiederholt Assoziationen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen gefunden, die sich am besten erklären lassen, wenn die Partikel auch in das Blut gelangen.
Die Feinstaubexposition hat in den letzten Jahrzehnten zugenommen, nicht zuletzt wegen des technischen Fortschritts. Moderne Dieselmotoren oder Öl-Heizungen verbrennen den Rohstoff besser, es kommt zu weniger Ruß, dafür entsteht aber mehr Feinstaub.
Tja, wer hätte gedacht, daß auch Herzerkrankungen umweltbedingt sein können...
Voller Artikel im Ärzteblatt: http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=23352
Posted by Ishtar on Thursday, March 9. 2006 at 14:03 in Aus aller Welt
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Chikungunya
Schon Ende Februar berichtete der SPIEGEL vom Chikungunya-Fieber, einer tropischen Erkrankung, die von Moskitos übertragen wird:
Netdoktor.de schreibt zu Chikungunya:
Eine Bekämpfung der Viren ist bislang unmöglich, es können nur die symptome wie hohs Fieber gelindert werden.
Das Chikungunya-Virus auf der französischen Insel Réunion ist nicht zu stoppen. Fast 160.000 Menschen sind mittlerweile erkrankt, 77 sollen gestorben sein. Selbst die französische Hauptstadt hat das Virus bereits erreicht: Es gibt mindestens 30 Infizierte.
Netdoktor.de schreibt zu Chikungunya:
Chikungunya-Fieber verursacht im Wesentlichen die gleichen Symptome wie das Dengue-Fieber. Nach einer Inkubationszeit von zwei bis acht Tagen kommt es plötzlich zu hohem Fieber, Schüttelfrost und Gliederschmerzen sowie Gelenkschmerzen. Danach kommt es zu einer Phase der Besserung mit Fieberabfall und Besserung der Allgemeinsymptome. In einigen Fällen kommt es zu einem erneuten Fieberanstieg mit sehr starken Schmerzen der kleinen Gelenke und Hautausschlag. In schweren Verläufen halten die Gelenkbeschwerden monatelang an.
Der Name leitet sich von der einheimischen Bezeichnung für starkes Krümmen ab. Die verkrampfte Beugehaltung entsteht als Folge der starken Gelenkschmerzen.
Eine Bekämpfung der Viren ist bislang unmöglich, es können nur die symptome wie hohs Fieber gelindert werden.
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Posted by Ishtar on Wednesday, March 8. 2006 at 07:11 in Aus aller Welt
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191 Tote bei Durchfallepidemie in Botswana
Während bei uns langsam die kollektive Hysterie wegen der Vogelgrippe ausbricht, obwohl noch kein Mensch in Deutschland daran erkrankt ist, haben andere Länder mit unmittelbareren Epidemien zu kämpfen.
Aus der taz:
Aus der taz:
In Botswana hat der Ausbruch einer Durchfall-Erkrankung 191 Menschen das Leben gekostet. "Bisher haben wir 191 Tote und 10.339 Infizierte zu beklagen", erklärte Colo Boitshoko vom Gesundheitsministerium gestern in der Hauptstadt Gaborone. Bei den Opfern handele es sich vor allem um Kleinkinder und Babys. Seit Januar habe sich die Krankheit explosionsartig ausgebreitet. Die Ursache für die schnelle Ausbreitung des Durchfalls - der normalerweise durch verunreinigtes Trinkwasser übertragen wird - sei völlig unklar. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sei gebeten worden, Gewebeproben zu untersuchen
Posted by Ishtar on Tuesday, March 7. 2006 at 08:05 in Aus aller Welt
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Aktueller TV-Tipp: Plusminus, heute 21:50 Uhr
Aus der Pressemeldung auf www.plusminus.de:
Eine Vorankündigung für die Sendung habe ich gerade im Morgenmagazin gesehen, zu sehen war u.a. Gelomyrtol, ein von mir bislang geschätztes Erkältungsmedikament. Vermutlich dienen die Phtalate als Weichmacher in den Gelkapseln. Nach Aussage des Moderators war bislang kein Pharmakonzern zu einer Stellungnahme bereit.
