Um gegen die rasant steigenden Gesundheitskosten anzugehen, geht man in Großbritannien neue Wege.
Patienten mit Herzerkrankungen und chronisch Depressive erhalten finanzielle Beihilfe von bis zu 1.000 Pfund für Tierarztrechnungen und Futter, wenn sie sich einen Hund zulegen. Hintergrund ist, dass die Beschäftigung mit einem Haustier die Patienten dazu bringt, sich regelmäßig zu bewegen und ihnen einen Gefährten gibt, für den sie da sind und der für sie da ist. Bei beiden Patientengruppen sind verbesserte Rekonvaleszenzzeiten zu beobachten und eine langfristige Verbesserung der Gesundheit - die Zahl der im Krankenhaus verbrachten Tage sinkt.
Nicht alle sind wirklich vom Sinn der Maßnahme überzeugt. Simon Williams, Vorsitzender einer Patientenvereinigung, sagte
I would need convincing that this a prudent way to look after the budget. I am sure the NHS could put this money to better use.
Dagegen stellt Gill Galliano, Sprecher eines Trusts, der Gelder für solche Aktionen bereitstellt, fest:
Caring for a pet can help patients to recover faster. They feel less isolated and undertake increased activity. This has a direct impact on their physical and mental health. The benefit for the NHS is that the patients are able to take care of themselves and do not have to visit hospital so frequently.
Das bestätigen auch Studien der Universität von Pennsylvania - sie konnten belegen, dass sich Patienten nach einem Herzinfarkt sehr viel schneller erholten, wenn sie einen Hund besaßen und sich um ihn kümmern mussten.
In England gibt es seit längerer Zeit die Organisation "
Pets as Therapy." In ihrem "Auftrag" besuchen 3.500 Hunde und 90 Katzen Erwachsene und Kinder in Krankenhäusern, um sich streicheln und mit sich spielen zu lassen und zum Wohlbefinden der Hospitalisierten beizutragen.
Sicher hat Simon Williams Recht, dass (nicht nur in UK) das Geld im Gesundheitssystem an allen Ecken und Enden fehlt. Aber ob man das Geld wirklich
sinnvoller als für eine aktive Gesundheitsverbesserung einsetzen kann, die die Lebensqualität von Patienten verbessert?
Tuesday, August 9. 2005 at 06:25 (Reply)
Was ich festgestellt habe, ist dass ich nach ca. einem Jahr es richtig zu schätzen wußte, mit dem Hund raus zu gehen. Nicht nur, dass man aus den erdrückenden vier Wänden kam und sich mal eine Auszeit nehmen konnte (und dass jeden Tag). Nein, ich hatte auch viel Zeit zum nachdenken (die ich zuhause nicht fand) und bewegte mich an der frischen Luft (meist für eine Stunde pro Gassi-Gang).
Und dadurch, dass der Hund auch seine Streicheleinheiten einforderte, war man einfach gezwungen ruhiger zu werden. Dadurch wurde der allgemeine Zustand von mir erheblich verbessert. Schon allein wegen dem Spass, den man mit einem Hund haben kann, lohnen sich die Investitionen.
Wednesday, August 10. 2005 at 10:37 (Link) (Reply)