Der Krankenkassen-Krieg ist eröffnet
Außerdem ist auch der amtierenden Gesundheitsministerin aufgefallen, dass 262 'gesetzliche' Kassen etwas viel sind, sie fordert Zusammenlegungen und damit Kosteneinsparungen. Was könnte man erst einsparen, wenn man nur noch 1 gesetzliche Krankenkasse mit einheitlichen Standards für alle hätte?
Union und SPD haben sich im Koalitionsvertrag wohl darauf geeinigt, die Steuerzuschüsse zur gesetzlichen Krankenversicherung komplett zu streichen. Trotzdem will Frau Schmidt dafür sorgen dass es 2006 keine Beitragserhöhungen gibt. Wie sie das wohl bewerkstelligen will? Es sollen sich "alle Menschen" an der Finanzierung der gesetzlichen Kassen beteiligen. Wenn die privaten Krankenversicherer nicht gerade Zwangsabgaben an die gesetzlichen Kassen leisten müssen, ist der einfachste Weg einer Gesamtfinanzierung der über Steuern, aber eine steuerfinanzierte Krankenkasse wäre ja pöser Sozialismus...
Interessant ist, daß laut Berliner Morgenpost auch Nichtversicherten der Weg in die gesetzlichen Kassen wieder eröffnet werden soll. Sollte das gelingen, kann ich nur sagen: Respekt.
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Die neue Allergenkennzeichnung
- glutenhaltige Getreide (Weizen, Gerste, Roggen, Hafer, Dinkel, Kamut oder Hybridstämme davon)
- Krebstiere
- Eier
- Fisch
- Erdnüsse
- Soja
- Milch (einschließlich Laktose)
- Schalenfrüchte (Mandeln, Haselnuss, Walnuss, Kaschunuss, Pecannuss, Paranuss, Pistazie, Macadamianuss, Queenslandnuss)
- Sellerie
- Senf
- Sesamsamen
- Schwefeldioxid und Sulfite (ab 10 Milligramm pro Kilogramm oder Liter)
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Herzbeschwerden? Sofort den Arzt rufen
"Manche Menschen riskieren aus Bescheidenheit ihr Leben, sie denken, das wird schon wieder, sie wollen keine Umstände machen" (Karl-Heinz Ladwig, Professor für Psychosomatische Medizin an der TU München, zitiert in der WELT)Am 11.11. ging die deutsche Herzwoche 2005 zuende, die die Bewußtheit für das Problem wecken will.

Viele sterben, weil sie den Rettungswagen zu spät rufen.
"Etwa jeder zweite Patient wartet über vier Stunden, bevor er Hilfe ruft, jeder zehnte sogar länger als zwölf Stunden". (Ladwig)
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Unerwartete Spätfolgen
Den Wissenschaftlern war ein starker Anstieg schwerer Atemwegsinfektionen bei Kleinkindern aufgefallen. Die Infektionen werden von dem RS-Virus verursacht, einem Verwandten des Masernerregers. 1973 wurde in Deutschland die Masernimpfung eingeführt. Diese Generation bekommt nun Kinder, und hier zeigen sich die Spätfolgen in Form der lebensbedrohlichen Atemwegsinfektionen.
Zu Risiken und Nebenwirkungen...
Voller Artikel in der WELT
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Gezüchtete Zähne
Beim 10. Europäischen Forum Zahnmedizin in Frankfurt. vergangenes Wochenende wurde darüber gesprochen, daß solche Zähne in fünf bis zehn Jahren verfügbar sein könnten.
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Radiotipp: DLF - Sprechstunde: Galle und Bauchspeicheldrüse
Morgen, am Dienstag, dem 15. November, bringt der Deutschlandfunk im Rahmen seiner Sendung
"Journal am Vormittag" die
Sprechstunde: Gallen- und Bauchspeicheldrüsen-Erkrankungen
10:10 Uhr bis 11:30 Uhr, Deutschlandfunk
Studiogast: Prof. Waldemar Uhl, Leiter des Pankreas-Zentrums an der Ruhr-Universität Bochum
Moderation: Martin Winkelheide
Hörertel.: 00800 - 44 64 44 64
Hörerfax: 00800 - 44 64 44 65
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DGF: Steuern und Zuschüsse
Aber das ist noch nicht alles. Wie hier in der Ärztezeitung zu lesen, will die Große Koalition die Zuschüsse aus Steuermitteln (Tabaksteuer) für die GKV nicht - wie bislang "erwartet" - auf 4 Milliarden Euro anheben (soviel zum Thema wir haben kein steuerfinanziertes Gesundheitswesen) sondern stattdessen die Gelder zur Haushaltskonsolidierung verwenden. Dann würden den Kassen 1,7 Mrd. Euro im nächsten Haushalt fehlen.
Wo man auch hinschaut, Stück- und Flickwerk, bei dem Löcher von der einen in die andere Tasche verschoben werden. Man fragt sich wirklich, wo die Wirtschaftsprüfer und Finanzexperten die letzten 20 Jahre waren und warum die Kassen nicht mal ein paar anständige Rücklagen gebildet haben, statt sich in den Großstädten elegante Glaspaläste von Verwaltungszentren zu erbauen.