Bezeichnend: die Phtalate sind auf dem Beipackzettel ordnungsgemäß aufgeführt, gleichzeitig steht im Beipackzettel, das Medikament sei für Schwangere unbedenklich. Phtalate sind als Weichmacher z.B. aus Kinderspielzeugen gebannt, da sie erbgut- und keimzellenschädigend sind...
Schwangere Frauen und Eltern greifen aus gesundheitlichen Gründen gerne auf pflanzliche Arzneimittel zurück. Da diese Mittel meist kaum Nebenwirkungen haben, können sie nicht schaden, so eine viel verbreitete Meinung. Ein Test des ARD-Magazins [plusminus (Das Erste, 7. März 2006, 21.50 Uhr) hat ergeben, dass dies eine fatale Fehleinschätzung sein kann, wenn die verabreichten Medikamente neben den eigentlichen Wirkstoffen die Chemikalie Dibutylphthalat (DBP) enthält.
Gemeinsam mit dem Institut für Umwelt- und Arbeitsmedizin der Universität Erlangen untersuchte das ARD-Magazin Urinproben von neun Männern und Frauen auf die Konzentration des gefährlichen Weichmachers DBP in ihrem Körper. Er bewirkt, dass sich die Inhaltsstoffe des jeweiligen Medikaments noch nicht im Magen auflösen. Alle Testpersonen nahmen jeweils ein freiverkäufliches pflanzliches Mittel gegen Erkältung ein. Das Ergebnis der Untersuchung: Der Grenzwert der Europäischen Lebensmittelbehörde für die Langzeiteinnahme von DBP wurde bis zu 63-mal überschritten.
Eine Vorankündigung für die Sendung habe ich gerade im Morgenmagazin gesehen, zu sehen war u.a. Gelomyrtol, ein von mir bislang geschätztes Erkältungsmedikament. Vermutlich dienen die Phtalate als Weichmacher in den Gelkapseln. Nach Aussage des Moderators war bislang kein Pharmakonzern zu einer Stellungnahme bereit.
Bezeichnend: die Phtalate sind auf dem Beipackzettel ordnungsgemäß aufgeführt, gleichzeitig steht im Beipackzettel, das Medikament sei für Schwangere unbedenklich. Phtalate sind als Weichmacher z.B. aus Kinderspielzeugen gebannt, da sie erbgut- und keimzellenschädigend sind...
Posted by Ishtar on Tuesday, March 7. 2006 at 07:59 in Vermischtes
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Radiotipp: DLF - Sprechstunde: Narkose und Schmerztherapie
Morgen, am Dienstag, dem 7. März, bringt der Deutschlandfunk im Rahmen seiner Sendung "Journal am Vormittag" die
Sprechstunde: Narkose und Schmerztherapie
10:10 Uhr bis 11:30 Uhr, Deutschlandfunk
Studiogast: Dr. Esther Pogatzki-Zahn, Oberärztin Klinik für Anästhesiologie, Münster
Moderation: Barbara Weber
Hörertel.: 00800 - 44 64 44 64
Hörerfax: 00800 - 44 64 44 65
Posted by Ishtar on Monday, March 6. 2006 at 09:41 in Vermischtes
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Der Jamie-Oliver-Effekt
Jamie Oliver hat mit seiner Serie "School Dinners" und seiner "Feed Me Better"-Kampagne eine Nation erschüttert. Und nachdem mehr als 200.000 Briten eine Petition unterschrieben haben, in der sie die Regierung auffordern, für besseres Essen in Schulen zu sorgen, tut sich tatsächlich etwas im Vereinten Königreich.
So sollen Süßigkeiten gänzlich aus Schulkantinen und Verkaufsautomaten verschwinden. Allen Schulkindern soll künftig kostenfrei gekühltes Trinkwasser zur Verfügung stehen - und zwar nicht im Sanitärbereich. Limonadengetränke stehen ebenso auf der Streichliste wie jeglicher salziger Knabberkram, ausgenommen Nüsse und Samen, und diese sollen weder Zucker noch Salz enthalten. Ein Angebot von frischem Obst (und Gemüse) soll zur Verfügung stehen.
