"Ananas soll Krebs vorbeugen" war gestern (u.a.) auf der
Website des Öko-Test zu lesen.
Hintergrund ist eine Studie des Queensland Institute of Medical Research (QIMR), Australien. Die Forscher interessierten sich insbesondere für das Bromelain, das u.a. als Fleischzartmacher und Klärhilfe für Bier Einsatz findet bzw. zwei daraus gewonnene Substanzen, die sie CCS und CCZ nannten. CCZ stimuliert das Immunsystem, aktiv gegen Krebszellen vorzugehen, CCS blockiert ein körpereigenes Protein, das in 30 Prozent aller Krebsfälle schadhaft ist.
"In searching for these components, we discovered the CCS and CCZ proteins and found that they could block growth of a broad range of tumour cells, including breast, lung, colon, ovarian and melanoma." -- Tracey Mynott, QIMR
Die Forschung ist noch weit davon entfernt, ein Ananas-Krebs-Medikament präsentieren zu können. Das QIMR hat zunächst eine Zweijahresstudie gestartet, die evaluieren soll, ob die Behandlung mit CCS und CCZ tatsächlich erfolgversprechend ist
"We've shown we can inhibit tumour growth by 70 per cent and what's more important was that there was no evidence of any toxicity in these animals at all."
und wie sichergestellt werden kann, dass die Substanzen in gleichbleibender Qualität zur Verfügung gestellt werden könnten.
Wenn das klappt, könnten sich hier große Chancen für die Krebsbekämpfung ergeben, da CCS und CCZ auf eine ganz andere Weise in den Organismus eingreifen als das bisherige Antikrebsmittel tun.
"CCS and CCZ will represent a totally new way of treating disease and potentially a whole new class of anti-cancer agent"
Sollten sich die Hoffnungen bewahrheiten, will das Institut sich einen Industriepartner suchen, der mit ihnen gemeinsam ein Medikament für den Menschen entwickelt.