Das West-Nile-Virus (WNV) kommt ursprünglich, wie der Name schon sagt, aus Afrika. 1999 wurde das Virus vermutlich von einem Flugreisenden nach USA gebracht. Während in Europa die Erkrankung quasi unbekannt ist macht sie in Amerika gerade mal wieder Schlagzeilen:
und viele mehr...
Besonders in Illinois macht man sich gerade Sorgen. Unter dem Titel "
West Nile Virus Found" ist zu lesen:
Mike Szyska, director of the Northwest Mosquito Abatement District, said many people have a false perception of the mosquito population's size because of this season's dry weather. He said the culex mosquitoes that carry the West Nile virus are causing concern because of their ability to breed in hot, dry weather.
"Don't be fooled," Szyska said. "There's no nuisance mosquito population out there, but the culex mosquito population is increasing."
Szyska added that this year's weather has been similar to that of 2002, in which the first-ever West Nile virus outbreak in the area resulted in 884 reported cases of the disease and 67 deaths in Illinois.
"At these temperatures we are experiencing now, they can go from eggs to adult biting mosquitoes in seven to 10 days, which is pretty quick," he said.
Ausführliche informationen zum WNV gibt es zum Beispiel in der
englischsprachigen Wikipedia.
Betroffen von Infektionen sind Pferde, Vögel und Menschen. In den USA und Kanada hat sich das Virus, das neben Fieber und grippeähnlichen Symptomen bei einem Drittel aller Erkrankten eine lebensbedrohliche Gehirnhautentzündung (Meningitis) verursacht, schnell ausgebreitet. Große Flächen, die als Moskitobrutstätten dienen, werden mit Pestiziden besprüht. Umweltschützer halten die Schäden, die diese chemische Keule verursachen kann. für weitaus gefährlicher als das Virus, das ohnehin nur bei jedem 5. Infizierten zu einer ernsthaften Erkrankung führt. Die Wirkung des Pestizideinsatzes ist nicht mit Zahlen zu belegen.
Die amerikanischen
Centers for Disease Control (CDC) widmen der
Krankheit eine eigene umfangreiche Website mit Hinweisen zur Verhinderung einer Erkrankung, downloadbaren Postern und Broschüren und einer Karte der Erkrankungen auf dem nordamerikanischen Kontinent (auch im Wikipedia-Artikel zu sehen).
Eine Impfung oder spezifische Behandlung für den Erreger existiert nicht. In USA werden vor allem die üblichen Abwehrmittel gegen Moskitos (Kleidung, Repellents etc.) empfohlen. Die tägliche Anwendung von DEET-haltigen Mückensprays die als einzige wirksam sein sollen, ist jedoch auch nicht ohne Risiko, da das
Insektizid DEET selbst hochgiftig ist.