Andere zugelassene Getränke sollen sein: Trinkwasser in flaschen, fettarme Milch, reine Fruchtsäfte, Joghurt- und Milchmixgeträn emit maximal 5 % Zuckeranteil, oder darauf basierende Getränke wie Milkshakes, ausserdem Tee und Kaffee.
Die Verkaufsautomatenindustrie protestiert naturgemäß und bringt Studien bei, die belegen sollen, daß Limonadengetränke doch gar nicht so schlimm sind. Immerhin fallen etwa 95% aller in Verkaufsautomaten steckenden Nahrungsmittel unter die schönfärberisch benannte Kategorie "Less Healthy" und müssen demgemäß ab September weichen.
Joe Harvey, Vorsitzender des Health Education Trust, ist zufrieden.
Was sich im Hinblick auf die mediokre Qualität des Schulessens ändern wird - dem Hauptthema von Olivers Feed Me Better-Kampgane, bleibt abzuwarten. Immerhin hat die britische Regierung eine Erhöhung des Budgets für Schulessen um 220 Millionen Pfund angekündigt, die vor allem für bessere Qualität sorgen soll.
Zum Weiterlesen: The Guardian über die neuen Regelungen für Schulessen in Großbritannien.
So sollen Süßigkeiten gänzlich aus Schulkantinen und Verkaufsautomaten verschwinden. Allen Schulkindern soll künftig kostenfrei gekühltes Trinkwasser zur Verfügung stehen - und zwar nicht im Sanitärbereich. Limonadengetränke stehen ebenso auf der Streichliste wie jeglicher salziger Knabberkram, ausgenommen Nüsse und Samen, und diese sollen weder Zucker noch Salz enthalten. Ein Angebot von frischem Obst (und Gemüse) soll zur Verfügung stehen.
Andere zugelassene Getränke sollen sein: Trinkwasser in flaschen, fettarme Milch, reine Fruchtsäfte, Joghurt- und Milchmixgeträn emit maximal 5 % Zuckeranteil, oder darauf basierende Getränke wie Milkshakes, ausserdem Tee und Kaffee.
Die Verkaufsautomatenindustrie protestiert naturgemäß und bringt Studien bei, die belegen sollen, daß Limonadengetränke doch gar nicht so schlimm sind. Immerhin fallen etwa 95% aller in Verkaufsautomaten steckenden Nahrungsmittel unter die schönfärberisch benannte Kategorie "Less Healthy" und müssen demgemäß ab September weichen.
Joe Harvey, Vorsitzender des Health Education Trust, ist zufrieden.
"We still want artificial sweeteners removed, but it's a brilliant result."
Was sich im Hinblick auf die mediokre Qualität des Schulessens ändern wird - dem Hauptthema von Olivers Feed Me Better-Kampgane, bleibt abzuwarten. Immerhin hat die britische Regierung eine Erhöhung des Budgets für Schulessen um 220 Millionen Pfund angekündigt, die vor allem für bessere Qualität sorgen soll.
Zum Weiterlesen: The Guardian über die neuen Regelungen für Schulessen in Großbritannien.
Doppelte Moral
In den USA ist der Krieg gegen die Abtreibung fast ein alltägliches Thema. Dabei könnten viele Abtreibungen von vorn herein vermieden werden, wenn man die Zahl der unerwünschten Schwangerschaften senken würde.
"The most powerful and least divisive way to decrease abortion is to reduce unintended pregnancy." -- Sarah Brown, Direktor der National Campaign to Prevent Teen Pregnancy.
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Posted by Ishtar on Wednesday, March 1. 2006 at 12:11 in Aus aller Welt, Gesundheitspolitik
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Defined tags for this entry: Abtreibung, armut, frauen, gynäkologie, politik, USA, Verhütung, vorsorge
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