Wie so oft erreicht die deutsche Presse eine Info, die
im englischsprachigen Raum schon ein paar Tage vorliegt, mit ein wenig Verspätung.
Hier auszugsweise der Text der
Meldung vom SWR:
Die Internationalen Krebsforschungsagentur IARC hat eine Studie vorgelegt, nach der die Anti-Baby-Pille das Risiko erhöht, an einigen Krebsarten zu erkranken. Demnach wird durch die regelmäßige Einnahme von Verhütungsmitteln mit den kombinierten Hormonen Östrogen und Progesteron die Entstehung von Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs und Leberkrebs begünstigt. Zugleich sinke jedoch die Gefahr, an Eierstock- und Gebärmutterschleimhautkrebs zu erkranken, so die Wissenschaftler.
Die Forscher untersuchten auch die Hormonersatztherapie in den Wechseljahren mit Östrogen-Progesteron-Präparaten. Diese müsse als Krebs erregend eingestuft werden.
Der Bericht erscheint im renommierten medizinischen Magazin
The Lancet Oncology.
WebMD zitiert folgendermassen:
The researchers write that combined estrogen-progestin birth control pills may "slightly" raise breast cancer risk in women currently or recently taking those pills. But the risk seems to drop back to normal 10 years after stopping the pill, write the researchers. The researchers note higher risks of cervical and liver cancers with combined birth control pills.
However, uterine and ovarian cancer risk is lower in women using birth control pills, they write.
Despite the slightly higher risk of some cancers, the overall risk of cancer from the pill is still low.
The IARC's assessment of cancer risk from birth control pills hasn't changed but now includes more types of cancer, write the researchers.
Wie so oft, ist die Frage pro oder kontra eine individuelle Risikoabschätzung... besonders im Hinblick auf die Tatsache, dass es genug Frauen gibt, die die Pille nicht primär der Verhütung wegen nehmen - für sie dürfte eine Empfehlung, ab dem 35. oder 40. Lebensjahr auf eine andere Verhütungsmethode umzusteigen, sehr hilfreich sein. -- Auch die Empfehlung,
"Frauen sollten Nutzen und Risiken der Hormonpillen gemeinsam mit ihrem Arzt abwägen", wirkt nahezu lachhaft.
Jeder, der über Jahre hinweg eine Dauermedikation egal welcher Art einnimmt, sollte diese und ihre möglichen Folgen sowie die Risikoabschätzung regelmässig mit dem Arzt abklären - das gilt nicht erst seit der Pille.
Wednesday, August 3. 2005 at 16:17 (Reply)
Allgemein finde ich, dass man mit Hormonen vorsichtig umgehen sollte. Die Wirkungsweisen finde ich zu komplex, um sie einer Frau täglich zu verabreichen. Und wenn, dann sollten sie auf jede Frau einzeln eingestellt werden. Denn nicht jede Frau ist hormontechnisch wie die anderen.
Sunday, February 4. 2007 at 10:06 (Reply)