Nicht nur in Deutschland krankt das sogenannte Gesundheitssystem an immer weniger Einnahmen. Auch im Nachbarland Österreich nimmt die vorgebliche Reformierung der Sozialsysteme Ausmaße an, die den Patienten schaden. Zwar
versprach der österreichische Gesundheitsminister erst kürzlich, die Versicherten bekämen trotz aller Sparmaßnahmen alles, was sie benötigen, aber von Medizinern wird diese Aussage mittlerweile nur noch mit einem Hohnlächeln quittiert.
So wird um Windeln für Pflegebedürftige genauso gestritten wie um Transporte schwer Kranker. Es entbehrt schon nicht eines gewissen Zynismus, wenn man Krebspatienten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Chemo schickt und dabei nur darauf verweist, dass die Patienten ja ihre Therapie weiter erhalten. Wie sie dagegen in ihrem geschwächten Zustand dorthin und wieder zurückkommen, ist ihr Privatproblem.
Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es ist, nach einer Chemotherapie im Bus nach Hause fahren zu müssen...
Ein Meinungsforschungsinstitut hat in einer telefonischen Blitzumfrage bei den Österreichern nachgehakt, wie sie ihr Gesundheitssystem derzeit bewerten. Das Ergebnis:
Für 61 Prozent ist die Zwei-Klassen-Medizin längst Realität