Wer die Zeche zahlt wissen wir...
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Vorbild USA - Spitze bei Kunstfehlern
Wie ein Artikel bei medpagetoday ausführt, sind die USA auch sonst spitze - nirgends gibt es so viele dokumentierte Kunstfehler und Fehldiagnosen wie in Gods Own Country.
34 % der US-Amerikaner beklagten nach einer Studie, die sechs Industrienationen miteinander verglich, mindestens einen von vier Typen medizinischer Fehlleistungen über die letzten 24 Monate - den Erhalt eines falschen Medikamentes, Fehlbehandlung, fehlerhafte Laborergebnisse oder die Verschleppung von Testergebnissen, rund 1/3 der Amerikaner hatte die Testergebnisse nicht beim nächsten Arztbesuch vorliegen.
In Kanada traten immer noch 30% Fehlleistungen auf, in Australien 27%,Neuseeland 25%, Deutschland 23%, und Großbritannien 22%. Das heisst das auch bei uns noch rund 1/4 aller Patienten falsch therapiert wird oder unnötig lang auf relevante Testergebnisse warten muss.
Auch die Kostensituation wurde unter die Lupe genommen.
Die USA geben 14.6% ihres BIP für "health care" aus, Deutschland dagegen 10,9 %. Obwohl die USA die höchsten Ausgaben für das Medizinsystem verzeichnen und die Patienten unter der höchsten privaten Belastung leiden, schneiden sie bei der Qualität der Leistungen nicht selten als letzte ab - bei Sicherheit, Effizienz und auch Verfügbarkeit von Behandlungen. Die Wartezeiten für einen normalen Arztbesuch sind streckenweise lang, die meisten Teilnehmer der Studie konnten in einem akuten Krankheitsfall keinen Termin am selben Tag bekommen,nicht wenige warten bis zu 6 Tage auf einen Arzttermin.
Mehr dazu steht in der Studie:
Schoen et al, "Taking The Pulse of Health Care Systems: Experiences Of Patients With Health Problems in Six Countries," Health Affairs, Sept/Oct 2005; published online.
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Radiotipp: DLF - Sprechstunde: Bandscheibe
Morgen, am Dienstag, dem 8. November, bringt der Deutschlandfunk im Rahmen seiner Sendung
"Journal am Vormittag" die
Sprechstunde: Bandscheibe
10:10 Uhr bis 11:30 Uhr, Deutschlandfunk
Studiogast: Prof. Raimund Firsching, Direktor der Klinik für Neurochirurgie an der Universität Magdeburg
Moderation: Carsten Schroeder
Hörertel.: 00800 - 44 64 44 64
Hörerfax: 00800 - 44 64 44 65
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Zu Risiken und Nebenwirkungen
Nach einer Studie sind die meist mehrseitigen Verbraucherinformationen in den Arzneimittel-Packungen schwer lesbar, schlecht verständlich und unübersichtlich. Nahezu jeder dritte Patient fühlt sich durch die Informationen sogar verunsichert, wie der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und der Bundesverband der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) am 3. November in Berlin mitteilten. 42 Prozent der Verbraucher bewerten die Beilagen als zu lang, 20 Prozent als wenig verständlich, und 17 Prozent halten die Schriftgröße für zu klein, geht aus einer Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) hervor.
Die Schriftgröße halten sie nicht ohne Grund für zu klein - bei der Untersuchung der 100 gängigsten Medikamente stellte sich heraus, dass keines die Vorgaben des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte bezüglich der Mindestschriftgröße einhielt und immerhin 1/10 der Präparate nicht die gesetzlichen Vorgaben zur Gestaltung des Beipackzettels erfüllten. Bei rund 1/4 der Medikamente wurden Fremdworte nicht übersetzt.
Hier entsteht natürlich eine schwierige Situation. Der Beipackzettel muß, das ist der Zweck, den Patienten über die bekannten Risiken aufklären. Damit das alles hochwissenschaftlich klingt, wird dem Endverbraucher weiter Medizinerlatein serviert, das verklausuliert auch so schön mögliche Nebenwirkungen.
Der mündige und besser informierte Patient könnte sich aber aus gutem Grund nun fragen, warum er zur Gesundung etwas nehmen soll, das ihm so augenscheinlich Schaden zufügen kann, und der Arzt und Pharmakonzern könnten zugeben müssen, dass nicht jede Pille so glänzend ist, wie sie im Blister erscheint... über die Nebenwirkungen redet niemand gern.
Der Zwang zu juristisch unanfechtbaren Erläuterungen, die den Pharmakonzern von Schadenersatz und Co. freisprechen, vertritt sich nicht gut mit einer Klartext-Variante, die Patienten etwa die Entscheidung erleichtert, ob sie ein Medikament einnehmen wollen oder nicht. Wo kämen wir schließlich hin, wenn Patienten über das Pillenschlucken hinaus etwas mitzubestimmen hätten. Was die Götter in Weiß verordnet haben, hat der Patient gefälligst zu schlucken.
Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker... der im Zweifelsfall auch nur das weiß was der Pharmavertreter kürzlich in Hochglanz behauptet hat....
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