Eine Meldung aus dem
Telegraph, die gerade prima zum Thema Krebstherapie und Palliativmedizin passt:
Im North Hampshire Hospital in Basingstoke, Großbritannien, hat man entschieden, dass den Patienten auf der Krebsstation Alkohol angeboten wird - Wein, Bier oder auch Spirituosen. Nach Aussage von Schwester Caroline Price war das Abgeben von Alkohol an Krebspatienten bis Anfang der 80er Jahre durchaus üblich. Im allgemeinen Gesundheitswahn hätten die Krankenhäuser vergessen, dass moderater Alkoholgenuß unbestreitbare gesundheitliche Vorteile mit sich bringe, ganz besonders für Krebspatienten. Zum einen sind z.B. dunkle Biere wie Guinesss sehr nährstoffhaltig, zum anderen entspannt der Alkohol, fördert den durch Chemo- oder Strahlentherapie unterdrückten Appetit und hilft den Schwerkranken, besser einzuschlafen.
Im Christie Hospital in Manchester wird kein Alkohol an Patienten ausgeschenkt, allerdings dürfen sie ihren eigenen mitbringen (lassen). Auch andere Krankenhäuser in UK beteiligen sich an der Praxis, Krebspatienten zur Förderung ihres Wohlbefindens Alkohol anzubieten. Eine einheitliche Richtlinie dazu gibt es nicht, die Entscheidung pro oder contra liegt im jeweiligen Ermessensspielraum der Krankenhäuser.
Tuesday, September 6. 2005 at 11:41 (Link) (Reply)
Stef