Britische Forscher sind dabei, einen neuartigen Gehirnscanner zu entwickeln, mit dem die Erstversorgung von Schlaganfallpatienten erheblich verbessert werden könnte.
Das Gerät, das mittels Elektrischer Impedanz Tomographie (EIT) funktionieren soll, könnte bereits vor Ort beim Patienten eingesetzt werden, um festzustellen, welche Art Schlaganfall ein Patient erlitten hat, und so die Behanldung zu optimieren. Die Daten des Gerätes sollen dann per Bluetooth in den Rettungswagen übertragen und dort ausgewertet werden.

Image: BBC
In der Erstversorgung get es um Minuten - jede Minute die das Gehirn ohne ausreichende Blutversorgung bleibt ist eine zuviel. Bevor jedoch ggf. wirksame Medikamente, die Blutgerinnsel auflösen, gegeben werden können, muss bislang mittels CT oder MRI festgestellt werden, welche Art Schlaganfall der Patient erlitten hat. Diese Untersuchungen können erst im Krankenhaus durchgeführt werden, was sich auch aus Kapazitätsgründen an Kliniken als Flaschenhals erweisen kann.
Bei einer zügigen Behandlung innerhalb der ersten drei Stunden besteht für viele Patienten die Chance einer vollständigen Wiederherstellung. In Großbritannien erleiden laut BBC 130.000 Personen im Jahr einen Sschlaganfall, beinahe die Hälfte aller Patienten stirbt daran.
Dr. Alistair McEwan, Leiter der Forschungsgruppe, sagte
"This is just the beginning. It's possible, for example, that images could be sent over the Internet to the hospital from the ambulance, and be reported by a radiologist, so that the hospital can be prepared for the patient before they arrive."
Möglicherweise lässt sich die Technologie auch zur Untersuchung von Migräne, Tumoren, Lebererkrankungen und kardiologischen Symptomen einsetzen.