Wissenschaftler des University College London haben im Tierversuch festgestellt, dass ein natürlicher Bestandteil von Bohnen, Erdnüssen und Cashews das Wachstum von Krebszellen hemmen kann. Die Substanz, Inositol Pentakisphosphat (oder InsP5) ist besonders interessant, da sie in reichlichen Mengen in den meisten Hülsenfrüchten, in Nüssen und auch in Weizenkleie vorkommt.
Inositol ist wasserlöslich und auch in größeren Mengen nicht giftig, ganz im Gegensatz zu vielen anderen krebshemmenden Stoffen.
InsP5 hemmt im Tierversuch nicht nur das Wachstum von Krebszellen, sondern verstärkt auch bei Lungen- und Eierstockkrebszellen die Wirkung zytotoxischer (klassischer) Krebsmedikamente, wie sie in der Chemotherapie eingesetzt werden. Die Forscher hoffen, dass man InsP5 einsetzen könnte, um Krebszellen vor dem Einsatz von Medikamenten gezielt zu schwächen.
Dass der regelmäßige Verzehr von Bohnen u.a. wegen ihrer Ballaststoffe und der enthaltenen Antioxidanzien der Gesundheit zuträglich ist, wissen wir schon länger. Besonders reich an Antixoidanzien sind kleine rote (Adzuki) Bohnen, rote Kidney Bohnen, Pinto-Bohnen und schwarze Bohnen.
Die Studie wird in der am 15. September erschienen Ausgabe des
Cancer Research Magazine publiziert:
Maffucci T et al. Inhibition of the Phosphatidylinositol 3-Kinase/Akt Pathway by Inositol Pentakisphosphate Results in Antiangiogenic and Antitumor Effects. Cancer Res 2005; 65(18): 8339-49
Was ist Inositol?
Weiter oben ist die englischsprachige Wikipedia zum Thema Inositol verlinkt.
L.I.F.E. brainmachine schreibt über Inositol:
Inosit, Inositol, Myo-Inositol:
Inosit ist ein sechswertiger zyklischer Alkohol (ein Zyklit; kein Zucker).
Das Myo-Inosit (süß-schmeckend) kommt frei im Muskelgewebe und in vielen pflanzlichen und tierischen Organen vor.
Es ist ein zum Vitamin-B2-Komplex gerechneter Wuchsstoff. Bei Mangel treten Haarausfall, Hautentzündungen und Wachstumsstillstand auf . Es findet in der Medizin therapeutische Anwendung bei progressiver Muskeldystrophie ("Muskelschwund") und Lebererkrankungen.
Inosit wird als das in Weizenkeimlingen, Sojabohnen und Erdnüssen befindliche 1-Phosphatidyl-inosit (1:1) aufgenommen.Es kommt bei Mensch und Tier z.B. in Hirn, Leber, Herz und Sperma vor und stellt zwei sehr stoffwechelaktive Komponenten der Myelinscheiden (Nervenbahnen!) dar.
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